Forscht man im Netz nach der Elbmündung spucken die Suchmaschinen zu 99,9% Ergebnisse aus, die sich mit Cuxhaven und „um zu“ beschäftigen, ganz so als würde es kein nördliches Ufer geben. Dabei war dieser Küstenabschnitt von Schleswig-Holstein mal eine echte Vorzeigegegend. Jedes Kind in Deutschland kannte den Namen der Köge. Weiterlesen
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Strand & the City: Kurztrip nach Kiel
Wenn die eine Strand sagt und der andere City, muss das keine Beziehungskrise bedeuten, denn es gibt ja Kiel. Deutschlands einzige Großstadt am Meer ist mal mindestens einen Wochenendtrip wert. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Kiel, sollte man unbedingt eine Karte zur Rate ziehen, denn das Beste an der Stadt ist die Kieler Förde, eine 17 km lange, schmale Meeresbucht, die die Grenze der ehemaligen Herzogtümer Schleswig und Holstein markiert und Kiel von allen anderen Städten unterscheidet.

Aus diesem und anderen Gründen folgten wir nur zu gern der Einladung des B&B Hotels in Kiel, das mit Spitzenlage punktet. Im Wortsinn. Denn das B&B Hotel liegt direkt an der Hörn, der Hafenspitze. Aber dazu später mehr.

Ganz links: das B&B Hotel in Kiel
Jetzt erst mal zum Zweitbesten an Kiel; dem öffentlichen Personennahverkehr, konkret der Fördefährlinie. Die Dampfer steuern regelmäßig die 12 Top-Adressen der Stadt an. Deswegen braucht man in Kiel keinen Stadtführer und keinen Blog-Beitrag à la 12 Dinge, die Du in Kiel gesehen haben musst – sondern nur ein Ticket (Einzelfahrt 4,20 o. Tagesticket 9,60).
1 Sache, die man in Kiel gemacht haben muss: Hop-on-hop-off-Tour
Egal, wo man von Bord geht: Man macht es richtig. Am „richtigsten“ wäre, sich an jeder Anlegestelle umzuschauen; mal kürzer – mal länger und dann noch einen Abstecher zum Tiessenkai in Holtenau hinzuzufügen. Aber dafür bräuchte man mindestens zwei Kurztrips; (wir brauchten sogar drei). (Und was ich noch über den Link zum Tiessenkai sagen wollte: er führt zum wunderbaren Blog Stadtnotizen.)

Warten auf den Strandexpress
Für Hamburger lohnt sich ein Ausflug sogar, wenn sie nicht Unterkunft in Kiel nehmen, sondern bloß mal für einen Sommerabend anreisen. Der Zug braucht von City zu City eine gute Stunde. Aus dem Bahnhof gestolpert, muss man nur die Straßenseite wechseln, um zum Fähranleger zu gelangen.
12 gute Dinge, die man in Kiel machen kann

Eine Auszeit nehmen

Für sich sein

Auf einem Poller sitzen

Aufs Meer schauen

Schwimmen – mitten in der City

Rauf aufs Wasser (Oder rein. Oder ran.)

Einen Drink im Strandkorb nehmen

Posen – deluxe

Paddeln – Economy

Poofen

Vollgas geben

Einen Lieblingsstrand ansteuern
Gut, ich gebe zu, einen Lieblingsstrand zu suchen, kann in Kiel eine stressige Sache sein. Mal mindestens sollte man Heikendorf, Laboe, Falckenstein und Strande in die engere Auswahl nehmen. Aber da wären ja auch noch so viele andere. Und wenn man erst mal im warmen Sand liegt, kann es leicht sein, dass auch Hamburger, die nur für einen Feierabend angereist sind, keine Lust mehr haben, nachhause zu fahren. Womit das B&B Hotel wieder ins Spiel kommt.
Unterkunft in Kiel: Das B&B
B&B Hotels sind klassische Economy-Häuser, ein Konzept, das in den 1990er Jahren von Frankreich aus über die Urlaubswelt schwappte. Dabei geht es um gute Unterkünfte in bester Lage zu günstigem Kurs. (Im sommerlichen Kiel: EZ um die 60,–, DZ 70,–, Familienzimmer 90,–) Verlassen kann man sich in allen 90 B&Bs in Deutschland auf anständige Betten, anständige Bäder, anständiges Frühstück, schallisolierte Fenster und Air-Condition.
Auf Schnickschnack wird im Wesentlichen verzichtet. Dafür sind einige Leistungen, die woanders etwas kosten, in B&B Hotels umsonst. Zum Beispiel Sky, W-Lan und Parkplätze. Super ist die Möglichkeit zum rund-um-die-Uhr-online-Check-in (und Check-out) über hotelbb.de oder die App. Was man dann eben auch super vom Strand aus erledigen kann.
In ihrer Funktionalität haben mich die Zimmer an die Kabinen auf der Stena Scandinavica erinnert. Natürlich sind die B&B-Zimmer größer. Aber es passte ganz gut zur Stimmung im Haus, denn hier übernachten Viele, bevor sie auf große Fahrt nach Göteborg oder Oslo gehen. Die Fähren sind in 5 min zu erreichen. Die Förde in 30 Sekunden. Und die ist nun mal das Beste an Kiel.

Kiel by night
Fazit: Empfehlenswert ist das B&B für diejenigen, die eine günstige Unterkunft in Kiel suchen; genau wie für Roadtripper, Kreuzfahrer, Spontane, Geschäftsreisende und alle, die auf Kurztrips das Hotel ohnehin nur zum Schlafen aufsuchen. So wie wir. Daher herzlichen Dank an das B&B Kiel für die Einladung. Wir haben Kiel mal wieder sehr genossen.
Vom Suchen und Finden der Liebe zwischen Kalifornien und Brasilien
Manchmal sind die Eckdaten perfekt, dachte ich neulich irgendwo zwischen Kalifornien und Brasilien, und doch will der Funke nicht überspringen. Es war bereits unser zweiter Versuch mit dem Schönberger Strand und wie schon beim Besuch zuvor, fühlte ich im Großen und Ganzen: GAR NICHTS. Dabei stimmte eigentlich: ALLES.

Andersherum kenne ich das auch. Man nehme nur mal Timmendorfer Strand, das Ostseebad, das in fast allen objektiven Kriterien am aller-aller-allerwenigsten meinen persönlichen Vorlieben entspricht und dem ich trotzdem tiefe Zuneigung entgegenbringe. Vielleicht ist das mit den Stränden also ähnlich wie mit den Männern (oder für Männer eben: mit den Frauen)?!

