Kein Tippfehler. Wo schwimmen Ostsee nicht so voll, hat einer in eine Suchmaschine eingetippt. Die führte ihn auf unseren Blog. (Für Leute, die nicht bloggen: Es gibt da speziellen Ansichten, wo man solche Sachen sehen kann. Das ist interessant für erfolgsorientierte Blogger. Erfährt man doch, welche Formulierungen den eigenen Blog in der Ergebnisliste nach oben spülen. Das kann man nutzen. Auch wirtschaftlich.)
Für eher lustorientierte Blogger ist die Liste der Suchbegriffe eins a Dada.
- „Mann springt vor Zug Einfeld Neumünster“
- „Tinkiging Wallpepar“
- „Im Harz unbesingt dehen“
- „Standard Winkel Verzweigungen 60 Grad“
Ich gehe nicht davon aus, dass alle Suchenden auf unserem Blog fündig geworden sind. Offenbar ist Irren nicht nur menschlich sondern auch Google.
Manchmal staunt man, wofür die Menschen sich begeistern. Manchmal tauchen Suchbegriffe in der Suchbegriffs-Liste gleich mehrmals auf, obwohl ich ihnen gar keine Marketing-Power zugetraut hätte. Etwa:
„Pferdewurst Altes Land“

Pferdewurst gibt es am Luehe-Anleger bei Gruenendeich
Die Liste der Suchbegriffe ist auch soziologisch total spannend. Man lernt, welche Zielgruppen zu Ingroup-Verhalten neigen. Es gibt welche, die wollen:
„Rentner Radtour Angebote Rendsburg“
(Was ich erstaunlich fand. Denn die Rentner, die wir kennen, nutzen den Begriff höchstens ironisch und würden niemals (im Sinne von nie-nie-niemals) eine spezielle Rentner-Radtour unternehmen. Eher würden sie Gras essen. Aber man lernt ja nie aus.)

Ob Rentner oder Blogger: In Rendsburg radelt man am Nord-Ostsee-Kanal
Und dann gibts natürlich auch die Suchanfragen, für die sich unser Blog allmählich zu einem kleinen Schatzkästchen entwickelt. Eine exklusive, überschaubare Leserschaft ist bei uns genau richtig. Zum Beispiel die, die wissen wollen:
Wo schwimmen Ostsee nicht so voll?
Hier lautet die Antwort: Kurz hinterm Priwall, direkt gegenüber von Travemünde bei Pötenitz.
Obwohl das natürlich nur einer der einsame Strände von Mecklenburg-Vorpommern ist, lediglich der erste, den man von Hamburg aus erreicht.

Der westlichste Strand der oestlichen Ostsee liegt gleich hinterm Priwall (dort schwimmen Ostsee nicht so voll)
Die wildere Seite der Ostsee: Mecklenburg-Vorpommern
2000 km Küstenlinie. 2000 Seen. 2000 Schlösser. Sanfte Hügellandschaften. Steilküsten. Lagunen. Wälder bis ans Meer. Bäderarchitektur. Mohnblumen, Kornblumen und überhaupt Wiesen, die einfach nur Wiesen sind. Die Ostsee ist weiter und wilder als in Schleswig-Holstein; die Natur ursprünglicher. Die ältere Vergangenheit kulturell reicher und mondäner.
- Vorsaison in Kuehlungsborn
Vermutlich ist Mecklenburg-Vorpommern das schönste Bundesland. Allemal exotischer für uns als Wessis. Ich weiß, ich weiß, ich weiß – für jüngere Menschen spielt das alles gar keine Rolle mehr. Aber wir sind eben anders sozialisiert. Mecklenburg-Vorpommern kommt mir nicht nur wie ein Fenster in die DDR-Zeit vor. Sondern auch wie ein Fenster ins Vorkriegs-Deutschland. Man kann da manchmal erahnen, wie es hätte sein können, wenn wir unsere Unschuld nicht in den Boden gerammt hätten. Kurz: Ich bin aus verschiedenen Gründen gern in Mecklenburg-Vorpommern. Und demnächst fahren wir wieder hin.
Geisterstadt an der Ostsee
Konkret wollen wir uns zwischen „Wo schwimmen Ostsee nicht so voll?“ und „Geisterstadt an der Ostsee“ umtun. (Noch so eine Suchanfrage, über die man auf einen Beitrag von uns gelangt. Gemeint ist die Halbinsel Wustrow bei Rerik.)

wo spazieren Ostsee nicht so voll: Rerik
Wie vor jedem Kurztrip finde ich es schade, dass meine Suchmaschine in erster Linie unpassende Tipps ausspuckt (Ferienhäuser, Appartements, Wikipedia, Hotels, Pensionen, immer das Gleiche, schnarch). Falls Du also Ideen für die Umgebung zwischen Pötenitz und Poel hast: Immer her damit! Wir freuen uns über Kommentare oder Verlinkungen.
























































































































































































































