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Hamburg Hirschpark

Hamburg abseits der Pfade

Werbung & Verlosung | Zu den nicht so schlechten Dingen im Leben gehören: der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, ein winterlicher Sonntagmorgen im Bett und ein gutes Buch. Behaupte ich jetzt mal so aus eben dieser Lage. Wer´s nachprüfen will, mag vielleicht an unserer Verlosung teilnehmen – es gibt nämlich 3 Exemplare eines guten Buches zu gewinnen. Hamburg abseits der Pfade von Cordula Natusch. Weiterlesen

Fanoe

Glück ist eine Insel: Fanø

Der Wetterbericht für Fanø verspricht lebendigen Wind aus südlicher Richtung. Mag sein, damit sind wir gemeint. Denn da kommen wir angebraust – mit 80 kmh pro Stunde, ganz wie es das dänische Tempolimit für Schnellstraßen vorsieht.  Weiterlesen

Alster

Die Alster. Der Alster. Das Alster.

Seit 1733 hoffen eine Handvoll Hamburger jeden Winter wieder, die Alster möge zufrieren, damit das Alstereisvergnügen zelebriert werden kann. 1929 war das für 100 Tage der Fall. 1986 knackte man die Marke von mehr als 300 Ständen auf dem Eis. 1997 wurden erstmals mehr als 1 Mio Menschen gezählt. Im Winter zuvor war die Alster drei Mal hintereinander zugefroren. Das letzte Mal wurde sie 2012 offiziell freigegeben. Weiterlesen

Robben

Wo die wilden Tiere wohnen

Wilde Tiere, freie Tiere gehören zu den Dingen, die manchen (nicht allen) Menschen das Herz aufgehen lassen. Und auch wenn die norddeutsche Rest-Natur keine Serengeti ist und die Big Five nicht hier wohnen, so reicht es doch für die ein oder andere Tagessafari – und meine persönliche Save Ten – für die es beinahe eine Sichtungsgarantie gibt, wenn man sich zur rechten Zeit auf den Weg macht. Weiterlesen

Wittmoor

Man kann den Sommer nicht konservieren – das Wittmoor

Moore gehören zu den wenigen Landschaften Norddeutschlands, die im Winter gleichermaßen verzaubern wie im Sommer. Das Wittmoor – gelegen im Dreieck von Norderstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt – entfaltet seine mystische Ausstrahlung in der stillen Jahreszeit sogar noch verlässlicher als in den Monaten, die ich nicht vorbeiwünsche. Weiterlesen

Geheimtipps Norddeutschland

Lieblingsplätze & Geheimtipps in Norddeutschland – Blogbilanz 2018

Irgendwann Mitte November gehen auf diesem Blog traditionell die Leserzugriffe zurück. Die jährliche Blogbilanz gehört immer zu den am wenigsten aufgerufen Beiträgen. D.h. wir sind jetzt quasi entre nous. Ein sehr guter Zeitpunkt, um aus dem Nähkästchen zu plaudern. Es besteht  keine Gefahr, dass es allzu hohe Wellen schlägt, wenn wir einige Geheimtipps in Norddeutschland verraten. Weiterlesen

Panik City Hamburg

Panik City Hamburg: schönes Ding für Rudi Ratlos

Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, muss sich heute einen generalstabsmäßigen Einkaufsplan für morgen zurechtlegen. Oder Kultur verschenken; das geht ja immer. Wird auch immer gern genommen. Besonders wenn man seine Zeit gleich mit dazu verschenkt. Und falls man einen Musikliebhaber zu bedenken hat, wäre ein Besuch von Udo Lindenbergs Panik City auch alles andere als ein Verlegenheitsgeschenk, sondern eben genau das und dort, wo die Action ist. Weiterlesen

Insel Sterin

Schnee in Schleswig-Holstein

Gewisse kindliche Vorstellungen sind doch erstaunlich hartnäckig, dachte ich neulich an einem regnerischen Morgen in Neustadt i.H. (also Neustadt in Holstein). Etwa, dass es sich bei Gott um einen älteren Herrn mit Bart handelt. Oder dass es zu Weihnachten grundsätzlich schneit. Es muss an den Weihnachtskarten, Adventskalendern, Bilderbüchern… liegen. Denn die kommen nie ohne tief verschneite Landschaften aus. Und irgendwann glaubt man wohl einfach dran. Weiterlesen