Es braucht ein bestimmtes „Irgendwas“, damit es KLICKKLACK macht. Es hat wenig mit rationalen Überlegungen zu tun. Andererseits führen irrationale Entscheidungen auch gern mal in die Irre – emotional gesehen. Ein Dilemma, das jeder kennt, der mal ein paar Jahre als Single verbracht hat. Oder einen Urlaub am falschen Strand.
Der Schönberger Strand in der Probstei
In meinen wilderen Jahren tauschte ich mich über solche Themen eine Zeitlang mit einer Therapeutin aus. Sie hieß Bärbel, was mir – aus irrationalen Gründen – eine gewisse Distanz verschaffte. Ich fand den Namen einfach nicht so richtig Therapeutinnen-mäßig. Albern von mir. Ich weiß. Und ein Zeichen dafür, dass ich mich nie wirklich auf die Sache einließ. So konnte ich auch Bärbels Beziehungsratschlag Nummer 1 sorglos in den Wind schießen, der da lautete:
Man muss auch mal anderen Männern eine Chance geben. Zum Beispiel dem Martin aus der Buchhaltung.
Ich sagte: Tja.
Und dachte: Also bitte!!!
(Womit ich nichts gegen Martins oder Buchhalter gesagt haben will. Schon gar nichts gegen Buchhalter namens Martin. Aber die meinte Bärbel ja auch gar nicht. Es war nur eine Metapher.)

Zurück nach Kalifornien und Brasilien und dem Schönberger Strand, wo objektiv gesehen alles „en beurre“ ist. Die Ostsee läuft flach auf feinen, weißen Sand zu. Das ausgedehnte Deichvorland schützt den Strand vor Verkehrslärm und fungiert als endlose Spielwiese. Beim Spaziergang auf der Deichkrone kommt sogar fast ein bisschen Nordseefeeling auf. Und jede Menge Leute, deren Geschmack ich in anderen Fragen teile, schwören auf diesen Küstenabschnitt, an dem vor beinahe 300 Jahren das gute, alte place-dropping erfunden wurde.
Kalifornien und Brasilien in 5 Minuten
Etwa dort, wo heute das Beach Hotel California steht, strandete 1735 eine amerikanische Schonerbark gleichen Namens. Ein Fischer fand die Holzplanke mit dem Schriftzug am Strand und nagelte sie an seine Hütte. Das erweckte Begehrlichkeiten bei einem Kollegen, der etwas weiter östlich fischte. Da gerade kein zweites Schiffswrack zur Hand war, pinselte er „Brasilien“ auf ein Stück Brennholz, was sich ebenso gut an einer Hüttenwand ausmachte wie echte Planken.

Im Laufe der Jahre wurden aus wenigen Hütten erst viele und dann Siedlungen. Und so können Urlauber heute ein Beweisfoto aus Kalifornien in die Welt hinausposten – fünf Minuten nachdem sie Liebesgrüße aus Brasilien verschickten. Feine Sache das.
Es war in unserem Fall nur so, dass sich bei der Anreise nach Kalifornien gewisse Erwartungen aufbauten. Nicht, dass wir glaubten, der Weg würde durch Venice Beach führen oder entlang der Copacabana. Aber es hätte auch nicht unbedingt die Feriensiedlung Holm sein müssen.

Beim Anblick des Appartementkomplexes aus der 70er-Jahre-Hölle war ich mir auf einmal sicher: Hier macht er also Urlaub. Der Martin aus der Buchhaltung. Und das war, als wäre eben noch „the girl from Ipanema“ durch die Luft gewabert und nun quietschte die Nadel abrupt über den Plattenteller und das nächste was ich hörte war: Dieter Krebs. Ich bin der Martin, ne (Falls jemand den Song noch kennt). Das Strandgefühl war dahin und kam auch nicht mehr zurück oder um´s mal mit den Sparks zu sagen: Martin, this beach ain´t big enough for both of us.

Allerdings: die breite Meerblickpiste zwischen Dünenbewuchs und Deichgrün am Schönberger Strand ist schon ziemlich prima und kilometerlang. Wir müssen mit dem Rad wiederkommen, ist mir jetzt klar. Und auf gar keinen Fall über Holm. Denn wenn ich eines – ganz ohne Bärbel – gelernt habe: Eine dritte Chance kann sich durchaus lohnen.

Eine dritte Chance kann natürlich auch genauso gut gar nichts bringen. Dann hilft nur noch der beste Beziehungsratschlag von allen. Eine Jugendfreundin vor mir erhielt ihn mal von der extrem weisen Büroreinigungskraft ihres Arbeitgebers. Er lautet: Lass zischen, gibt nen Frischen.
In diesem Sinne: Schönes Wochenende allerseits – auf dass Ihr den perfekten Strand findet (real oder gedanklich).
Als einmal alles perfekt war: Surendorf
Am 19. Juli 2017 zwischen 12.20 Uhr und 14.10 Uhr hätte ich nirgends lieber sein wollen als am Strand von Surendorf. Denn das war der Moment, als einmal alles perfekt war. (Ich formuliere es so erbsenzählerhaft, weil wir nun seit einiger Zeit die magische 10.000-Klick-Hürde (pro Monat) verlässlich überspringen und manchmal denke ich: Ganz schön viele Leute hier. Hoffentlich sind die nicht enttäuscht, falls sie mal einem unserer Tipps folgen. Denn so ein Blog kann ja nie mehr sein als eine Momentaufnahme und ist dazu noch höllisch subjektiv.)

Darum grenze ich noch weiter ein: am 19. Juli zwischen zwölf und vierzehn Uhr war für mich der Strand von Surendorf zu 100% so, wie ich mir einen Strand wünsche. Es war weder zu heiß, noch zu kalt. Nicht zu voll, nicht zu leer. Nicht zu trashig, aber auch weit entfernt von irgendwie schick.

Im Grunde hätte ich schon eine Viertelstunde zuvor wissen können, dass mich Großes erwartete. Und zwar als mich an einer etwa 10 km entfernten Tankstelle nach dem Weg zum Surendorfer Strand erkundigte.
Wo gehts denn hier nach Surendorf?
„Su-ren-dorf?“, echote die nette Dame an der Kasse, als hätte ich nach dem Weg auf den Mount Everest gefragt. „Also … ich war da schon mal … aber wie Sie da jetzt hinkommen … das kann ich Ihnen gar nicht sagen.“ Stattdessen bot sie mir an, den Weg nach Eckernförde zu erklären, was sehr freundlich war. Doch den kannte ich selbst. Er ist auch nicht schwer zu finden – weil es von der Tankstelle nur noch geradeaus geht.

Nach Surendorf war es auch nicht viel verzwickter, wie wir dann auf eigene Faust feststellten. Wir bogen an der nächsten Kreuzung rechts ab, weil die Ostsee unserem Gefühl nach dort liegen musste und folgten im Weiteren nur noch der Straße, die uns geradewegs nach Surendorf führte. Und allein wegen solcher Erfahrungen möchte ich niemals ein Navi haben.

