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Knallt mitten ins Herz: Blackpool

Blackpool Tower

Mit Orten ist es wie mit Menschen: Man verliebt sich nicht zwangsläufig in die Schönsten. Manchmal sorgen gerade die Schrammen, Knicke und Unzulänglichkeiten dafür, dass man sein Herz verliert. So ist es uns mit Blackpool gegangen.

 

Blackpool

Alte Liebe Blackpool

 

Blackpool ist die alte Lady unter den englischen Seebädern. Ihr Make-up mag fleckig geworden sein mit den Jahren und ihr Ruf zweifelhaft. Doch ihrem Charme kann man sich nicht entziehen.

 

 

Die Küstenstadt an der Irischen See gilt als Wiege des Massentourismus. Mit Beginn der Industrialisierung kamen Arbeiter aus den umliegenden Textilfabriken in Scharen.

 

Blackpool

 

Über Meilen und Meilen reihen sich die Amüsierbetriebe entlang der Promenande  aneinander. Doch die Arbeiterklasse urlaubt längst (all inclusive) in Südeuropa.

 

 

Der Blackpool Tower ist 158 Meter hoch. Bei seiner Einweihung im Jahr 1894 war er das höchste Bauwerk Englands. Der Boden der größten Aussichtsplattform besteht aus Glas. So kann man 116 Meter in die Tiefe schauen. In der gewaltigen Stahlfachwerkkonstruktion befinden sich  mehrere (wunderschön alte) Ballsäale, ein Kino, ein Aquarium und ein Circus.

 

Blackpool Tower

 

Ein viktorianischer Wasserhahn im Pub. Ein Relief an der Decke im Schnellrestaurant. Überall in Blackpool finden sich Goldstaub aus der Vergangenheit. Doch an vielen Stellen ist die Kulisse schadhaft geworden. Und in altehrwürdigen Tanzhallen und Theatern blättert der Lack von prächtigen Fassaden.

 

 

Wie viele Gebäude stammen auch die drei Piers von Blackpool aus der viktorianischen Zeit. Sie wurden zwischen 1863 (North Pier) und 1893 (South Pier) errichtet. Auf dem Central Pier ist seit 1868 Jahrmarkt.

 

 

Am südlichen Ende der Promenade befindet sich der größte Vergnügungspark Englands. Seine Hauptattraktionen sind die 10 Achterbahnen, teilweise in klassischer Holzbauweise. Die älteste ist seit 1923 in Betrieb.

 

 

Blackpool erreicht man von Manchester oder Liverpool in etwa einer Stunde mit dem Auto. Mit dem Zug ist man in 1,5 Stunden da. Prädikat: Unbedingt sehenswert!

 

Riesenrad

5 Kommentare

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  3. Was für eine schöne Liebeserklärung! 🙂 Die Bilder zeigen einen ganz besonderen Charme und besonders deine Einleitung zu dem Artikel gefällt mir sehr!

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