Nachts im Museum

Nachts im Museum: (fast) live aus Schönwalde am Bungsberg

Enthält Werbung | Irgendwo tickt eine Uhr in der alten Dorfschule von Schönwalde. Nicht in dem Raum, in dem ich gerade auf einer Schulbank sitze und wo es ein wenig nach Kreide riecht. Das Ticken kommt aus einem entfernteren Raum. Einem, den ich später inspizieren werde. „Den Rundgang machen Sie am besten nach dem Uhrzeigersinn“, hat Frau Hagedorn geraten. „Dann finden Sie die Lichtschalter der einzelnen Räume leichter.“ Und das ist ja eben so ein Satz an dem man merkt: Wir übernachten heute in einem Museum. Allein. Unbeaufsichtigt.

 

Nachthemd

 

Gar nicht selbstverständlich, dass ein Museum sich darauf einläßt. Gerade eines, das komplett ehrenamtlich betrieben wird und voller persönlicher Dinge und Erinnerungen steckt, die eng verwoben sind mit der Geschichte des Ortes. Daher wurden auch die nächsten Nachbarn darüber informiert, dass heute 2 im Museum herumgeistern. Nicht, dass jemand die Polizei alarmiert. Überhaupt scheint in Schönwalde alles noch etwas familiärer zuzugehen als im Rest der Welt. Netter. Verbindlicher.

 

Sand Soda Seife

 

Unser Begrüßungskomitee zum Beispiel, Frau Hagedorn und Frau Schneider, haben heute bereits eine Adventsfeier für 90 Senioren geschmissen, bevor sie von der „neuen“ in die „alte“ Schule rübergehuscht kamen, um uns in die Geheimnisse des Sleeperoos und des Dorfmuseums einzuweihen. Letzteres vor allem. Denn das Sleeperoo, diesen Schlaf-Cube de Luxe, kennen wir schon.

 

Sleeperoo

 

Ich weiß, dass die Matratzen genau richtig, die Bettdecken kuschelig, die Kissen weich sind. Ich weiß, wie man die integrierten LED-Leuchten anknipst. Weiß, wo eine Extradecke zu finden ist, kenne die Fächer und Schlößer, falls man etwas – oder gar sich selbst – einschließen möchte. Wir haben das alles bereits ausprobiert. Outdoor allerdings; im Alten Land. Ein ganz besonderes Vergnügen. Denn die Location ist beim Sleeperoo immer das Wichtigste.

 

Die Nacht, der Ort und Du. Das Sleeperoo.

 

Und nun sind wir also nachts im Museum. Haben sogar den Schlüssel für das schöne Rotklinkergebäude mit den grünen Fensterrahmen und dem weißen Holzzaun bekommen. Es steht direkt am Dorfteich von Schönwalde. Und ich sitze in dem Raum, wo früher die Oberklasse unterrichtet wurde – d.h. die Klassenstufe 6, 7 und 8. Abgesehen von dem Wind, der ums Haus saust und dem Ticken der Uhr irgendwo, ist es ganz still.

 

Klassenraum

 

Ich blättere in alten Schulordnungen, alten Schulheften und neuen Handreichungen. Notiere mir das ein oder andere (finde die Bank-Tisch-Konstruktion gar nicht so unbeqeum; ziemich gut z.B. für Blogger mit Laptops –  das nenne ich visionär). Vor allem haben es mir die Schulwandbilder angetan. Sie sind in verschiedenen Bereichen des Museums zu finden. In der Schusterstube zum Beispiel oder in der Garderobe, wo unser Jacken an Haken in Zwergenhöhe hängen. Die schönsten Illustrationen sind die Hey-Speckter´schen Tierfabeln, über die ich gerade noch gar nichts wußte, inzwischen aber alles. Doch das auszubreiten, würde jetzt zu weit führen. Mindestens Oberlehrerinnen-haft wirken. Und wer will das schon? Ich stelle mich zur Probe hinters erhöhte Pult. Das war einmal eine machtvolle Position.

