Alle Artikel in: Hamburg

Weihnachtsgruss

Weihnachtsgrüße aus St. Pauli

In einem Rotlichtviertel, wo so gut wie jedes Haus daran erinnert, was derzeit fehlt und die Existenzangst an jeder Ecke greifbar ist, kann einem aktuell schon einmal angst und bange werden. Mir hilft ein Blick in die Geschichte, denn auch wenn St. Pauli schon bessere Zeiten gesehen hat, waren auch viel, viel schlechtere Momente darunter. In der Weihnachtszeit 1813 etwa ließ Napoleon jedes einzige Gebäude von St. Pauli niederbrennen, alle Bäume fällen, sämtliche Gärten verwüsten, um freies Schußfeld vor den Stadtoren zu schaffen. »Demolierung« nannte sich die Aktion. Kaum dass die Bewohner das Viertel wieder aufgebaut hatten, starben sie auch schon wie die Fliegen an der Cholera. „Ich vergesse, dass ich in Europa bin“, sagte Robert Koch. Gut 20 Jahre darauf mussten die Schulen auf St. Pauli schließen. Die Versorgungslage hatte sich mit Ausbruch des ersten Weltkrieges derart verschlechtert, dass kein Heizmaterial aufzutreiben war. In die Milch zu krümeln, gab´s auch nicht grad viel. Das blieb in den folgenden Jahrzehnten ein Dauerthema für die Armen, von denen es am Hafenrand reichlich gab – im Grunde …

Blankenese

Die schöne Frau vom Berg. Und andere Geschichten aus Blankenese

Der Friederike-Klünder-Weg in Blankenese verläuft quer durch den Hessepark, wo die Klünders im ausgehenden 18. Jahrhundert lebten. Ihr Anwesen war weitläufiger als der heutige Park. Viel, viel weitläufiger. So war es damals üblich für die Reichen. Ganz unüblich allerdings war Friederike Klünder. Denn sie bewahrte tausende Menschen vor Elend und Verderben.

Musical Boulevard Hamburg

Ein Space-Elephant zu Ostern

Da steht dieser Space-Elephant am Musical-Boulevard. Das klingt nach Broadway. Meint aber nur den Vorplatz zweier Theater im Behelfsbauten-Stil vis-à-vis der Landungsbrücken. Dort konzentrieren sich ziemlich viele Dinge, mit denen ich etwa so viel anfangen kann wie mit einem Osterfest in der Bude. Wenig nämlich.

Tipps St. Pauli

Das Tor zur Welt

»Landungsbrücken … Tor zur Welt … Aber auch Schnittpunkt von Bahn und Straße, Bus- und Schiffslinie. Durchgangsstation für Touristen … und viele Menschen, die im Hafen arbeiten… unterschiedliche Schicksale… unterschiedliche Geschichten, die im Häusermeer der Großstadt oft im Verborgenen bleiben.«

PlantenunBlomen

In allernächster Nähe bleiben

Till Schweiger beschwerte sich vor einigen Tagen, dass die Spaziergänger*Innen im Hirschpark an der Elbchaussee keine Rücksicht aufeinander nähmen. Dass sie keinen Abstand zueinander hielten und für Entgegenkommende nicht zur Seite treten würden. Aus St. Pauli kann ich das zum Glück nicht berichten. Ganz im Gegenteil.

HafenCity Versmannstrasse

HafenCity zum Nachbummeln – im Quartier Baakenhafen

Wenn man meint, alle Wege in Hamburg gegangen zu sein und nichts Neues mehr entdecken zu können, gibt´s immer noch die HafenCity. Die verändert sich ja täglich. Am eindrucksvollsten immer dort, wo sie fast fertig ist – wie aktuell im Baakenhafen. Das zukünftige „urbane Dorf“ ist mit seiner doppelten Wasserlage wie gemacht für einen Stadtbummel zwischendurch.

Silvester

Last-Minute-Tipp: Silvester auf der Elbe

Ich – größte diesbezügliche Spaßbremse aller Zeiten – war vor einem Jahr gezwungen, Silvester auf der Elbe zu feiern. Denn wir hatten Gäste von „weit weg“ und die wollten was typisch Hamburgisches erleben. Oft sind das dann ja Dinge, die man als Hamburger nie macht. Und wenn dann doch mal, kann man hinterher gar nicht mehr fassen, dass man das noch nie gemacht hat. So war das mit mir letztes Silvester auf der Elbe.