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Stein

Zwecklos aber sinnvoll – die Brücke von Stein

In Stein zieht sich eine 300 Meter lange Mole in die Ostsee. Unterbrochen wird sie von einer Brücke. Die spannt sich allerdings nicht über Wasser, wie Brücken es sonst sinnvoller Weise tun. Sondern über Sand. Vielmehr eine Sandbank.     Die Brücke scheint keinem weiteren Zweck zu dienen. Außer dass man darüber gehen kann und darunter hindurch. Was ich natürlich tue. Nur so. Auch wenn ich genauso gut den geraden Weg zum Molenkopf nehmen könnte. Doch für gerade Wege gibt es für mich gerade keinen Grund mehr. In meinem Kalender herrscht die gleiche Leere wie am Strand von Stein.     »Stein, kleines Fischerdorf (350 Einwohner), an der Kieler Außenförde… der Strand ist gut, der Wellenschlag ziemlich kräftig… das Badeleben ist einfach und ruhig. Dampfer von Kiel stündlich nach Laboe. Von da an in 1 Stunde nach Stein zu Wagen.« So zitiert eine Infotafel Meyers Reiseführer aus dem Jahr 1910.   Bevor die Panik mich erfasst: Wandern von Laboe nach Stein   Erstaunlich. »Der Wagen« fuhr vor hundert Jahren offenbar genauso schnell wie die gemeine Strandläuferin …

HafenCity Versmannstrasse

HafenCity zum Nachbummeln – im Quartier Baakenhafen

Wenn man meint, alle Wege in Hamburg gegangen zu sein und nichts Neues mehr entdecken zu können, gibt´s immer noch die HafenCity. Die verändert sich ja täglich. Am eindrucksvollsten immer dort, wo sie fast fertig ist – wie aktuell im Baakenhafen. Das zukünftige „urbane Dorf“ ist mit seiner doppelten Wasserlage wie gemacht für einen Stadtbummel zwischendurch.

Kreidegruben Lägerdorf

Kreidegruben Lägerdorf (schon mal locker für 2035 vormerken)

Aus Hamburg kommend ragt an der A23 kurz vor Itzehoe rechter Hand ein Zementwerk aus der flachen Landschaft. Ein Schandfleck eigentlich. Doch es hat meine Phantasie lange beflügelt. Denn wann immer wir an die Nordsee fuhren, sagte V.: «Ich glaube, da war´s» Und ich wußte, er meinte ein Fotoshooting in den Kreidegruben Lägerdorf, denen er einen geradezu karibischen Look bescheinigte. Nun war ich neulich mal da.

Sierksdorf

Wandern mit Meerblick & Bahnanschluss – die ehemalige Vogelfluglinie

Bleibt man in Bewegung & am Strand, ist der norddeutsche Winter erträglich. So dachte ich neulich auf einer kurzen Wanderung von Sierksdorf nach Neustadt. Das war nicht an einem der zwei, drei Sonnentage zwischen Dezember und März oder in einem Jubeljahr mit Eis und Schnee. Sondern bei ganz normaler norddeutscher Winterwitterung, also nasskaltem Wetter.

Speicherkoog

Das Rätsel vom Speicherkoog – was vom Sommer übrig blieb

Seit ich 2015 den Speicherkoog kennenlernte, bin ich jeden Sommer für einen Besuch in die Meldorfer Bucht zurückgekehrt. So auch im vergangenen. Fast hätte es nicht geklappt, denn mich ziehts nur bei Sonne in den Speicherkoog. Und die hat sich 2019 im Norden rar gemacht.

spo

Was man sich über die Dünen von St. Peter-Ording erzählt

Die erste weihnachtliche Ahnung erwischte mich in diesem Jahr ziemlich früh. Es war, als ich nach einem Abendessen im Dorf zu meiner Unterkunft im Ortsteil Bad spazierte. Butendeichs strich der Wind durch die Salzwiesen. Und binnendeichs staksten Rehe durch die Dünen von St. Peter-Ording. In der Ferne funkelte Jönne Goschs Fisch-Imperium wie Christbaumschmuck. Ich weiß noch, dass ich mich darüber wunderte, nur wenige Spaziergänger zu treffen.

Gut Panker

Altes, ausgebessertes Haus – keines Tadels wert: Gut Panker

»Erntedankgottesdienst 11.00 Uhr« steht unter dem hölzernen Wegweiser zur Schloßkapelle von Gut Panker. Gleich neben der malerischen Allee grasen Pferde auf der Koppel. Äuerst elegant. Es sind echte Trakehner. Ihre Vorfahren wurden im Zweiten Weltkrieg aus Ostpreussen gerettet. Wie alles auf Panker allerfeinste Sahne.