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Vom Suchen und Finden des perfekten Ferienhauses in Jütland

Im Schaufenster unseres Lieblingskøbmands ganz oben in Dänemark hängen zwei verschossene Schwarz-Weiß-Fotografien im DIN A0 Format. Sie zeigen das gleiche Paar, in der gleichen Pose – er sitzt im Sand, sie steht daneben. Beide blicken aufs Meer. Nichts verändert sich und gleichzeitig verändert sich alles. Denn zwischen den Fotografien liegt beinahe ein Leben. Ganz jung sind sie auf dem ersten Bild und fast schon alt auf dem zweiten. Wie es ihnen wohl ergangen ist, fragt man sich. Und wie das sein wird, wenn man selbst einmal so alt …  Neben diesen gewichtigen Gedanken macht sich die luftigleichte Erkenntnis breit: Nach Jütland will man wieder und wieder zurückkehren.

 

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Jütland hat eine eingebaute Glücksgarantie. 450 km Nordseeküste, 450 km Ostseeküste, besseres Wetter als Hamburg und 700.000 Einwohner weniger als Berlin.

Auf der Top Ten der größtmöglichen Glücksgefühle rangiert bei Jütlandreisenden ziemlich weit oben das Suchen und Finden des perfekten Ferienhauses.  Es ist weiter keine große Kunst, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.

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1) Wer´s einsam schätzt, sollte sich von den dänischen Sommerferien freimachen. Die beginnen am letzten Juni-Wochenende und enden Anfang August. So bieten sich als optimale Reisezeiten an:

  • der Juni mit seinen langen Tagen und hellen Nächten
  • die oftmals warmen Wochen von Mitte August bis Anfang September. Nie sind die Wassertemperaturen erträglicher.

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2) Statt die Platzhirsche unter den Vermittlungsagenturen zu bemühen, tippe man lieber in die Suchmaschine seines Vertrauens ein: Gewünschter Urlaubsort + Købmand. Dort wird mit ziemlicher Sicherheit ein „Feriehus udlejning“ betrieben. Und dort findet man die Sommerhäuser, die ihren Besitzern so wertvoll sind, dass sie sie nicht anonym vermieten mögen.

 

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3) „Es ist die Erde“, antwortet Britta von unserem Lieblingskøbmand auf die Frage, was das perfekte Ferienhaus ausmacht. Die Lage ist alles. Darum ist ein Baujahr aus den 70ern auch ein richtiges gutes Zeichen.  Da hat man noch in erster Dünenreihe gebaut, die Grundstücke sind riesig und eingewachsen; Alleinlage keine Seltenheit. (Auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, Dänemark sei teuer, sind dänische Ferienhäuser in Privatvermittlung oft günstiger als Ferienhäuser in Deutschland.)

 

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4) Ob das Meer 10 oder 1.000 Meter entfernt ist, ist nebensächlich. Viel wichtiger ist die Frage, ob eine Straße zwischen Haus und Meer liegt. Oder nah am Haus verläuft. Gerade die schicken, neuen Poolhäuser liegen manchmal entsetzlich nah an viel befahrenen Straßen. Also: Vorm Buchen Google Map bemühen.

 

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5) Im besten Fall hat man vor der Nase  nichts als Dünen und im Rücken eine Kliptplantage. Wenn die Rehe abends aus den Wäldern treten und Füchse durch die Dünen huschen, dann kann man einfach nicht mehr meckern & wird (zumindest für den Moment) glücklich sein.

 

 

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