48 Suchergebnisse für: Das Glück beginnt in

Das Glück beginnt in der Fischbeker Heide

Es gibt Dinge, die ich allein deshalb nicht tue, weil ich sie auch morgen tun könnte; oder nächste Woche oder irgendwann. Dazu zählen gewisse Arztbesuche, bestimmte Renovierungsarbeiten in meiner Wohnung, das Sortieren von Unterlagen/ Fotos/ Dateien und bisher auch Ausflüge, von denen ich weiß, dass sie mir eigentlich richtig gut tun würden. Jedenfalls letzteres kriege ich nun – dem Blog sei Dank – immer öfter auf die Reihe. Ganz oben auf der Liste: Wandern.        

Glückstadt

XXX. Glückstadt und die Holsteinschen Elbmarschen

In Glückstadt erarbeiten sich Schleswig-Holstein-rund-Reisende einen Wissensvorsprung gegenüber den Leserinnen und Lesern der Zeit. Unter Letzteren finden sich nämlich ausgesprochen wenige, die beim Quizz »Wie schlecht kennen Sie Deutschland?« den Kreis Steinburg verorten können.

Elberadweg

Life´s a beach: Radtour von Glückstadt nach Brunsbüttel

Dass wir eine Radtour von Glückstadt nach Brunsbüttel unternahmen, hatte nur damit zu tun, dass Brunsbüttel eine dieser abgehängten Städte ist, die nicht ans Netz der Bahn angeschlossen sind. Aber dort beginnt nun mal der Nord-Ostsee-Kanal, den wir mit dem Fahrrad nach Kiel begleiten wollen. Also steigen wir  31 km südlich von Brunsbüttel aus dem Zug. Und es ist nicht nur reiner Zufall, dass wir so den Elberadweg kennenlernen. Sondern auch ein Glücksfall: die Strecke Glückstadt – Brunsbüttel bringt nämlich richtig Spaß. In 30 Minuten und für 13 Euro bringt die Deutsche Bundesbahn Radfahrer inkl. Rad von einem der hässlichsten Bahnhöfe (Altona) zu einem der niedlichsten: Glückstadt. Niedlich ist ein Wort, das Volko selten in den Mund nimmt.  In Glückstadt kann man aber nicht anders. Dabei hatte der dänische König Christian IV gar nichts Niedliches im Sinn, als er 1617 den ersten Grundstein mit großen Worten legen ließ: Dat schall glücken, und dat mut glücken. Und denn schall se ok Glückstadt heten.   Was nach Christians Willen glücken sollte: Hamburg den Handelsrang ablaufen. Die Pläne scheinen angesichts des Glückstädter Hafens extrem ambitioniert. Trotzdem: die königliche …

Brunsbuettel

XXIX. Brunsbüttel: Dithmarschens Ausguck

Auf den bummelig 25 Kilometern zwischen Friedrichskoog und Brunsbüttel merken Auskenner:innen an zwei Dingen, dass sie die Nordküste hinter sich lassen. Erstens: die Salzwiesen vorm Deich dehnen sich ins Uendliche. Abschnittsweise ist nicht mal mehr Wasser zu sehen. Zweitens: Der Schiffsverkehr nimmt mit jeden Kilometer zu.

Amrum

XV. Amrum: das ist die perfekte Insel

Mal angenommen, jemand reiste rund um Schleswig-Holstein (oder käme zum allerersten Mal hier hoch) und hätte nur Zeit für eine einzige Insel: dann sollte es Amrum sein. Amrum ist klein genug, dass man in jeder Minute wirklich fühlt, auf einer Insel zu sein. Sie lässt sich mit dem Rad an einem halben Tag komplett umrunden und an zwei Tagen entspannt umwandern. An der breitesten Stelle misst Amrum gerade mal 2,5 Kilometer. Das Meer ist immer in der Nähe, die Schreie der Seevögel immer im Ohr, der Duft von Dünenheide immer in der Nase.   Amrum: Stippvisite, Ausflugstag, Kurzurlaub   Amrum liegt weit genug vom Festland entfernt, um sich abgeschieden von der Welt zu fühlen. Geborgen, sagen die, die Inseln lieben. Und obwohl das alles kein Geheimnis ist, sondern Viele nach Amrum reisen, besonders im Sommer, findet sich immer ein einsames Plätzchen in den gewaltigen Dünen oder am endlosen Strand. Auf keiner Insel Schleswig-Holsteins darf die Natur so viel Raum einnehmen wie auf Amrum. Für Reisende ist ein Auto auf der Insel daher weder hilfreich noch …

