Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ostseeküste

Schoenberger Strand

Dritte Chance für den Schönberger Strand

Im Sommer vor drei Jahren nahm ich mir vor, dem Schönberger Strand irgendwann einmal eine dritte Chance zu geben. Ich hatte der Gemeinde Schönberg in der Probstei im Kreis Plön beim ersten wie bei beim zweiten Besuch nicht viel abgewinnen können. Und das passiert mir an der Ostsee wirklich äußerst selten.     Während ich beim ersten Besuch einfach alles grässlich fand, konnte ich beim zweiten doch immerhin erkennen, dass ich mich getäuscht hatte. Der Schönberger Strand selbst ist alles andere als grässlich. Er ist prima. Nur architektonisch und städteplanerisch hat sich die Gemeinde ziemlich punktgenau so entwickelt, wie es mir maximal unromantisch scheint. Und doch:     Die Region Probstei besitzt etwa 30 Kilometer Küstenlinie. Etwa in der Mitte liegt der Schönberger Strand. Beinahe auf der gesamten Strecke wird der Strand von einem 1a Radweg begleitet. Die Tour landete auf meiner Liste. Ich stellte mir vor, an einem Sommertag von Laboe nach Hohenfelde zu sausen und wieder zurück. Wenn jetzt Sommer wär´am Schönberger Strand Die Sonne würde scheinen, stellte ich mir vor und eine …

Brodtener Steilufer

Das Brodtener Steilufer – gerade lang genug für einen kurzen Wintertag

Von Travemünde mäandert ein so herrlicher wie beliebter Wanderweg nah am Brodtener Steilufer nach Niendorf. Steiluferwege sind aus verschiedenen Gründen großartig. Unter anderem weil sie Rundwanderungen mit permanentem Meerblick ermöglichen. Hin oben, retour unten. Oder andersherum. Und was schöner ist, kann man eigentlich gar nicht sagen.

Bottsand

Kleines Lebenszeichen: der Bottsand

Ich musste gestern an den Bottsand denken, ein winziges Naturschutzgebiet in der Nähe von Laboe. Mein letzter Besuch ist schon eine Weile her. Es war beim ersten Lockdwon im März, einen Tag bevor sämtliche Urlauber Schleswig-Holstein verlassen  mussten. Unfassbar schien damals, woran man sich nun fast schon gewöhnt hat.     Im März ist es traditionell noch relativ ruhig an der Ostseeküste. Die Saison startet fast überall erst mit den Osterferien. Die Stille im vergangenen März war natürlich um einiges tiefer als gewöhnlich. Die wenigen Touristen waren abgereist und von den Einheimischen hatte niemand einen Grund, die üblichen Frühlings-Vorbereitungen zu treffen. Es hatte etwas von vergangenen Zeiten, als die Probstei noch am Ende der Welt lag. (Probstei? Noch nie gehört? Auf Lumao gibts mehr Infos.)     Jedenfalls: vor etwa 150 Jahren modellierten Wind und Wellen am Strand von Wendtorf in der Probstei einen Landvorsprung aus Meeressand. Diesem ersten Nehrungshaken folgte ziemlich exakt alle zehn Jahre ein weiterer. 1939 wurde der damals erst 15 Hektar große Bottsand unter Schutz gestellt.     Es gab eine …

vonKellenhusennachDahme

Zeit, sich warmzulaufen – von Kellenhusen nach Dahme

Wann, wenn nicht jetzt, wäre ein Spaziergang von Kellenhusen nach Dahme angezeigt?! Noch garantieren selbst die unspektakulärsten Ausflugspläne tagelange Vorfreude. Noch hält sich der Touristentrubel in der Lübecker Bucht in Grenzen. Noch gelangt man entspannt an die Ostsee, ohne auf der A1 in einen Stau zu geraten. Selbst am Wochenende.     Sonnabend, 11.00 Uhr, Kellenhusen. Erster Gedanke: Endlich. Endlich, endlich Frühling. Endlich wieder Ostsee. Zweiter Gedanke: Obwohl ich noch nie hier war, kommt mir Kellenhusen sehr vertraut vor. Sieht alles aus wie in meiner Kindheit. Ich mag das in gewissen Momenten. Selbst die Seebrücke (von 2006!) erinnert an ein Schulzentrum aus den 80ern. Na, dann: let´s do the time-warp again.     11.45 Uhr, Seebrückentest beendet. Ergebnis: Kellenhusen besitzt die zweitbeste Seebrücke Schleswig-Holsteins (Platz 1 geht an Heiligenhafen, Platz 3 an Grömitz). Besonders schön sind die windgeschützten Sonnenplätze am Brückenkopf – an der Ostsee ist es deutlich kälter als in Hamburg. Im Schatten friere ich sogar (trotz Winterjacke). V. braucht einen Kaffee. Ich Auslauf. Wir verabreden vage ein Wiedersehen in anderthalb Stunden an der …

Surendorf

Als einmal alles perfekt war: Surendorf

Am 19. Juli 2017 zwischen 12.20 Uhr und 14.10 Uhr hätte ich nirgends lieber sein wollen als am Strand von Surendorf. Denn das war der Moment, als einmal alles perfekt war. (Ich formuliere es so erbsenzählerhaft, weil wir nun seit einiger Zeit die magische 10.000-Klick-Hürde (pro Monat) verlässlich überspringen und manchmal denke ich: Ganz schön viele Leute hier. Hoffentlich sind die nicht enttäuscht, falls sie mal einem unserer Tipps folgen. Denn so ein Blog kann ja nie mehr sein als eine Momentaufnahme und ist dazu noch höllisch subjektiv.)     Darum grenze ich noch weiter ein: am 19. Juli zwischen zwölf und vierzehn Uhr war für mich der Strand von Surendorf zu 100% so, wie ich mir einen Strand wünsche. Es war weder zu heiß, noch zu kalt. Nicht zu voll, nicht zu leer. Nicht zu trashig, aber auch weit entfernt von irgendwie schick.     Im Grunde hätte ich schon eine Viertelstunde zuvor wissen können, dass mich Großes erwartete. Und zwar als mich an einer etwa 10 km entfernten Tankstelle nach dem Weg zum …