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Niendorf

XXXVII. Niendorf: ÜberTourismus in der Lübecker Bucht

Fragt man die KI, ist Niendorf ein idyllisches Seebad in der Lübecker Bucht, bekannt für seinen ruhigen Sandstrand. Vielleicht hat sie das auf offiziellen Tourismusseiten aufgeschnappt, denn die sprechen sogar von »der Ruhe selbst«. Und Wikipedia nennt Niendorf beschaulich. Klingt gut?! Bloß, dass es eben nicht stimmt.

Travemuende

XXXVI. Travemünde: Bäderstil(e)

Läge Travemünde in Mecklenburg-Vorpommern, ginge es als stinknormales Seebad durch. In Schleswig-Holstein aber ist Travemünde einzigartig. Nur hier – am südlichsten Ostseestrand – findet sich der Mix aus Klassiszismus, Historismus und Jugendstil, der als Bäderarchitektur bezeichnet wird.

moelln

XXXIII. Mölln: still ruhn die Seen

Auf der Fahrt von Lauenburg nach Lübeck stoppt der RE83 etwa zur Halbzeit in Mölln. Bei Badewetter – wenn sich die Blechlawinen Richtung Lübecker Bucht ins Unendliche ziehen – ist der Bummelzug die schnellste Möglichkeit, um von der Elbe an die Ostsee zu gelangen. Er ist aber auch eine fantastische Gelegenheit, möglichst langsam zu reisen. Immer wieder auszusteigen zwischendurch. Zum ersten Mal in Mölln. Mölln ist die erste Süßwasserseeperle, die der RE83  auf seinem Weg durch das Herzogtum Lauenburg und die Holsteinische Schweiz miteinander verbindet. Sie waren alle mal schwerer in Mode als heute. Und haben sich alle eine geradezu nostalgische Seelenruhe bewahrt, die man an den Küsten längst nicht mehr findet. In Mölln spürt man sie nicht sofort. Man muss ein bisschen danach suchen; vorzugsweise an einem warmen, trägen Sommertag. Mölln: Stippvisite, Ausflugstag, Kurzurlaub   Dabei muss man sich auch gar nicht groß stressen. Mölln ist die Waldfee unter den Seeköniginnen. Es reicht, wenn man ihr kühlendes Schattenreich am späteren Vormittag betritt. Wer also morgens in Lauenburg startet, mag ruhig noch durch Schleswig-Holsteins größten …

Hamburg

XXXI. Schleswig-Holstein rund: Hamburg

Wer einmal rund um Schleswig-Holstein reist, müsste streng genommen einen Halbkreis um die nördliche Außengrenze von Hamburg schlagen. Das ist prinzipiell möglich. Bedeutet aber 133 Kilometer Vorstadtbebauung am Stück, Gewerbegebiete, Autobahnen und so weiter. Bleibt man an der Elbe, reduziert sich die Strecke auf nicht einmal ein Drittel. Sie funktioniert weitgehend autofrei und kaum ein Meter lohnt sich nicht.