VIII. Glücksburg: Christian & Friedrich I. – X.
Wenn im grundsätzlich eher nüchternen Norden eine Stadt so verspielt daherkommt wie Glücksburg, hat meist ein dänischer König (in seiner Funktion als Herzog von Schleswig und Holstein) die Hand im Spiel. Die Frage ist nur welcher. Seit 1448 tragen 45% der dänischen Könige den Namen Christian. 45% heißen Friedrich. Da läppern sich über die Jahrhunderte die Verwechselungs-möglichkeiten. Gleichsam auch die Anzahl der Nachfahren, die allesamt mit Titeln und Ländereien versorgt werden mussten. Ab einem gewissen Punkt war es wohl nichts Ungewöhnliches mehr, in direkter Linie vom dänischen König abzustammen (Stichwort: exponentielles Wachstum) und Schleswig-Holstein ein Flickenteppich aus Teilherzogtümern und Kleinstterritorien, manche nur wenige Kilometer im Quadrat groß. Darunter litt auch Johann. Als Sohn von König Christian III. und kleinem Bruder von Friedrich II. waren Johanns Startchancen nicht besonders. Man kennt das von Prinz Harry oder dem Kleinen Lord. Die ihm zugesprochenen Herrschaften lagen weit verstreut und waren zudem größtenteils auf Lebenszeit an die Königswitwen von Christian III. und Friedrich I. vergeben. So trug Johann nun zwar den Titel Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg, beanspruchen konnte er aber …