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft mir Ähnliches in Schleswig-Holstein schon passiert ist. Und immer wenn es geschieht, landen wir an traumhaften Plätzen. Noch bin ich nicht sicher, welches Konzept dahintersteckt. Ich tendiere zu zwei Erklärungsversuchen:
- die Schleswig-Holsteiner wollen den Heuschrecken aus Hamburg einfach nicht die besten Stellen verraten (was ich total verstehen könnte). Oder
- die jeweilige Gegend ist gespickt mit phantastischen Orten, so dass Ansässige nur alle Jubeljahre mal ihre – zwar ausgetretenen aber paradiesischen – Pfade verlassen.
Die zweite Variante kommt mir im Fall von Surendorf recht plausibel vor.

Surendorf gehört zu Schwedeneck, einer weitläufig gestreuten Gemeinde, die geographisch dem Dänischen Wohld zugerechnet wird – eine Art Halbinsel zwischen Eckernförder Bucht und Kieler Förde.
Surendorf, Schwedeneck, Dänischer Wohld
Isarnho – Eisenwald – hieß diese Gegend im 3. Jahrhundert, die aufgrund „ungünstiger Lebensbedingungen“ große Siedlungslücken aufwies – was sich bis heute im Grunde durchzieht. Noch immer gibt es keine richtigen Hotels in Schwedeneck. Sondern vornehmlich Campingplätze und „Fremdenzimmer“ (wie die Schleswig-Holsteiner es charmant ausdrücken, wenn sie privat vermieten).
An der Küste wechseln sich Buchten mit bewaldeten Steilhängen ab, hört man keinen Verkehrslärm und Kurtaxe wird nur an den Hauptstränden erhoben, die in etwa so gut besucht sind wie Scharbeutz in den 1970er Jahren. Das ist genauso unglaublich wie wunderbar. Zumal es auch ganz anders hätte kommen können.

Im zweiten Weltkrieg schufteten in Surendorf noch Zwangsarbeiter in einer Torpedoversuchsanstalt. Nachdem die Anlage nutzlos geworden war, bemühten sich 1948 verschiedene Firmen um das Gelände mit dem Versprechen, 10.000 nichtmilitärische Arbeitsplätze zu schaffen.
Wenn´s mal nicht perfekt läuft: Wer weiß, wozu es gut ist?
10.000 Arbeitsplätze, das ist eine gewaltige, gewaltige Menge in einer dünn besiedelten Region. Und sicherlich war es damals fürchterlich für die Menschen, dass die britische Militärregierung blockierte. Zumal wir hier von den Hungerjahren reden. Die Anlage wurde im Zuge der Reparationen gesprengt. Die Trümmer sind bis heute geblieben.
Und so blieb Schwedeneck unzersiedelt oder von Industrie zerstört. Anstelle nichtmilitärischer Nutzung kehrte einige Jahre später die Bundeswehr zurück, um sich u.a. wieder mit Torpedotechnik zu befassen, was einigermaßen absurd ist und ich weiß natürlich, dass die Trümmer von Torpedoversuchsanstalten und Betonbrücken nicht jedermanns Geschmack entsprechen. Aber ich habe was dafür übrig. Es ist erinnert mich an den Look der Serie Lost, für die ich ebenfalls eine Menge übrig habe.

Was mich an dem Lost-Look interessiert, ist das Geheimnisvolle. Auch Küstenabschnitte, die ich noch nicht komplett kenne, haben diese Wirkung auf mich. Und ich dachte mir, die beste Art Schwedeneck wirklich kennenzulernen, sei sicher eine Wanderung von Eckernförde nach Kiel – vielleicht mit einer Übernachtung in Surendorf. Da die Touristeninformation dort direkt am Strand sitzt, erkundigte ich mich gleich mal nach den Eckdaten.

Nicht, dass man mir in der Touristeninformation eine Auskunft hätte geben können, etwa wie viele Kilometer es von Eckernförde nach Surendorf sind oder von Surendorf nach Kiel. Auch wusste niemand, wie der Wanderweg beschaffen ist, wo er genau lang führt oder ob es Gastgeber gibt, die ihre Fremdenzimmer für eine einzige Nacht vermieten. Stattdessen bekam ich nur wieder diesen Blick, als sei ich sehr, sehr seltsam und hätte Unglaubliches gefragt. Es traf ziemlich genau mein Humorzentrum. Und das war noch so ein Grund, warum am 19.07.2017 am Strand von Surendorf einmal alles perfekt war.

Wechselhaft bis veränderlich: Radtour auf dem Fördewanderweg
Der Fördewanderweg ist super für Tage, an denen man nicht sagen kann, ob die Welt untergehen wird oder die Sonne doch noch rauskommt. In beiden Fällen ist man am Ostufer der Kieler Förde fein raus. Kurze Schauer lassen sich jederzeit indoor überbrücken, bei unverhofftem Sonnenschein ist der nächste Strand nie weit und falls es mal wieder zu Unwettern kommt, nimmt man einfach die nächste Fähre zurück zum Ausgangspunkt. Der liegt an der Hafenspitze von Kiel, der Hörn.

Praktischerweise befindet sich in unmittelbarer Nähe – auf der Rückseite des Hauptbahnhofs – ein Fahrradverleih. Dann braucht Ihr nur noch die Hörnbrücke zu überqueren und Euch auf den anschließenden 30 km immer so dicht wie möglich am Wasser zu halten. Ihr könnt aber auch gleich nach der Brücke einen ersten Stopp einlegen, um am Norwegenterminal die „Skyline“ von Kiel zu bewundern – oder die alten Segelschiffe am Germaniahafen.
Auf dem Fördewanderweg sind Sidekicks die Hauptsache
Die ersten 5 km scheinen nicht so wahnsinnig spannend. Der Hafenrand ist industriell geprägt. Radfahrer müssen daher über Werftstraße und Schönberger Straße erst einmal durch Wohngebiete düsen, bis es an der alten Schwentinebrücke wieder ans Wasser geht. Spätestens hier wird klar, dass Abstecher auf dieser Tour mindestens das halbe Vergnügen sind.

