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XXX. Glückstadt und die Holsteinschen Elbmarschen

Glückstadt

In Glückstadt erarbeiten sich Schleswig-Holstein-rund-Reisende einen Wissensvorsprung gegenüber den Leserinnen und Lesern der Zeit. Unter Letzteren finden sich nämlich ausgesprochen wenige, die beim Quizz »Wie schlecht kennen Sie Deutschland?« den Kreis Steinburg verorten können.

Der unbekanntest Kreis der Bundesrepublik soll Steinburg sein. Und eben dort liegt Glückstadt; im Südwesten Schleswig-Holsteins, wo sich die Holsteinischen Elbmarschen bis nach Hamburg ziehen. Es lohnt sich, die Gegend mal kennenzulernen.

Glücksburg: Stippvisite, Ausflugstag, Kurzurlaub

Zwar muss man an der Südgrenze Schleswig-Holsteins etwa 150 Kilometer ohne Meer auskommen. Aber keinen Meter ohne Blick aufs Wasser. Elbwasser nämlich. Das versöhnt. Zumal die Natur im Gegensatz zur Nordseeküste deutlich wilder wuchern darf. Und auch architektonisch wird es jetzt wieder spannender als im superpraktischen Dithmarschen. Genau wie Glücksburg geht Glückstadt auf das dänische Königshaus zurück.

 

(136) Stippvisite: Stadtdenkmal Glückstadt

GlueckstadtDen prächtigsten Binnenhafen Schleswig-Holsteins säumen Palais im Stil der Renaissance und des Barock, alte Speicher und holländische Handelshäuser. Er liegt in Laufweite zum kopfsteingepflasterten Marktplatz, wo dienstags und freitags die Obst- und Gemüsebauern der Region ihre Stände aufbauen.

(137) Tagesausflug: auf dem Elberadweg nach Hamburg

ElberadwegGlücksstadt liegt in der genau richtigen Entfernung zu Hamburg für einen entspannten Tag auf dem Elberadweg. Wer schon in Brunsbüttel eingestiegen ist, hat am Ende 25 Kilometer mehr auf der Uhr und die Wilstermarsch gesehen, die westlichste der fünf fabelhaften Holsteinischen Elbmarschen.

(138) Kurzurlaub: die Glücks-Routen

Lindenallee SeestermueheZwar sind die Glückstädter Glücks-Routen als Radtouren konzipert, sie eignen sich aber auch prima zur Inspiration für Ausflüge ohne Rad. Wer einen halben Tag pro Marsch einplant, kann in aller Ruhe die ländlichen Highlights abklappern. Im Hinterland der Elbe geht es deutlich entspannter zu als direkt am Fluss.

 

(139) EXKURS ZUR SEE: Von Glückstadt nach Wischhafen

ElbmarschKaum ein Ort Schleswig-Holsteins wird im Sommer so häufig im Radio erwähnt, wie Glückstadt. Denn dann steigern sich die Wartzeiten an der Fähre ins niedersächsische Wischhafen ins Unermesseliche. Zu Fuß oder mit dem Rad ist die Überfahrt aber kein Problem. Der Elbradweg verläuft an beiden Ufern, so dass eine Rundtour möglich wird.

 

(140) EXKURS ZUR SEE: Von Wedel ins Alte Land

Altes LandEs quert nicht direkt alle naselang eine Fähre die Elbe. Östlich von Glückstadt ist es erst wieder nach ungefähr 35 km der Fall. Gleich bei der Schiffsbegrüßungsanlage von Wedel schippert die Lühe-Schulau-Fähre ins Alte Land.  Konkret zum Lühe-Anleger in Grünendeich, wo sich ein Imbiss an den anderen reiht.

 

PS.: Wedel ist ans Hamburger Verkehrsnetz angeschlossen. Das ist eine gute Sache, besonders für Radreisende. Zwar schwärmen etliche Seiten im Netz von der Hamburger Etappe des Elberadweges (die gleich hinter Wedel beginnt). Aber in Wahrheit stimmt das nur bedingt. Wem nicht so richtig der Sinn nach höllischem Straßenverkehr steht, kann hier ruhig mal schummeln und die S-Bahn nehmen. Ab Blankenese wirds besser.

Auch für »Schleswig-Holstein-rund-Reisende« lohnt es sich, ab Wedel zu mogeln. Statt Hamburg entlang der zersiedelten Nordgrenze zu umrunden, bleiben sie besser an der Elbe. Davon im nächsten Beitrag mehr.

Dies ist ein Beitrag der Serie »Schleswig-Holstein rund«, die dicht an der Waterkant um das nördlichste Bundesland führt.

1 Kommentare

  1. Frank sagt

    Die Zwischenüberschrift „Glücksburg: Stippvisite, Ausflugstag, Kurzurlaub“ verwirrt mich ein wenig. Ist wirklich Glücksburg gemeint oder doch Glückstadt?

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