Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rausgehen

Cranz

Von Cranz nach Estebrügge – immer an der Este lang

Wenn die Kirschbäume in den Hamburger Parkanlagen an der Grenze zwischen Vollblüte und Abblühen stehen, ist es Zeit nach Cranz aufzubrechen. Dort kommt der Frühling immer ein paar Tage später an. Konkret wird das Aufblühen der Kirschen für kommenden Montag erwartet. Die Äpfel ziehen am folgenden Wochenende nach.

Kirschbluete mit Hummel

Hamburg. Ein Kirschblütenfest.

Im Winter kann man sich ja schon fragen, ob es wirklich eine spitzenmäßige Idee ist, ständig bloß in der Nähe zu bleiben. Doch wenn erst einmal wieder Hanami ins Haus steht, sind die Zweifel Geschichte. Hanami ist das japanische Kirschblütenfest. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Blüten betrachten“. Das hat in Hamburg gute Tradition.

Wittmoor

Man kann den Sommer nicht konservieren – das Wittmoor

Moore gehören zu den wenigen Landschaften Norddeutschlands, die im Winter gleichermaßen verzaubern wie im Sommer. Das Wittmoor – gelegen im Dreieck von Norderstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt – entfaltet seine mystische Ausstrahlung in der stillen Jahreszeit sogar noch verlässlicher als in den Monaten, die ich nicht vorbeiwünsche.

Wandern auf dem Grünen Ring

Hamburgs Grüner Ring, Etappe 8

Hamburgs Grüner Ring ist ein 100 km langer Wanderweg. Er zieht sich einmal außen um die Stadt herum und ist in 8 Etappen eingeteilt. Sie sind alle – mal mehr, mal weniger bequem – mit Öffis zu erreichen. So ergibt sich ein Fernwanderweg, den man Stück für Stück laufen kann; immer wenn´s grad passt. Bzw. wenn man sich aufraffen kann. Das fällt mir hin und wieder schwer – obwohl ich´s grün mag und wandernd sowieso. Aber der Mensch ist ja manchmal seltsam. 

Roadtrippin´: 7 chillige Lieblingsplätze an der Flensburger Förde

In Schleswig-Holstein herrscht oft Jacke-an-Jacke-aus-Wetter. Gerade jetzt im Frühsommer kann es in einem Moment knallheiß sein und im nächsten friert man sich zu Tode. Das ist kein perfektes Strandwetter, aber ausgezeichnet für einen Roadtrip. Zum Beispiel auf der Alten Fördestraße am Südufer der Flensburger Förde.     Mit bummelig 45 km ist die Alte Fördestraße nicht gerade die Route 66. Dafür befindet man sich stets in Meeresnähe. Mit den Chilli Peppers in den Boxen gerät man entlang der hügeligen, geschwungenen Küstenlinie in einen Farbrausch. Man meint, durch Grün zu tauchen, ins Blau fliegen und von Gelb geblendet werden. Je nach Jahreszeit.     Es ist ein bisschen voller geworden in der letzten Zeit, trotzdem bleibt die Flensburger Förde eine entspannte Ecke. Unsere Lieblingsplätze haben sich hier und da ein bisschen verändert. Zeit für eine Aktualisierung. Hier unsere 7 Lieblingsplätze (Sommer 2018):     1.  Chefsessel von Habernis Au   KM 0: Die kleine Steilküste von Habernis trennt die Geltinger Bucht von der Flensburger Förde.  Mit einem Naturschutzgebiet im Rücken ist der kleine Naturstrand schön entspannt. …

Apfelbluete

Der geheime Garten alter Obstsorten in Haseldorf

Letzte Woche habe ich eine Wind- und Wettertour zum Garten alter Obstsorten in Haseldorf unternommen. Ich hatte es auf dem Zettel, seit wir vergangenen Sommer auf dem Elberadweg nach Glückstadt gefahren sind.     Schon damals wäre ich lieber im Schneckentempo durch die holsteinischen Elbmarschen geschlendert, weil links und rechts vom Deich die verheißungsvollsten Stichwege und Trampelpfade in üppige Natur führen. (Links vom Deich ist hier möglich (und nicht Elbe), weil wir vom Elbvorland sprechen; einer weitläufigen, irre schönen Auenlandschaft, die noch überfluten darf.)     Wirklich geheim ist der Garten alter Obstsorten nicht. Auf Höhe des Haseldorfer Hafens weist binnendeichs sogar ein Schild auf den Spazierweg zum Garten. Nur spazierte doch niemand außer mir und das löst immer so ein Heimlichkeitsgefühl aus, wie ich finde. Spätestens als ich über den Zauntritt in den Garten kletterte, kam ich mir vor, wie im Märchen.     Oder vielleicht nicht wie im Märchen sondern wie in einer Erinnerung. Nicht, dass meine Großeltern eine Plantage besessen hätten, die von Schafen beweidet wurde. Doch die 4 Obstbäume in ihrem …

Der Klützer Winkel: Schön wärs, wenn jetzt Frühling wäre.

Zu den ruhigeren Regionen an der Ostsee gehört der Klützer Winkel ganz im Nordwesten von Mecklenburg-Vorpommern. Die eiszeitliche Hügellandschaft winkelt sich zwischen der Trave und Wismar so richtig schön in die Ostsee hinein. In Schleswig-Holstein würde man garantiert: „Halbinsel!“ rufen, um die Gegend besser zu vermarkten. Nicht jedoch in Meck-Pomm, wo Halbinseln nichts weiter Besonderes sind. (Genau genommen besteht die Küstenlinie von Pötenitz bis Polen ja so gut wie aus nichts anderem.) Aufgrund der Grenzlage war ein Teil des Klützer Winkels zu DDR-Zeiten Sperrgebiet und wurde – besonders in Küstennähe – massiv entsiedelt. Auch wenn die ersten Neubaugebiete allmählich erschlossen sind,  gibt’s noch immer verhältnismäßig wenige Ortschaften; ja – nicht einmal viele Straßen. Von Menschen ganz zu schweigen. Dafür aber ausgedehnte Wälder und wilde Strände. Eine Gegend also, in der man sich verlieren möchte… wenn nur endlich bald der Frühling käme. So dachten wir neulich, als wir uns von Boltenhagen aus über die geschwungenen Alleen des Klützer Winkels treiben ließen. Sicher, sicher, auch graue, stille Tage haben ihren Reiz. Aber man hat halt allmählich die …