Das Tor zur Schwentine
Spazieren und Wandern an der Schwentine hat in Kiel Tradition. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts strömten Ausflügler am Flussufer nach Oppendorf. Wer verstehen will, warum, kann dem Fußweg noch heute folgen, der sich „windet mit sanften Wellenlinien… überall malerisch bis zur Mündung“. Ein Spaziergang zum Ausflugslokal Oppendorfer Mühle ist nicht länger als 1,5 Std. Noch besser wäre eine Kanufahrt; ein Verleih befindet sich direkt neben der Brücke.
Der Fördewanderweg: 30 km an der Wasserkante
Nur eine kurze (ach, viel zu kurze) Promenadenfahrt weiter gelangt Ihr auf den vielleicht coolsten Campus von allen. Nicht nur weil die Fachhochschule Kiel spitzenmäßig auf einem verlotterten Werftgelände integriert wurde. Sondern auch weil Künstler von Anfang an zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes eingeladen waren/ sind. Für Freunde der Kunst im öffentlichen Raum gibts den (kostenlos) Audioguide „CampusKulTour“.
Hinter dem Campus verlasst Ihr die Förde ein letztes Mal für einen kurzen Schlenker um das Kraftwerk. Dahinter liegt der erste Strand – Hasselfeld – und eigentlich geht der Fördewanderweg nun erst so richtig los.
- Mönkeberg
- Kitzeberg
Witzigerweise ist er nun auch richtig ausgeschildert, obwohl man ihn jetzt gar nicht mehr verlieren kann. Was man hingegen von nun an gut kann: einkehren.

Eines des ersten Strandlokale ist das Kiekut in Kitzeberg. Ein wunderbar relaxter Ort. Es folgen noch viele charmante Locations – aber diese ist unserer Meinung nach die Schönste.

Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters. Aber egal, ob man architektonisch mehr auf Jugenstilvillen, Reetdachanwesen oder kleine Kapitänshäuschen fliegt, ab Kitzeberg wird man garantiert sein Traumhaus entdecken. Unseres steht in Altheikendorf: Wem das Strandhaus Schröder bekannt vorkommt, hat es vielleicht mal als Wohnhaus einer TV-Kommissarin (Anna Maria Mühe) gesehen.

Altheikendorf
Gebaut wurde das Haus von einem Kieler Architekten namens Schröder. Leider finde ich über den Mann, der nur knapp dem KZ entging, keine Infos im Netz. Dabei ist er für Kiel nicht ganz unwichtig. Zu seinem Portfolio gehört u.a. die Jugendherberge, die sich als erste in Deutschland vom Konzept riesenhafter Schlafsäle verabschiedete. So erzählte es der sehr (sehr, sehr) nette Besitzer des Strandhauses. Er kaufte es vor einigen Jahren erst – nicht gerade im Top-Zustand – und hat es zu einem echten Diamanten poliert.

Nur ein kurzes Stück weiter findet Ihr etwas, von dem ich dachte, dass es so etwas in Schleswig-Holstein gar nicht mehr gibt. Die Seebadeanstalt von 1904.
Leider passierten wir sie eine halbe Stunde vor Öffnung, so dass wir nur ein bisschen durch Schlitze hineinspähen konnten. Aber das reichte, um die Seebadeanstalt herrlich zu finden. Geöffnet ist sie im Sommer täglich von 13.00 – 18.00 Uhr, Kinder zahlen 60 Cent Eintritt (ist das nicht süß!), Erwachsene 1,80). Mehr Bilder: Klick.
Baden am Fördewanderweg
In Möltenort versucht die Beschilderung Radfahrer von der Förde wegzulocken. Ihr solltet ihr aber auf keinen Fall folgen, sondern das Rad lieber ein kurzes Stück schieben und das Marine-Ehrenmal besichtigen, von dem ich neulich ja schon berichtet hatte. Genau wie von dem folgenden Strand in Heikendorf.
Wo am Vorabend das Leben getobt hatte, war am nächsten Mittag kein Mensch. Gar keiner. Dabei war es warm; etwa um die 25 Grad. Vermutlich sind Kieler zu verwöhnt, um bei bedecktem Himmel ins Wasser zu gehen.

Es gibt stressigere Jobs
Ich persönlich fand die Ruhe ja gerade herrlich. Und der bedeckte Himmel war mir auch ganz recht. Der Mann vom Radverleih hatte uns vor Menschenmassen gewarnt – aber davon konnte nun wirklich gar keine Rede sein. Erst ab Laboe wurde es voll. Bis dahin geht es noch durch Wald und ein Militärgebiet. Das klingt zwar nicht besonders schön, ist es aber. Nur kann diese Teilstrecke manchmal gesperrt sein, so dass ein 6 km langer Umweg nötig ist. (Ihr könnt das bei der Info-Hotline der Marine vorher checken: 04343-494 307 200).
Laboe: Gefühltes Ende des Fördewanderwegs
Bei Laboe öffnet sich die Kieler Förde weit der Ostsee. Gefühlt ist das eigentlich schon Meer. Und weil das ja nicht der einzige Vorzug von Laboe ist, ist es hier auch immer richtig voll. Uns persönlich zu voll. Mit Ausnahme der Lagune. Der Naturerlebnisraum am Ortsausgang ist ein ganz besonderer Platz, für den Ihr Euch Zeit nehmen solltet (falls Ihr auf Natur steht).

Falls Ihr nicht auf Natur steht, werden Euch die kommenden Kilometer missfallen. Denn davon gibts jetzt reichlich. In dem Fall wäre es also besser, die Sache gut sein zu lassen. Das gilt auch, wenn die Unwetterwahrscheinlichkeit im Laufe der Radtour gleichgeblieben oder sogar gestiegen ist. Laboe ist der letzte Strand am Ostufer, der von der Fördefährlinie angefahren wird; die letzte Möglichkeit also, bei Regen trocken zurückzukommen. So war das bei uns. Und daher haben wir uns erst am nächsten Tag weiter hinausgewagt. (Davon demnächst mehr).

Fazit: Von der Kieler Innenstadt bis zur kleinen Steilküste in Laboe sind es etwa 19 vergnügliche km. Der Fördewanderweg schlängelt sich noch bis zum Schönberger Strand. Wem die insg. 30 km dann noch immer zu wenig sind, kann im Grunde viele Hunderte weiterfahren. Oder er steigt einfach vorher ein – etwa in Holtenau; am anderen Fördeufer. Von dort beschreibt Kai von weites.land die gesamte Strecke sehr schön: Klick.
Strandlust wie in der Landlust: Heikendorf und Möltenort
Vorvorgestern Abend ließ ich mir an Deck des Fischbratkutters Elke in Heikendorf die Sonne ins Gesicht scheinen und blieb vollkommen lässig, als Volko aus der Kombüse kam und mit seltsamen Lächeln etwas sagte wie „also, Duuuuu hättest da unten wahrscheinlich nichts bestellt“. Normalerweise bin ich mit Essen heikel – besonders mit Fisch. Aber wenn die Sonne scheint und die Förde glitzert und nichts zu hören ist als Möwenschreie und Taue, die gegen Fahnenmasten schlagen, dann mag ich mir wegen Detailfragen keine grauen Haare wachsen lassen. Ich trage derzeit lieber den Farbton sommerverwöhntes Aschblond.

