Alle Artikel in: Niedersachsen

Wawerort

Eine Bitte aus Butjadingen: keine Hochhäuser am Burhever Deich

Vor einigen Tagen bekam ich Post aus Butjadingen, einer mir nur dem Namen nach bekannten Halbinsel an der niedersäschischen Nordseeküste. Aber was die Butjadinger Ulrike Dräger und Dirk Lankenau aktuell umtreibt, kenne ich ganz gut. Weil das fast überall so läuft, wo Investoren sich Geschäfte versprechen. Und darum kommen wir gern der Bitte nach, die Angelegenheit zu streuen.

Cranz

Von Cranz nach Estebrügge – immer an der Este lang

Wenn die Kirschbäume in den Hamburger Parkanlagen an der Grenze zwischen Vollblüte und Abblühen stehen, ist es Zeit nach Cranz aufzubrechen. Dort kommt der Frühling immer ein paar Tage später an. Konkret wird das Aufblühen der Kirschen für kommenden Montag erwartet. Die Äpfel ziehen am folgenden Wochenende nach.

Cuhaven

Radtour in Cuxhaven: unterwegs im nördlichsten Niedersachsen

1733 wurden in der Hafeneinfahrt von Cuxhaven drei ausgemusterte Schiffe versenkt, um ein Seezeichen zu sichern. Das vorderste Schiff soll den Namen Olivia getragen haben. Im Volksmund bald nur noch Oliv genannt. Genuschelt klingt das in etwa wie ein plattdeusches „old Leev“ – Alte Liebe. Und so heißt die Anlage bis heute.

Sleeperoo

Abends auf der Apfelplantage: ein Sleeperoo im Alten Land

Zu den weniger stressigen Berufen gehört der des Testschläfers, das habe ich neulich Nacht in einem Sleeperoo im Alten Land festgestellt. Es war am Pfingstwochenende. Auf den Autobahnen stauten sich Ausflügler in langen Schlangen. So hörten wir es im Radio, als wir – immer schön sudje – über die verwaiste Köhlbrandbrücke nach Jork trudelten.

Rund um die Schachbrettblumenwiesen im Junkernfeld

Einmal im Jahr, irgendwann zwischen Mitte April und Anfang Mai, verwandelt sich das Junkernfeld in Schachbrettblumenwiesen. Oder Schachblumenwiesen. Ich weiß nicht genau, ob die eine Begrifflichkeit „richtiger“ ist als die andere, wie ich überhaupt wenig über Blumen weiß. Aber über das Naturschutzgebiet Untere Seeveniederung kann ich seit gestern aus eigener Erfahrung sagen, dass ein wirklich schöner Rundwanderweg um das Junkernfeld führt.

Borkum im Winter

North by Northwest: Lohnt sich Borkum im Winter?

Ein Kurztrip nach Borkum im Winter will gut überlegt sein, habe ich festgestellt, als ich neulich mit meiner Tante dorthin reiste. Zwar klingt der Satz: „Ich fahr mit meiner Tante nach Ostfriesland“ etwa so exotisch wie „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad.“ Im Fall von Borkum ist die Reise aber ähnlich aufregend wie ein Trip nach Übersee. Wobei die Ozeanüberquerung bequem und rasant erscheint – verglichen mit dem Ewigkeitstrip von Hamburg auf die größte Ostfriesische Insel.

Bäderarchitektur mit Hochseeklima: Nordseeinsel Borkum

Von Borkum hatte ich nicht viel mehr erwartet als endlöse Strände und Dünen, wurde aber mit einer kleinen Schockverliebtheit beschenkt. Es geschah im Nieselregen beim ersten Strandspaziergang. Wir waren am Vorabend im Dunklen auf der Insel angekommen. Ich hatte zwar noch versucht, die Nordsee zu begrüßen, war aber nur auf nachtschwarze Dünen gestoßen. So sah ich die Promenade von Borkum zum ersten Mal zur bürgerlichen Morgendämmerung (die wirklich so heißt und die halbe Stunde bezeichnet, bevor die Sonne sich über den Horizont schiebt, was ich vor allem deshalb erwähne, weil bürgerliche Dämmerung so schön zur großbürgerlichen Anmutung der Insel Borkum passt.)

Herbst

Der Herbst, der Wald und der Hohe Mechtin

Im Herbst denke ich oft daran, dass mein Opa mir mal erzählte, früher hätte ein Eichhörnchen von Kappeln nach Hamburg gelangen können, ohne je den Boden zu berühren. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Und warum mein Gehirn gewisse Sätze wortgetreu konserviert, während ganze Jahre höchstens noch als blasse Erinnerungen existieren. Aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls: im Herbst denke ich oft an Eichhörnchen.

Festung Wilhelmstein

Dadrauf muss man erst mal kommen: Der Wilhelmstein im Steinhuder Meer

Eine Zwergenbastion für einen Kleinststaat inmitten eines Mini-Meeres: Das ist der Wihelmstein, die künstliche Festungsinsel im Steinhuder Meer und erklärtes Lieblingsausflugsziel für Leute, die nicht gern stundenlang spazieren gehen. Denn der Wilhelmstein misst nur 100 mal 100 Meter.