Niedersachsen, Norddeutschland, Nordsee
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Das Ende der Inseln

Alter Hafen

Borkum, Norderney, Juist, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge. Alle ostfriesischen Inseln laufen im Osten in Sandstrände aus. Der von Wangerooge ist 500 Meter breit, 3 km lang, unbewohnt, unbespaßt und unbewirtschaftet. Ein Dünengürtel trennt die Brandungsseite von den Salzwiesen an der Wattseite. Die höchste Düne ist 17 Meter hoch, im Mittel schaffen sie es auf 12 Meter. Oder anders gesagt: Viel besser geht’s nicht; strandmäßig gesehen.

 

DuenenOststrandWangerooge

 

Ost-Steert nennen die Wangerooger ihr Inselende. Das ist plattdeutsch und kann mit a) Schweif oder b) Hintern übersetzt werden. Letzteres finde ich passender. Denn es ist ja wirklich das hinterste Ende der sieben bewohnten Schönheiten im niedersächsischen Wattenmeer. „Am Dups der Heide“ hätte meine Oma vielleicht gesagt. Oder aber auch „und die Hacke schlägt Attacke“. Denn an weiten, einsamen Stränden will man doch immer unbedingt loslaufen. Na, denn, man to.

 

Strandspaziergang

 

10 Dinge, die man am Oststrand von Wangerooge machen kann.

 

1) Schon mal vorlaufen: Am Strand kann man so gut im eigenen Tempo laufen und dennoch den anderen im Blick behalten.

 

Sueden

2) Sich orientieren: In Ostfriesland liegt die Brandungsseite im Norden. Das ist seltsam für Hamburger, Schleswig-Holsteiner und/ oder Nordfriesland-Affine, weil die Sonne ganz anders steht.

 

3) Selfies

3) Selfies (wenn man eine standfeste Begleitung hat)

 

4) Einen weiten Bogen um Heuler (sicherheitshalber die Ranger anrufen)

4) Einen weiten Bogen um Heuler (sicherheitshalber die Ranger anrufen)

 

5) Moewen bewundern

5) Moewen bewundern

 

Pril

6) Durch Prile waten (wenn man Gummistiefel hat). Gummistiefel sind ohnehin ein guter Tipp. Der Sand ist weich, so dass man tief hineinsinkt.

 

7) Die Flut kommen sehen

7) Die Flut kommen sehen

 

8) Sich einholen lassen

8) Sich einholen lassen

 

9) Dem Meer zuhören

9) Dem Meer zuhören

 

10) Auf einen Leuchtturm zulaufen

10) Auf einen Leuchtturm zulaufen

 

Minsener Oog

Minsener Oog ist eine unbewohnte Insel, knapp 2 km südöstlich von Wangerooge. Sie entstand erst um 1900 aus einer Sandbank. Um der Verlandung der Fahrrinne nach Wilhelmshaven vorzubeugen, errichtete man auf Minsener Oog Buhnen, die weitere Sandmassen festhielten. So entwickelten sich hohe Dünen, die mit Strandhafer befestigt wurden.

 

 

Heute ist Minsener Oog 4,5 km lang und 1,5 km breit. Der kleine Flakturm und der Star-Wars-artige Radarturm mit seinen Baracken sind unbemannt. Als wichtiges Brutgebiet steht die Insel bereits seit 1959 unter Naturschutz. In den Sommermonaten werden vom Festland geführte Wanderungen angeboten.

Den besten Blick auf Minsener Oog hat man vom Alten Ostanleger.

 

Vogelzug

 

Alter Ostanleger

 

Der Ostanleger Wangerooges wurde 1958 aus Kostengründen aufgegeben. Seitdem überlässt man die Anlagen sich selbst und der Nordsee. Viel ist nicht mehr übrig. Der Rest reicht aber, um die Phantsie auf Reisen zu schicken.

 

 

Die Wattseite

Ist das bei Euch auch so, dass Inselspitzenspaziergänge sich immer an der offenen See ausrichten? Bei uns passiert das irgendwie intuitiv, ist mir aufgefallen. Ohne dass wir uns absprechen müssten, starten wir stets an der wilden Seite. Vielleicht weil es so wunderbar ist, zur Halbzeit in die Wärme und Stille der geschützten Seite einzutauchen?!

 

 

Borkum, Norderney, Juist, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge. Alle ostfriesischen Inseln laufen im Osten in Sandstrände aus.  Der von Wangerooge ist ein Traum. Und kennt man einen, will man alle, würde ich sagen.

 

Spiekeroog Ostende

Zimmer (auf Wangerooge) mit Ausblick (nach Spiekeroog)

 

Der nächste auf der Liste wäre der von Spiekeroog. Wir kennen ihn schon aus der Ferne. Da die Jugendherberge Wangeroooge uns grandioser Weise ein Zimmer mit Ausblick spendiert hat.

Wäre schön, wenn wir Spiekeroog in 2016 bereisen könnten. Eine Einladung haben wir bereits in der Tasche. Fehlt nur noch das richtige Wetter. (Sagte die Dame, die uns einlud und verwies auf den Sommer).

Wer nicht so lange warten will, findet bei Insiderin Zypresse unterwegs alle wichtigen Infos für Spiekeroog im Winter.

12 Kommentare

  1. Es wäre vielleicht nicht so besonders anders für Dich, liebe Carmen. Wir haben uns auf Wangerooge oft an Dänemark erinnert gefühlt. Schönen Sonntag weiterhin, Stefanie

  2. Guten Abend aus Frankreich,
    Stefanie, das Titelfoto ist wunderschön, einfach traumhaft.
    (Die anderen Fotos sind auch toll, aber das erste hat eine ganz besondere Ausstrahlung!)

  3. Moin Stefanie,
    sehr schöner Beitrag! Bin im nächsten Jahr auf Wangerooge, nach diesem Artikel kommt umso mehr Vorfreude auf.
    Schönen Gruß
    Helmut

    • Hallo Helmut, das werden wir dann natürlich verfolgen. Bin schon gespannt, wie Du die Insel fotografierst! Liebe Grüße von Föhr (mit Blick auf Langeneß), Stefanie

  4. Hui, jetzt erst entdeckt … Danke fürs Verlinken. Und ja, Wangerooge kenne ich noch nicht, steht aber nach den tollen Fotos definitiv auf meiner Bucket List! Schöne Tage … und bei mir geht es bald wieder los: im Winter auf die Nachbarinsel 😉

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