Wir waren am späten Nachmittag endlich mal wieder in Kiel angekommen und hatten maximale Lust auf Abendsonne. Daher wählten wir unter den unendlichen Kieler Möglichkeiten den Heikendorfer Ortsteil Möltenort am Ostufer der Kieler Förde. Das Seebad gehört nicht zur Landeshauptstadt, ist aber mit der Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft flugs von der City zu erreichen und bietet alles, was man für einen wunderbaren Feierabend so benötigt.

Gleich neben dem Fähranleger schmiegt sich ein kurtaxenfreier kleiner Strand an die Promenade und die Stimmung ist wunderbar relaxed. Ein bisschen wie in den späten 70er Jahren. (Das schreibe ich in Schleswig-Holstein sehr oft. Allmählich halte ich für möglich, dass ich da etwas verwechsle. Vielleicht ist das, was ich immer wieder als Zeitreise empfinde, einfach nur typisch Schleswig-Holstein?!)

Bekannt ist Möltenort vor allen Dingen wegen des U-Boot-Ehrenmals aus den 1930er Jahren; ein 5 m großer Seeadler auf 15 m hohem Sockel auf der Möltenorter Schanze direkt an der Förde.

Von der Promenade nicht einsehbar ist ein bogenförmiger Rundgang mit Bronzetafeln auf denen die Namen gefallener Marinesoldaten verewigt sind. Im 1. Weltkrieg wurden beinahe 5.000 Männer mitsamt der U-Boote ins Nirwana gebombt – im 2. exakt 30.003 (in Worten: dreißigtausendunddrei Menschen). Eine monströse Zahl, über die ich schon aus klaustrophobischen Gründen nicht nachdenken mag. Sollte man aber ab und zu mal. Sollte man.

Direkt um´s Eck liegt der Hauptbadestrand, eine perfekte kleine Bucht, die sofort verstehen lässt, warum sich in Heikendorf seit den 1920er Jahren jede Menge Künstler niederließen. Heute lässt der Strand vermutlich das Herz jeder Brigitte-Redakteurin hüpfen.

Hier ahnt man auch tatsächlich mal, dass man sich in direkter Nähe zu einer Großstadt befindet. Vom Eiswagen bis zum Kleinen Strandhaus gibt sich die Gastronomie lässig durchgestylt wie sonst nur im Magazin Landlust.

Allerdings ist auch jede Menge los. Zum Rumschlendern ist Heikendorf prima. Für´s Strandvergnügen mir persönlich zu voll. Und daher gingen wir eben über den herrlichen Uferweg zurück…

… zum herrlichen Strandweg, wo nichts frauenzeitschriftenmäßig inszeniert scheint. Schon gar nicht die Gastronomie. Und schon überhaupt gar nicht der Fischbratkutter Elke. Der ist mehr brand eins.

Allerdings: Wer auf Weltreisen am liebsten typische kleine Garküchen oder entlegene Tavernen aufsucht, ist auf der Möltenorter Elke gar nicht schlecht aufgehoben. Da muss man nur mal locals fragen. Etwa Käptn Muddi vom Blog Kiel am Nil. Oder selber ein typisches Kinderessen bestellen; wie Bratfisch.

Jedenfalls: Ich saß da auf dem Kutter sehr glücklich und zufrieden mit dem Fähranleger im Blick. Nähert sich die Fähre vom gegenüberliegenden Falckensteiner Strand, bleibt genügend Zeit, um zu zahlen und sich auf den Weg zu machen. Bis das Schiff anlegt, hat man sogar noch ein paar Minuten zum Nachdenken. Zum Beispiel darüber, wie Hans Christian Andersen wohl auf das Märchen vom hässlichen Entlein kam. Denn etwas Süßeres als Schwanenbabys kann es doch kaum geben.

Ist eben immer alles Geschmacksache. Unseren Geschmack trifft in Heikendorf übrigens der Ortsteil Kitzeberg sowas von auf den Punkt, dass wir uns kaum einkriegen konnten. Aber das haben wir erst vorgestern entdeckt. Davon dann demnächst mal mehr.
Lieblingsplatz der Kaiserin: die Prinzeninsel in Plön
Es gibt nicht viele Ausflugsziele in Schleswig-Holstein, die so super mit der Bahn zu erreichen sind, wie die Prinzeninsel in Plön. Vom Prinzenbahnhof mit der wundervollen Überdachung aus den 1890er Jahren wechselt man einfach auf den Strandweg und spaziert aus der Stadt hinaus. Wobei „Stadt“ gar nicht die richtige Begrifflichkeit scheint, denn Plön besteht nur zu 8,7% aus Landfläche – der Rest sind Seen.

16 Seen liegen auf Plöner Stadtgebiet. Allen voran der Große Plöner See, zehntgrößter See Deutschlands und größtes Binnengewässer Schleswig-Holsteins.

Warum die Promenade selbst bei maximaler Feriendichte schön entspannt bleibt, ist mir ein ewiges Rätsel – andererseits natürlich auch sehr recht. So ist sie eben die Holsteinische Schweiz. Sogar an Hochsommersonntagen. Sogar auf einem traumschönen, vom Autoverkehr abgeschirmten Spazierweg zwischen See und Schlossgebiet.
Den besten Blick aufs Schloss hat man vom Sommerpavillon im Alten Apfelgarten. Zur Zeit des dänischen Königs Christian VIII wurde er als Küchengarten genutzt. Heute werden hier alte Apfelsorten bewahrt (Baumpatenschaften können übernommen, Fallobst verspeist werden). Es war übrigens König Christian, der dem zuvor roten Schloss den schneeweißen Verputz verpasste. Dänen haben es ja gern nett im Urlaub – und Plön war offizielle Sommerresidenz.
Die Prinzeninsel
Der alte Alte Apfelgarten liegt auf einer Landzunge, gefühlt schon auf der Prinzeninsel. Doch erst wenn man eine kleine Brücke überquert, ist man wirklich drauf. Knapp 2 km lang und an einigen Stellen nicht einmal 30 m breit, streckt sich das kleine Eiland in den Großen Plöner See.

Nachdem Plön den Preußen zufiel, wurde das Schloss in eine Kadettenanstalt verwandelt. (Ein charakteristischer Unterschied zwischen Dänen und Deutschen). Kaiser Wilhelm II schickte seine Söhne zur Ausbildung und da ihm landwirtschaftliche Kenntnisse außerordentlich wichtig waren, ließ er auf der Prinzeninsel (die erst jetzt den Namen Prinzeninsel erhielt) einen Lehrbauernhof für seine Söhne einrichten.
Am kleinen Sandstrand mit DLRG und Kiosk legen heute Kanuten und Stand up Paddler gern eine Rast ein. Um die Jahrhundertwende lernten die Prinzen hier schwimmen. Die letzte deutsche Kaiserin, Auguste Viktoria, litt unter der Trennung von ihren Söhnen und besuchte sie regelmäßig.
Der Lieblingsplatz der Kaiserin
Am äußersten Inselende soll sich ihr Lieblingsplatz befunden haben. Und das glaube ich auch gern. Die kleine, grüne Triangel mit Pavillon und Ruhebänken ist vermutlich Jedermanns Lieblingsplatz.

