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Seekuehe Blidselbucht

Spektakulär unspektakulär: Dämmerung in der Blidselbucht

Inzwischen sind wir zurück in Hamburg. Ganz schön wuselig kam´s uns anfangs vor nach der Stille von Sylt. War die Insel bei unserer Anreise am 4. Januar noch relativ gut besucht, leerte sie sich von Tag zu Tag zusehends. Am 15. Januar schließlich waren alle Bürgersteige hochgeklappt. Nun schläft die Schöne.

Kampen

Die Kronjuwelen der Königin: Das Rote Kliff

Wer einmal an einem sonnigen Tag am Roten Kliff spazieren ging, weiß, dass Sylt den leicht angestaubten Jetset-Mythos überhaupt nicht nötig hat. Nicht die Schönen und Reichen haben die Insel zur Königin der Nordsee gemacht. Selbst Marlene Dietrich und Thomas Mann sind ja hauptsächlich nach Kampen gekommen, um sich vor ihrer Schönheit zu verneigen. Schätze ich. Und wer aus anderen Gründen kommt, pardon, tut mir leid.

Allerhöchste Zeit für Schneverdingen

Im Mai beendeten Mari und ich unsere Wanderung auf dem Heidschnuckenweg bei Schneverdingen. Ganz schön trostlos kam uns die Gegend vor. So trostlos, dass wir uns den Abstecher zum Pietzmoor schenkten. Das war ein Fehler. Oder vielleicht auch nicht, denn inzwischen steht das Heidblüte-Barometer auf 100% und was an einem grauen Tag im Frühling öde wirkte, ist im August geradezu berauschend.

Radweg Oberhafenconnection

Oberhafenconnection

Heute hole ich einen Artikel aus dem letzten Jahr wieder hoch. Nur für den Fall, dass irgendjemand noch nicht die Oberhafenconnection getestet hat. Diesen ambitonierten Fahrradweg für den sich der Senat geradezu überschlagen hat. Nur 12 Jahre Bürgerbegehren vs Wirtschaftsbegehren und weiteres Interessen-Hick-Hack hat es gebraucht. Und schon kann man mit dem Rad von den Deichtorhallen bis Entenwerder immer an der Elbe lang fahren. 4,9 tolle Kilometer, die man früher in ihrer Gesamtheit nur aus dem ICE sah. Der erste Blick auf die Stadt bleibt für viele Hamburger ja ihr Leben lang etwas ganz Besonderes. Obwohl er nicht vor reiner Schönheit strotzt. Ich merke das immer, wenn sie alle aus ihrer Lethargie erwachen und die Hälse recken. (Worüber ich mich zwar amüsiere – doch ich bin selbst so.) Und was soll ich sagen: Mit dem Fahrrad ist es noch viel besser.             Hauptsächlich verbindet die Oberhafenconnection die Oberhafenkantine und den Brandshof. Beide Locations ja eng verbunden mit dem einzigen Hamburger über den ich wirklich gern mal einen Film sehen würde: Klausmartin Kretschmer. (Am liebsten …

Frühschwimmen in Timmendorfer Strand

In den Sonnenaufgang zu schwimmen gehört zu unseren erklärten Hochsommer-Vergnügen. Das ist – Kitsch hin oder her – als würde man in kühles Gold tauchen. In der Regel gibt´s ja jährlich nur eine Handvoll richtig, richtig warmer Nächte in Norddeutschland, so dass man das Ganze auch gar nicht auf die lange Bank schieben sollte. Also los zum nächstgelegenen Beach – für Hamburger ist das Timmendorfer Strand.     Fährt man 1 Stunde vor Sonnenaufgang (gestern um 04.09 Uhr) in St. Pauli los, sitzt man 5 Minuten bevor es beginnt am Strand. (Die 5 Minuten planen wir aus dramaturgischen Gründen ein. Es ist eben superkrass, wenn die Sonne sich über den Horizont schiebt).     An und für sich ist Timmendorf während der Sommerferien eine Zumutung. Doch morgens ist die Welt in der Lübecker Bucht echt ziemlich in Ordnung. Am Strand schlafen höchstens ein paar Jungs aus dem Nautic. Alle anderen Badegäste wollen auch nur ihre Ruhe haben. Es ist einfach ein guter Ort, um den Morgen kommen zu lassen. Und der Himmel sieht aus wie …

Energieberg Georgswerder: La Montanara für das Objektiv

Georgswerder ist auch schon wieder so ein Stadtteil, den ich bisher nur als Autobahnausfahrt kannte. Damit stehe ich vielleicht nicht allein da. Oder am letzten Sonntag waren alle anderen bei den Harley Days. Jedenfalls konnte sich außer uns keiner für einen Ausflug auf den Müllberg (mit angeschlossenem Müllmuseum) begeistern. Was den Aufstieg auf den Energieberg Georgswerder um so surrealer machte.

Wasser – Kunst – Insel

Rothenburgsort steht nicht so richtig unter Hotspot-Verdacht. Und ist gerade daher für den geübten Mikroreisenden höchst verdächtig. Schon streckt die Hafencity ihre Finger nach Hamburgs ärmsten Stadtteil aus, den Viele nur von Freilufttanzveranstaltungen in Entenwerder kennen – oder sogar gar nicht. Doch es gibt einen guten Grund, das zu ändern:   Die Wasserkunst Kaltehofe   Inmitten der Elbe,umgeben von Industrie, Brachen, Autobahnen und vereinzelten Erinnerungen an Zeiten, da noch Parkanlagen und Lustgärten die Ufer säumten, wartet die Wasserkunst Kaltehofe darauf, dass mal einer rüber auf die Insel kommt.     Viele Besucher hat sie nicht gerade angelockt an diesem ersten heißen Sonntag 2014. Man kommt auch nicht so ohne weiteres drauf, dass jenseits des Sperrwerks Billwerder Bucht ein kleines Paradies liegt.   Wasser   20 Jahre war das Gelände des ehemaligen Wasserwerks Kaltehofe der Allgemeinheit verschlossen. So haben sich Filterbecken in Biotope verwandelt, die Pflanzenwelt hat sich erholt, einige Vogelarten kehrten zurück, andere siedelten sich neu an. Seit 2011 darf der industrieromantische Naturpark wieder betreten werden.   Unerschrockene können sich die wilhelminischen Schieberhäuschen, in denen es vor Spinnen wimmelt (also echt wimmelt, wimmelt, wimmelt), von innen anschauen. Die hören dann auch das tragische …