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Elbansichten: zwischen Hamburg und Brunsbüttel

Elbansichten

Schiffsreisen sind immer etwas Besonderes. Gerade für Hamburger und Hamburg-Freunde. Selbst eine Hafenrundfahrt lohnt sich und auch die kürzesten Fährverbindungen können zum Abenteuerchen werden, wenn man ausnahmsweise mal woanders aussteigt. Aber richtig großartig wird´s erst, wenn man die bekannteren Elbansichten hinter sich läßt.

 

 

Wir stachen vor 3 Wochen in See. Es war einer der letzten spätsommerlichen Tage. Über Hamburg lag ein Dunstschleier. Die Luft war warm und schwer. Die Fotos wirken dadurch unscharf. Oder wie angestaubte Gemälde. Und das passt eigentlich ganz gut zum Gefühl einer Elbfahrt.

 

 

Die Elbe ist ja nicht nur irgendein Fluss. Die Elbe ist ein Lebensgefühl. Je länger und besser man sie kennt, desto mehr laden sich ihre Ansichten mit Erinnerungen auf. Es ist schon ein Geschenk an diesem Strom zu leben. Denn es gelingt der Elbe doch immer wieder, etwas Wesentliches in einem anzurühren.

 

 

Oben: Die Elbchaussee. (Der Herbst steht ihr sehr gut).

 

Die Elbe ist eine Freiluftgalerie

 

Unten: Blankenese; wo ab sofort – und bis März – wieder der Süllberg ruft.

 

 

Seit es diesen Blog gibt, hat sich unsere Sicht auf die Elbe komplett verändert. Früher stand sie quasi nur für Hafen – Strandperle – Blankenese. Heute kennen wir das nördliche Ufer elbaufwärts aus dem Effeff.

 

Elbansichten: Vom Niemandsland zum Wunderland

 

So ist die Elbe für uns inzwischen wie ein lebendiges Panini-Album. Und es lohnt sich, lohnt sich absolut, noch den letzten Sticker zu sammeln. Da warten so viele wunderschöne Bilder, die der näheren Betrachtung wert sind.

 

 

Gleich hinter Blankenese beginnt zum Beispiel Hamburgs schönster Spaziergang durch den römischen Garten und den Waldpark von Falkenstein.

 

 

Genau wie Hamburgs schönster Spazierweg braucht auch Hamburgs schönster Wanderweg keinen Sommer. Die bewaldeten Elbhöhen zwischen Blankenese, Wittenbergen und Wedel sind selbst im Winter ein Traum.

 

 

Ab Wedel wird das Land platt. Und für den schnellen Blick etwas unspektakulärer. Nur wer sich ab und zu in den Elbmarschen rumtreibt, weiß um die geheimnisvolle Inseln (manchmal) menschenleere Strände, (fast) verborgene Gärten. Und Leuchttürme. Leuchttürme. Und Leuchttürme.

 

 

Die Radtouren auf dem Elberadweg (von Wedel nach Glückstadt und von Glückstadt nach Brunsbüttel) gehören zu meinen schönsten Blog-Erinnerungen. Vielleicht habe ich deshalb auf der Schiffstour nur selten einen Blick nach Niedersachsen geworfen. Niedersachsen ist mir viel fremder als Schleswig-Holstein; geradezu exotisch.

 

 

Erstens sagt der Hamburger: Auf der anderen Seite der Elbe sind die Menschen nicht dasselbe. Und zweitens kommt man da ja auch nicht so leicht rüber. Wie jeder Radiohörer weiß, „beträgt die Wartezeit an der Fähre zwischen Glückstadt und Wischhafen derzeit 2 Stunden“. Und beim Elb-Link (der zweiten von 2 Möglichkeiten) weiß man nie, ob die Fährgesellschaft gerade wieder pleite ist.

 

 

Derzeit liegt der Elb-Link-Anleger einmal mehr verwaist. Atmosphärisch passt das super zur Stille der nördlichen Elbmündung,  die ich wirklich ganz besonders liebe. Und doch gelang es mir etwa hier, mich einem neuen Horizont zuzuwenden.

 
Boje
 

Ab Brunsbüttel nämlich schaltet das Gefühl auf Nordsee. Das Licht ändert sich. Die Luft schmeckt nach Meer. Und die Elbansichten werden so anders, dass sie einen ganz eigenen Beitrag brauchen. Davon dann also demnächst mehr und für heute: ein schönes Wochenende & Ahoi!

11 Kommentare

    • Im ersten Moment dachte ich: Stimmt. Dann fiel mir der Elberadweg ein. Der ist auch super. Und der NOK – per Rad oder Schiff – ebenfalls ein Traum. Und wenn man sich aus dem Norden immer so nah wie möglich an der Nordsee hochschlängelt, ist das auch famos. Also vielleicht ist es auch eher so: Das Beste an Brunsbüttel ist die Anreise 🙂

  1. Wie schön wäre es, wenn ich diesen/deinen Weg für meine Fahrten zur Arbeit in Brunsbüttel wählen könnte!!
    Es ist schön mit wie viel Liebe du meine alte Heimat immer wieder zeigst!
    Aber Niedersachsen ( und hier die Lüneburger Heide) ist auch schön….inzwischen kenne ich ja beides gut. 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Eva

    • Allerdings ist Niedersachsen schön, liebe Eva. Ich merke das jedes Mal, wenn wir den Sprung über die Elbe schaffen. Komm gut in die Woche, Stefanie

  2. Ich hab nun schon ein paar Mal die Hamburger Hafenrundfahrt gemacht, aber nie einen Anleger gesehen für eine Elbfahrt. Würdest Du mir verraten, ab wo man so eine schöne Elbfahrt machen kann <3 Die Fotos und der Beitrag sind mal wieder ein Traum, liebe Stefanie. <3

    • Vielen Dank, Ilona. Die Bilder haben wir vom Halunder Jet aus gemacht. Ich komme darauf im nächsten Beitrag noch einmal ausführlicher zu sprechen.

      • Ich habe es gerade mal gegooglet. Da freue ich mich auf den Beitrag von Dir. Ich denke, die Fahrt von Hamburg nach Cuxhafen (Helgoland ist nicht ganz so meine Welt) werde ich im nächsten Jahr einmal machen. <3

  3. Pingback: Der Halunder Jet: Männer, die auf Schiffe starren -

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