Ich jedenfalls konnte mich kaum wieder einkriegen – so wunderbar ist der Blick auf den See und die unter Naturschutz stehenden Inseln. So scheint es auch folgerichtig, dass sich die letzte deutsche Stil-Kaiserin, Jil Sander, in etwa gegenüber niedergelassen hat.

Keine Ahnung, ob es auf der Prinzeninsel immer so idyllisch zugeht wie vergangenen Sonntag. Aber so wie wir sie erlebt haben, scheint sie mir unbedingt einen Besuch wert. Vom Bahnhof ist der Lieblingsplatz der Kaiserin exakt 3,5 km entfernt. Wen das hungrig macht: im Niedersächsischen Bauernhaus gibts gute Holsteiner Küche. Es liegt direkt am Anleger – wer zurück nicht mehr laufen mag, kann von hier den Ausflugsdampfer nehmen.
Wer den Großen Plöner See vom Wasser aus erleben will: unweit der Prinzeninsel befinden sich Verleiher von Booten, Kanus, SUP-Boards usw.; z.B. hier.
Wer lieber um den See mit dem Rad fahren möchte, kann bei Steffis 100 Lieblingsstücken einen Eindruck der 37 km langen Tour bekommen.
Wales Coast Path: Wandern mit Meerblick (Abschnitt 1)
Der Fernwanderweg Wales Coast Path bleibt 1.400 km lang konsequent am Meer. Auf acht Abschnitten unterschiedlicher Länge führt er vom äußersten Norden in den Süden des Landes. Der erste Abschnitt ist mindestens 109 km lang. Oder auch um einiges länger, da an verschiedenen Stellen Alternativrouten möglich sind. Jedenfalls eignet sich die Strecke ganz gut für einen Kurztrip nach Wales. Hier unsere – mal wieder voll subjektiven – Tipps für Abschnitt 1:
North Wales Coast & Dee Estuary
Der Wales Coast Path beginnt in Queensferry an der Mündung des River Dee, durch den die Grenze zwischen England und Wales verläuft. Anfangs ist die Gegend noch durch Industrie geprägt. Das macht die ersten Meilen nicht unbedingt gruselig – aber doch weniger schön, als die folgenden. Wer also nicht aus Prinzip jeden Zentimeter eines Wanderweges beschreiten muss, nimmt vom Flughafen (in Liverpool oder Manchester) besser gleich den Bus nach Mostyn und steigt bei KM 20 ein.

River Dee
Steigt man in Mostyn auf den Weg ein, dann ungefähr beim Geisterschiff Duke of Lancaster. Die Passagierfähre von 1956 wurde 1978 außer Dienst gestellt und sollte eigentlich in ein schwimmendes Hotel, Einkaufszentrum und Museum umgewandelt werden. Daraus ist noch nichts geworden. Innen soll sie erstaunlich gut erhalten sein, außen toben sich Street-Art-Künstler aus.
An Anreisetagen lege ich persönlich nicht gern einen Gewaltmarsch aufs Parkett. 16 km erscheinen mir ausreichend. Der erste tolle Strand ist schon nach 8 km erreicht: Talacre Beach, der nördlichste Punkt von Wales.

Auf der Stichstrasse zu den Dünen finden sich einigen Cafés und Restaurants zum Pausieren. Übernachten ist allerdings schwierig, es sei denn man hätte schwer was für Trailerparks übrig. Der Leuchtturm ist bereits seit 1844 nicht mehr in Betrieb, doch der Leuchtturmwärter wird bis heute regelmäßig gesichtet. In seiner alten Uniform steht er in dunklen Nächten auf der Galerie und blickt aufs Meer.

Point of Ayr Lighthouse
In Talacre verlässt der Weg den River Dee und führt weiter an der Irischen See. Mit ihrem Rauschen im Ohr ist das Tagesziel Prestatyn nach weiteren 8 km erreicht. Das Städtchen liegt ein wenig ins Land hinein – wo genau, das erkennt man an den knallbunten Gebäuden am Strand. Sie beherbergen (scheußliche) Gastronomiebetriebe – beinahe ausnahmslos ohne Fenster zum Meer.

Wer weiß: vielleicht interessiert einen die See nicht mehr so, wenn man 1.400 Küstenkilometer vor der Tür hat?! Mir gehts anders. Daher lobe ich die Möglichkeit, in Prestatyn mit Blick auf´s Meer zu schlafen. (Das ist hier – bei km 36 – zum ersten Mal möglich).
Tag 2 auf dem Wales Coast Path: Prestatyn to Colwyn Bay
Der zweite Tag einer Fernwanderung ist immer gut, um ein bisschen „Strecke zu machen“. Je nach Unterkunft können es heute 24 – 27 km werden. Der Weg bleibt dicht am Strand und ist einfach zu gehen. Aufgrund der Nähe zu Manchester und Liverpool urlauben hier jede Menge Engländer. Insider wissen, was das bedeutet; nämlich: Caravanparks & Amusement-Schuppen. En masse gibt´s die in Rhyl, das nach 6 km erreicht ist.
Auf der Seite ilivehere.co.uk wurde Rhyl zum „worst place to live in Wales“ gewählt. Und man muss auch wirklich feststellen, dass die besten Tage des Seebades etwas zurückliegen.

Andererseits hat das Morbide ja durchaus Charme (solange man auf der Durchreise ist). Und es sagt viel über Wales, dass der „worst place to live“ an einem Traumstrand liegt. Immer deutlicher sind am Horizont die Gipfel von Snowdonia auszumachen.

Noch schöner ist der Strand im benachbarten Kinmel Bay, einem beliebten Spot für Kitesurfer. Erhöht in den Dünen finden sich Ruhebänke und Aussichtspunkte: die Wahrscheinlichkeit Delphine und Robben zu entdecken, soll hier besonders hoch sein.