 

Katze

 

Kein Schüler darf willkürlich den für ihn bestimmten Platz verändern, nicht zanken, nicht neiden, drängen noch Sachen in der Schule verrichten oder beschädigen, noch andere während des Unterrichts anklagen, vielmehr ist alles sorgfältig zu vermeiden, wodurch Lärm und Störung beim Lernen und Lehren entsteht. (Aus den „Schulgesetzen“ des Organisten Hahn).

 

Puppenstube

Uralte Puppenstube. Ich glaube, von 1835 (hab leider vergessen, es mir zu notieren).

 

Ich bin weit davon entfernt, die alte Zeit für grundsätzlich „gut“ zu halten oder gar zu verklären. Aber so einige Details müssen doch klasse gewesen sein. Die Wertschätzung der Dinge beispielsweise. Oder die Liebe, die in den selbstgefertigten Spielzeugen steckte. Wie viele Weihnachtsgeschenke werden wohl in diesem Jahr noch unterm Tannenbaum ihren Geist aufgeben? Was wird von vorherein untergehen in den Bergen aus Plastikzeugs? Wird davon jemals etwas den Weg ins Museum schaffen?

 

 

Ich will nun nicht den „früher-war-alles-besser“-Song singen. Jedoch: Puppenstuben, gute Stuben, große Wäsche und Mausefallensammlung… da wird man schon nostalgisch. Denkt an Mütter, Omas, Urgroßmütter. Besonders wenn man ganz allein durch ein Museum streift. So eine Nacht im Sleeperoo in Schönwalde wäre bestimmt auch eine tolles Abenteuer für Großeltern mit jüngeren Enkeln.

 

Mausefallen

Mausefallensammlung

 

Collect moments – not things, steht auf einer Postkarte in unserem Chill-Pack. Ein schwarzer Karton, der im Sleeperoo auf uns gewartet hat. Ihn zu öffnen, ist ein bisschen wie Weihnachten. Darin zu finden sind 10 nachaltige Produkte; manche zum Verzehr – andere zur Verschönerung der Nacht. Genau verrate ich es nicht, denn Überraschungen gehören ja zum Besten überhaupt im Leben. Nur so viel: im Grunde braucht man für eine Übernachtung im Sleeperoo nichts weiter als Pyjama und Zahnbürste.

 

Sammle Momente – keine Sachen

 

Eine vollständige Mahlzeit ersetzt die Chill-Box nicht. Aber das ist ja auch nicht nötig. Wer mag, darf sich gern ein Picknick mitbringen. Das Team vom Museum hat extra einen Kühlschrank aufgestellt. Oder man fährt – und das ist eigentlich Pflichtprogamm, wenn man schon mal in Schönwalde ist – hinauf auf den Bungsberg, um in der Waldschänke zu speisen.

 

Bungsberg

Der 100 Jahre alte Eintrag im Gaestebuch der Waldschaenke auf dem Bungsberg haette auch von gestern abend stammen koennen. Vom Museum erreicht man das rustikale Lokal in 5 Minuten.

 

Bleibt nur noch zu sagen, dass man ganz hervorragend schläft im Sleeperoo. Weil ich unsere regelmäßigen Leser/innen nicht mit einer Wiederholung verschrecken möchte, verlinke ich hier noch mal auf unseren ersten Bericht: Abends auf der Apfelplantage.

Die Übernachtung im Museum kann man direkt auf der Sleeperoo-Seite buchen. Sie kostet 120 Euro, inkl Chill-Pack. Wer nicht in der Nähe von Schönwalde wohnt, findet dort auch andere besondere Spots quer über Deutschland verteilt.

Wir bedanken uns herzlich für die Einladung beim Sleeperoo-Team und allen Unterstützern vom Dorfmuseum in Schönwalde. Es war eine spannende Erfahrung – und gelernt haben wir auch was.

 

Fotografie

Wer haette das gedacht: In Altona wurden einst Hufbeschlaeger unterrichtet