Hamburg, Rausgehen
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Energieberg Georgswerde: La Montanara für das Objektiv

Georgswerder ist auch schon wieder so ein Stadtteil, den ich bisher nur als Autobahnausfahrt kannte. Damit stehe ich vielleicht nicht allein da. Oder am letzten Sonntag waren alle anderen bei den Harley Days. Jedenfalls konnte sich außer uns keiner für einen Ausflug auf den Müllberg (mit angeschlossenem Müllmuseum) begeistern. Was den Aufstieg auf den Energieberg Georgswerder um so surrealer machte.

 

nix los im muellmuseum

 

40 Meter ragt die Deponie aus Kriegstrümmern und Haushaltsschrott in die Höhe. Das Ganze schön versetzt mit Dioxin. Seit die hochgiftige Mischung Anfang der 80er ins Hamburger Grundwasser trat, müssen Untergrund und Hügel mit aufwendigen Maßnahmen gesichert werden. Vermutlich auf alle Zeiten. Ewigkeitskosten nennt man das. (Selten so ein perverses Wort gehört).

 

Georsgwerder Energieberg

 

Sprache kann ja viel. Denkt man so, während man den 900 m langen Skywalk des Energieberges abläuft, der in der Multi-Media-Show als gezähmter Drache betitelt wird. Doch auch wenn das alles sehr schön klingt, der Ausblick fantastisch ist und man sich selbst ganz windschnittig fühlt… kommt man aus dem Grübeln nicht heraus. (Wobei Denken natürlich nichts Schlechtes ist. Also, ruhig mal rauf da.)

 

 

PS.: Was ich sonst noch dazu gelernt habe: Georgswerder ist gar kein Stadtteil sondern gehört zu Wilhelmsburg. Wilhelmsburg wiederum ist der Stadtteil mit den meisten Grünflächen in Hamburg!  Wer hätte das gedacht?!

Mehr Infos zum Energieberg Georgswerder gibts auf den Seiten der Stadtreinigung

Von den Bahnhöfen Wilhelmsburg und Veddel ist man schnell mit dem Stadtrad dort.

Aktualisierung 2019: Inzwischen wissen wir besser um die Schätzchen von Wilhelmsburg bescheid. Wer nach dem Aufstieg auf den Energieberg Georgswerder noch Zeit und Lust auf erstaunliche oder schräge, grüne Oase hat, kann gleich weitermachen. Empfehlen können wir insbesondere einen Strandausflug zum Finkenrieker Hauptdeich , einen Trip zum ältesten Leuchturm an der Bunthäuser Spitze und dem letzten Urwald von Hamburg sowie eine Radtour auf dem Wilhelmsburger Loop durch Parks und urbane Ecken.

 

5 Kommentare

  1. Ja, sollte man denken. Aber laut Eigenauskunft zieht´s jährlich 60.000 auf den Energieberg. Liebe Grüße, Steffi

  2. Juliane Jantosch sagt

    Und nach diesem Beitrag in Deinem Blog werden es zukünftig vielleicht noch viel mehr?

  3. Pingback: Im Haus der Geschichte(n): Das Hamburg Museum | In der Nähe bleiben

  4. Pingback: Wildnis stückchenweise: am Strand von Wilhelmsburg

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