Die Gegend wird nun ländlicher – was nicht flächendeckend vor Trailern und Amusement schützt. Erst wenn felsigere Küstenabschnitte die Sandstrände ablösen, werden die Dörfer pittoresker. Zur Übernachtung eignet sich der Geburtsort von Paula Yates, Monty Python Terry Jones und Timothy Dalton: Colwyn Bay hoch über der Irischen See. Wer es beschaulicher mag, wandert noch 3 km weiter ins benachbarte Seebad Rhos-on-Sea (insg dann 27 km).
Tag 3 auf dem Wales Coast Path: schnell nach Llundudno
Wer in Rhos-on-Sea übernachtet, ist am dritten Tag klar im Vorteil, weil Ruck Zuck auf dem Little Orme, um den Morgen zu begrüßen und den ersten Blick auf Llandudno zu werfen.
- Little Orme
- Pier
- Llundudno
Schon nach 8 km ist die Pier erreicht – und weiter soll es auch nicht gehen. In Llandudno will man bleiben – und wandern. Ich habe an anderer Stelle bereits ausreichend geschwärmt.
- Great Orme
- Marine Drive
- Lighthouse
Für Wales Coast Path-Wanderer ist die Hauptsache an Llandudno die Landzunge Great Orme. Ein Rundwanderweg von 6 km Länge bietet irre Aussichten. Die Wanderung zum Visitor Centre am höchsten Punkt lohnt sich absolut und erhöht das Tagespensum um einige – nicht ganz unanstrengende – Kilometer. Die Krönung wäre eine Übernachtung im Bed & Breakfast im Leuchtturm von 1826.
Tag 4 auf dem Wales Coast Path: Conwy
Mal angenommen, man hat tatsächlich im Lighthouse übernachtet, erreicht man am vierten Tag nach knapp 14 km die Brücke nach Conwy.

Die Stadt wird dominiert von Conwy Castle, dessen Wehrmauer den alten Kern komplett umschließen. Auf der Mauer lässt sie sich umrunden. Es lohnt sich auch ein Besuch der mittelalterlichen Burg und in der Altstadt jede noch so kleine Gasse.
Ich würde es daher in Conwy gut sein lassen mit dem 1. Abschnitts des Wales Coast Path. Vielleicht in einem Pub am Hafen; gleich beim kleinsten Haus von Großbritannien.

Zwar führt der Weg noch 13 km weiter nach Llanfairfechan – doch die sind für meinen Geschmack weniger spektakulär und fast ein bisschen düster. Toll sind sie hingegen mit dem Zug – der rattert auch direkt an der Küste entlang – und bringt Euch schnell zum 2. Abschnitt. Alle Abschnitte findet Ihr hier.
Die geschenkte Zeit, Teil II: Wanderung nach Behrensdorf
Vor ziemlich genau einem Monat bin ich während des Sonnenaufgangs von Hohwacht nach Behrensdorf gewandert. Es geschah im Rahmen eines 24-Stunden-Wander-Events; darüber habe ich ja neulich schon mal berichtet. Seitdem habe ich eine ganze Menge anderer toller Sachen gesehen und erlebt. Dennoch sind die Erinnerungen an dieser Morgen ganz besonders nachdrücklich. Zum Beispiel die Erkenntnis, was man alles verpasst, wenn man schläft.
- 03.56 Uhr
- 03.58 Uhr
- 04.00 Uhr
Ich weiß, dass es Leute gibt, die an diesem Blog besonders beeindruckt, dass ich gern früh aufstehe (Hallo, Beas Arbeitskollegin 🙂) Aber so früh wie an diesem Morgen bin ich in der Regel nun auch nicht unterwegs. Ich wusste überhaupt nicht, wie lang ein Sonnenaufgang sein kann.
90 Minuten Glück: Sonnenaufgang an der Ostsee
Eine ganze Stunde wanderte ich im Zwielicht, bis sich die Sonne über den Horizont schob. Es war warm und windstill und wolkenlos. Und so unheimlich leise. So eine Stunde wünsche ich einfach jedem netten Menschen einmal.
- 4.54 Uhr
- 4.59 Uhr
- 05.04 Uhr
Mir ist schon klar, dass nicht jeder nette Mensch lachend um 04.00 Uhr aus dem Bett springt und „Hallo Tag“ ruft. Man muss es ja auch nicht immerzu tun. Aber ausnahmsweise, einmal pro Sommer oder so, ist es wirklich so toll, sich aufzuraffen. Allein das Morgenrot ist die Sache wert.
- 05.18 Uhr
- 05.23 Uhr
- 05.26 Uhr
Den Leuchtturm Neuland erreichte ich nach 1,5 Stunden. Hätte ich mir auch vorher denken können, weil die Strecke von Hohwacht nach Behrensdorf ungefähr einer Alsterrunde entspricht, also etwa 7 km lang ist.

Der klassische Rundweg führt um den Großen Binnensee zurück nach Hohwacht. Was bestimmt auch schön ist. Aber ich hatte ja die Küstenroute noch gar nicht bei Licht gesehen und so konnte ich am Meer zurücklaufen ohne auch nur einen einzigen Moment das Gefühl zu haben, dass ich den selben Weg gerade schon einmal gegangen war.
Wanderung von Behrensdorf nach Hohwacht
Der Weg von Behrensdorf nach Hohwacht hat nicht nur die Länge mit der Außenalster gemeinsam. Sondern ist auch mindestens ebenso beliebt. Will sagen: voll. Zumal ihn auch viele Radfahrer nutzen. Aber morgens vor 07.00 Uhr ist die Welt noch in Ordnung und der Strand menschenleer.
Es war übrigens super, allein unterwegs zu sein. Und das ist noch so eine Sache, die ich jedem mal wünsche. Nicht immerzu. Aber mindestens einmal pro Sommer. Weil man dann Landschaften (und sich selbst!) ganz anders erlebt.

Eine Wegbeschreibung braucht es nicht zwischen Behrensdorf und Hohwacht. Man schlendert einfach immer am Wasser entlang. Auf einem Teilstück geht es durchs Naturschutzgebiet Kronswarder und dem südlichen Ufer des Großen Binnensees. Und dass es wunderschön ist, brauche ich ja eigentlich mehr erwähnen. Nur zur Sicherheit: Der Spaziergang ist die dritte Sache, die ich für einen gelungenen Sommer empfehlen würde. Und zwar allein. Und zwar vor 07.00 Uhr.
Um 07.00 Uhr hörte ich nämlich das erste Motorboot. Damit war die Stimmung nicht unbedingt kaputt, aber eben doch ganz anders. 07.00 Uhr scheint überhaupt die Zeit zu sein, an dem viele ihren Morgenspaziergang antreten. Viele nicht im Sinne von ultraviele. Sondern eben diese kleine, eingeschworene Frühaufsteherbande, die sehr mit sich und der Welt im Reinen ist.
Als ich um 07.30 Uhr beim Yachthafen von Lippe wieder in die reale Welt eintauchte, hatte ich dermaßen viele spitzenmäßige Gedanken und Gefühle gehabt wie manchmal in einer ganzen Woche nicht. Dabei fing der Tage gerade erst an. Da war ich recht zufrieden mit mir. Zwar versuche ich immer wieder, meine Zeit intensiv zu erleben – aber ich kriege es nicht ständig hin. Aber hier hatte ich mir mal wieder Zeit geschenkt. Gutes Gefühl.