Rickelsbueller Koog

XI. Rudbøl/ Rosenkranz: die deutsch-dänische Grenze

Nach Erkundung der deutsch-dänischen Grenze bei Wassersleben, bietet sich unbedingt ein Vergleich mit Rudbøl/ Rosenkranz an. Die Strecke dazwischen ist eine Ausnahme in Schleswig-Holstein. Sie funktioniert mit dem Auto mindestens so gut wie zu Fuß oder mit dem Rad.  Je schneller man sie zurücklegt, desto eindrücklicher der tiefgreifende Kontrast von verspielter Ostseeküste zu endloser Westküstenweite. (Wobei das maximale Reisetempo im Grenzland bei etwa 50 Kilometer pro Stunde liegt). Die deutsch-dänische Grenze: ca. 67 km lang, gut 100 Jahre alt, das frühere Herzogtum Schleswig in zwei etwa gleich große Hälfte geteilt Wer nicht aus Wassersleben anreist, sondern direkt in Nordfriesland startet, weiß vielleicht gar nicht, dass die deutsch-dänische Grenze erst bummelig 100 Jahre alt ist. Beidseitig findet man dänische wie deutsche Spuren in Kultur, Sprache und Architektur. Manches ist nur in den historischen Grenzen des Herzogtums Schleswig bekannt, nicht aber im Rest von Deutschland oder Dänemark. Von einigen Einschnitten der Grenzziehung, der Trennung von Familien und Freunden, Geschäftsbeziehungen und Infrarstruktur hat sich das Grenzland an der Westküste nie ganz erholt. Beidseitig ist das Land dünn besiedelt. …

geltinger birk

III. Geltinger Birk: meerumschlungen

90 Jahre nachdem »Schleswig-Holstein meerumschlungen« auf dem Schleswiger Sängerfest erstmals zu hören war, wurde die Geltinger Birk unter Schutz gestellt. Seitdem sind wieder 90 Jahre vergangen. Das Schleswig-Holstein Lied ist zur offiziellen Hymne avanciert und die Birk hat sich von einer massiv (aus)genutzten Halbinsel zurück in ein Naturschätzchen gewandelt.

Salemer See

Am Salemer See

Noch nie ist ein Mensch am Verzehr eines Fliegenpilzes gestorben, lernte ich gestern am Salemer See. Dort startet am Bootshäuschen ein rollstuhlgerechter Uferweg, was ich zuvor allerdings nicht wusste. So wie ich überhaupt nicht besonders viel über das Herzogtum Lauenburg weiß. Es bleibt mir eine entfernte Bekannte. Und zwar eine, die ich sehr mag.     Kennengelernt habe ich die Region quasi als Arbeitskollegin; gleich bei meinem ersten Reisebuch. Und mit jedem weiteren Projekt habe ich ihre Verlässlichkeit noch ein bisschen mehr zu schätzen gelernt. Fast egal, wohin man sich wendet, es beginnt stets mit aufgeräumten Reetdach-Dörfchen oder winkeligen Altstädtchen, aus denen tiptop Wanderpfade und Radwege in minutenschnelle in verschwiegene Wälder und an verträumte Seeufer leiten.   Längst ist unsere Beziehung privat geworden. Nur eben auf andere Art als mit dem Rest von Schleswig-Holstein. Alles andere hier oben bezieht sich ja auf´s Meer und ist mir damit näher. Zu Nord- und Ostsee fühle ich keinerlei Distanz. Ich gehöre da nicht nur hin; ich bin das geradezu. Im Herzogtum Lauenburg bin ich zu Besuch. Und finde …