Alle Artikel in: Nördlicher

Geitungen

Die Leuchtturminsel

Zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit mischt sich entferntes Tuckern unter die Stille. Auch wenn wir noch nichts und niemanden sehen können, klingt es, als würde sich etwas Stabiles nähern. Stabiler jedenfalls als das kleine Boot, von dem wir schon annahmen, wir sollten damit übersetzen. Denn es trägt den Namen unseres Ziels: Geitungen.

Daenemark

Tornby

Neulich besuchten wir endlich einmal wieder Tornby. Ich hatte mich seit Tagen, ach was, Wochen, gebührend vorgefreut. Gleichzeitig war da diese mikroskopische Anspannung. Würden die Dingen zwischen mir und Tornby noch sein wie früher? Oder hatten wir – hatte einer von uns – sich zu sehr verändert, um noch perfekt miteinander zu harmonieren?

Strandnelken

Langsamer als langsam: Lista

Als ich vor der Reise im fünften Reisebericht zum fünften Mal las, man müsse in Norwegen von einem deutlich langsameren Reisetempo ausgehen, als man annehmen sollte, dachte ich: Ja, ja, ist ja gut. Ich habs kapiert. Aber das hatte ich nicht. Ich verstand es erst auf Lista.

Lindesnes Fyr

Um einen Leuchtturm zu sehen – Reise zum Lindesnes Fyr

Verlässt man Hamburg auf der A7 in südlicher Richtung, landet man nach 730 km irgendwo zwischen Ingolstadt und München. Reiste man ebenso weit nach Norden, erreichte man Kap Lindesnes, den südlichsten Festlandpunkt von Norwegen, wo die Nordsee majestätisch wie ein Ozean wirkt und im 17. Jahrhundert das erste Leuchtfeuer des Landes errichtet wurde.     Man hatte Lindesnes Fyr eigentlich mit Kohle betreiben wollen. Doch die Lieferung aus England ließ auf sich warten. Also wurden am 27. Februar 1656 als Notlösung 30 Kerzen hinter Bleiglas entzündet. Das Licht schien wohl nicht besonders hell und schon gar nicht weit. Jedenfalls beschwerten sich eine Menge Seeleute beim König. Immerhin mussten sie Abgaben für das unsichtbare Leuchtfeuer entrichten. Und so gab man die Sache wieder auf.     70 Jahre blieb es dunkel auf der Halbinsel Lindesnes. Aber ganz ideal war das eben auch nicht an diesem sturmumtosten Küstenabschnitt. 1726 machte man sich ein zweites Mal daran, den Seefahrern ein Zeichen zu setzen; nun tatsächlich mit Kohle.     Die Kohle musste regelmäßig durch die Wildnis geschleppt werden, …

Unperfekt

Unperfekt

In unserem Ferienhaus in Dänemark stieß ich auf ein faszinierendes Kochbuch. Zu den Rezepten kann ich mangels Sprach- und Küchenkenntnissen nichts sagen. Doch der schwarze Wälzer mit dem neongrünen Schriftzug Unperfekt ging mir auch zuhause nicht mehr aus dem Kopf.

Fanoe im Winter

Was man in Sønderho im Winter nicht machen kann. Und warum das nichts macht.

Sønderho im Winter kennenlernen, heißt, Sønderho auf seine Sommerliste setzen. Nichts, was die Südspitze der dänischen Insel Fanø so beliebt macht, ist im Winter möglich. Für Minimalisten und Freunde von Einfachkeit ist die allerkälteste Zeit des Jahres jedoch perfekt, um mit Sønderho warm zu werden. Heiße Liebe nicht ausgeschlossen.

Fanoe

Glück ist eine Insel: Fanø

Der Wetterbericht für Fanø verspricht lebendigen Wind aus südlicher Richtung. Mag sein, damit sind wir gemeint. Denn da kommen wir angebraust – mit 80 kmh pro Stunde, ganz wie es das dänische Tempolimit für Schnellstraßen vorsieht. 

Mini-Kreuzfahrt_von_Kiel_nach_Oslo

Schiffsmeldung: auf Mini-Kreuzfahrt von Kiel nach Oslo

Enthält Werbung | Wer sich häufiger in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt herumtreibt, kommt gar nicht drum herum, irgendwann über eine Mini-Kreuzfahrt von Kiel nach Oslo nachzudenken. Die weiß-blauen Mega-Fähren der Color Line Reederei gehören an der Förde zum Stadtbild wie andernorts etwa Rathäuser oder Kirchen. Nur dass sie diese in einigen Städten überragen würden – sind die Gigantinnen doch 15 Decks hoch.