Alle Artikel in: Nordseeküste

Nordstrand Herbst

Herbst und noch mehr gute Sachen auf Nordstrand

Der Plan lautete, dem Sommer auf Nordstrand Tschüß zu sagen. Nur stürmte uns stattdessen der Herbst entgegen. Euphorisch wie ein Rudel junger Höllenhunde. Die Wiedersehensfreude war so einseitig wie überwältigend. Widerstand vollkommen zwecklos.     Und so ließen wir uns also mitreißen. Strichen ausgedehnte Wanderungen, Radtouren und eine Halligfahrt von unserer Liste und konzentrierten uns auf das, was ging. Viel war es nicht. Auf Nordstrand kann man schon bei Heldenwetter fast gar nichts machen. Eben das hatte ich im Sommer vor drei Jahren hochschätzen gelernt (und hier festgehalten).   Was man im Herbst auf Nordstrand machen kann   Herbst auf Nordstrand ist nicht für jede/n was. Man muss etwas dafür übrig haben, einen Bollerofen einzuheizen oder eine Kerze anzuzünden. Lange auszuschlafen und endlich mal wieder eine Zeitung von vorn bis hinten zu lesen. Man muss den Wind ums´Haus pfeifen hören mögen und hingerissen sein von Vogelschwärmen, die sich auf den Feldern sammeln. Und man muss sich bereithalten wollen. Um in der nächsten Regenpause, frische Luft zu schnappen.     Man darf nichts dagegen haben, beim …

Cuhaven

Radtour in Cuxhaven: unterwegs im nördlichsten Niedersachsen

1733 wurden in der Hafeneinfahrt von Cuxhaven drei ausgemusterte Schiffe versenkt, um ein Seezeichen zu sichern. Das vorderste Schiff soll den Namen Olivia getragen haben. Im Volksmund bald nur noch Oliv genannt. Genuschelt klingt das in etwa wie ein plattdeusches „old Leev“ – Alte Liebe. Und so heißt die Anlage bis heute.

Nordermeldorf

Mehr Garnichts geht nicht – und wem das jetzt guttut

Ich gehe davon aus, dass ein Großteil der Menschheit es für völlig egal hält, ob man die Badestelle Elpersbüttel südlich des Sperrwerks am Speicherkoog aufsucht – oder die nördlich gelegene Badestelle Nordermeldorf. Sie unterscheiden sich auch wirklich nur in Nuancen…. 

Wesselburenerkoog

Wesselburenerkoog: Windräder & Wattknistern

Die Ferienhäuser am Ende der Dammstraße im Wesselburenerkoog wirken wie eine Musterhaussiedlung in der Mohave-Wüste. Wiesen, Felder, Deiche – alles, was normalerweise grün leuchtet, ist verbrannt. Längst zählt man hier oben die regenfreien Tage nicht mehr in Wochen, sondern in Monaten…

Stern

Gegessen wird um Zwölf: der Dithmarscher Gänsemarkt

Als wir zu bloggen begannen, glaubte ich noch, Ausflüge aufs Land würden generell in einem Landgasthof enden. Solche, über die man nach einem ausgedehnten Spaziergang ganz zufällig stolpert und wo einfaches, ehrliches, sauleckeres Essen serviert wird. Im besten Fall wären die Holztische mit rotkarierten Tüchern eingedeckt, dachte ich, es würde nach Rotkohl duften und ein Bullerjan-Ofen sorgte für heimelige Wärme. Aber das war – bis vergangenen Sonnabend – nur eine Phantasie.     In Wahrheit ist es nämlich so: überlässt man in Norddeutschland die Restaurantwahl dem Zufall, gerät man in der Regel in Touristenfallen und/oder pesthässliche Etablissements im 90er-Look und/ oder isst erstaunlich schlecht. Im Norden muss man einfach wissen, wo es gut ist. Besonders in Schleswig-Holstein. Und vor allem in Dithmarschen. Sonst fährt man an dem grünweißen Gebäude in Gudendorf vielleicht vorbei. Nur wenn man langsam genug ist, um die üppige, liebevolle Dekoration am Eingang der ehemaligen Eierverpackungsfabrik wahrzunehmen, erkennt man schon von Außen dass der Dithmarscher Gänsemarkt ein kleines Schmuckstück ist.   Gegessen wird um 12.00: der Dithmarscher Gänsemarkt   Wenn Hamburger um …

St. Peter Ording

Kurtaxe in SPO oder: Was ein Sonnenuntergang kostet

Es ist Ende Oktober, kurz vor fünf und der Herr da im Kassenhäuschen an der Promenade von St. Peter-Ording Bad will mir doch tatsächlich 2 Euro Kurtaxe abknöpfen. Für eine Tageskarte. Ich bin schon an einem Sommervormittag irritiert, wenn ich Eintritt in die Natur zahlen soll. An einem Herbstabend verstimmt es mich geradezu.