So viel Zeit muss sein: Hohwacht

Die Ostseeküste von Schleswig-Holstein ist ja eine special-interest-Urlaubsregion. Der eine schwört auf dieses Seebad, der andere auf das nächste. Und was der eine wundervoll findet, findet der andere scheußlich oder langweilig oder sonstwie blöd. Aber auf Hohwacht können sich irgendwie alle einigen. Jedenfalls habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der Hohwacht nicht mögen würde. Daher Tipp Nr. 5: Falls es diesen Sommer bei Dir aus irgendwelchen Gründen nur für einen Ostseestrand reicht – entscheide Dich für Hohwacht. Am besten mit Übernachtung.

Wenn es Nacht wird am Sehlendorfer Binnensee
In die andere Richtung kannst Du dann am zweiten Tag eine gleichermaßen tolle Wanderung zwischen Meer und Binnensee unternehmen. Dieses Mal dann vielleicht vom Sonnenuntergang in die Nacht hinein. Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Sehlendorfer Binnensee, die wir hier schon mal beschrieben haben, startet und/oder endet ebenso wie die Wanderung nach Behrensdorf an der äußerste Spitze von Alt-Hohwacht.
Dort sitzt man seit Neuestem ausgesprochen großartig im Alt-Hohwachter Fisch Gourmet und speist mit Blick aufs Meer. Und das ist dann die sechste Sache, die ich jedem netten Menschen für diesen Sommer wünsche. Die letzte für heute (damit Dir Zeit für die Umsetzung bleibt).

Und nicht vergessen: These are the days, my friend.
Roadtrippin´- 7 chillige Lieblingsplätze an der Flensburger Förde
In Schleswig-Holstein herrscht oft Jacke-an-Jacke-aus-Wetter. Gerade jetzt im Frühsommer kann es in einem Moment knallheiß sein und im nächsten friert man sich zu Tode. Das ist kein perfektes Strandwetter, aber ausgezeichnet für einen Roadtrip. Zum Beispiel auf der Alten Fördestraße am Südufer der Flensburger Förde.

Road trippin‘ with my two favorite allies Fully loaded we got snacks and supplies It’s time to leave this town, it’s time to steal away Let’s go get lost anywhere in the Flensburg Bay Let’s go get lost, let’s go get lost…
Mit bummelig 45 km ist die Alte Fördestraße nicht gerade die Route 66. Dafür befindet man sich stets in Meeresnähe. Mit den Chilli Peppers in den Boxen gerät man entlang der hügeligen, geschwungenen Küstenlinie in einen Farbrausch. Man meint, durch Grün zu tauchen, ins Blau fliegen und von Gelb geblendet werden. Je nach Jahreszeit.

Es ist ein bisschen voller geworden in der letzten Zeit, trotzdem bleibt die Flensburger Förde eine entspannte Ecke. Unsere Lieblingsplätze haben sich hier und da ein bisschen verändert. Zeit für eine Aktualisierung. Hier unsere 7 Lieblingsplätze (Sommer 2018):
1. Habernis Au
KM 0: Die kleine Steilküste von Habernis trennt die Geltinger Bucht von der Flensburger Förde. Mit einem Naturschutzgebiet im Rücken ist der kleine Naturstrand schön entspannt.
- Habernis Au
Naturstrand bedeutet, dass der Ufersaum voller Steine, Seetang und Muscheln ist. Die knacken so schön, wenn sie unter den Schuhen zerbrechen. Für mich ein echtes Ostsee-Geräusch. Im Wasser hingegen ist der Boden am südlichen Ende der Bucht ganz geriffelter Sand. Die Stelle eignet sich ganz gut für ein erstes Bad.

Wer lieber spaziert, kann der Habernisser Au durch das Moor zur Quelle folgen (etwa 6 km Rundweg) oder dies unter Apfelbäumen am Strand tun (endlos). Mindestens aber bis zum Alten Anleger von Neukirchen – bzw. darüber hinaus, denn jenseits folgt unser zweiter Lieblingsplatz.

2. Trauplatz von Neukirchen
KM 2,5: Von Neukirchen habe ich ja neulich schon erzählt. (Klick) Ein Besuch des heimeligen Kirchhofs lohnt sich unbedingt. Bei gutem Wetter kann man auf der dänischen Halbinsel Kegnæs direkt gegenüber das Pendant der Kirche erkennen. Der gechillteste Ort Neukirchens befindet sich allerdings in Privatbesitz und ist nur aus der Ferne zu betrachten. Der sehr seltsame Leuchtturm wird bewohnt. Leider, leider nicht von mir, kann ich da nur sagen.
3. Langballigau
KM 10: In Langballigau befindet sich der einzige Fischereihafen der Flensburger Förde. Während der Ort Langballig mal zum zweitschönsten Deutschlands gewählt wurde, präsentiert sich der quirlige Hafen von Langballigau so schön schmucklos, dass man sich wie in Dänemark fühlt.
Langballigau bezeichnet sich als „das Tor zu dänischen Südsee„. Und so sind unter den Seglern auch extrem viele Dänen. Das gastronomische Angebot konzentriert sich dementsprechend auf Risted Hot-Dog u.a.. Wer nicht mit dem eigenen Segelboot anreist, kann vom Hafen mit der Feodora II in den Alesund schippern.
In den Ferien und am Wochenende kann es in Langballigau schon mal drängelig werden. Dann spaziert man einfach die Promenade hinunter zum Bistro Strandgut in Westerholz.

Westerholz
Es könnte übrigens auch dort zu voll sein. Aber das macht nichts. Der Spaziergang lohnt sich trotzdem. Genau wie ein Abstecher ins Hinterland – durch das Tal Langballiau nach Unewatt. Oder ein längerer Walk – auf und ab – Richtung Bockholmwik.
4. Bockholmwik
KM 15: Ich hatte nie besonders viel für Campingplätze übrig. In Angeln habe ich meine Meinung aber geändert. Unter anderem ist mir aufgefallen, wie fröhlich und ausgeglichen campende Kinder sind. Das geht einem richtig ans Herz, wie sie sich da in Banden herumtreiben und endlich mal in komplett erwachsenenfreien Räumen alles unter sich ausmachen können.
Auf dem Campingplatz von Bockholmwik etwa spielen die Kinder mit Antiquitäten. Niemand befürchtet, dass sie etwas zerbrechen könnten. Und wahrscheinlich machen sie es deshalb auch nicht. Die Spielscheue steht jedem offen. Auf zwei Etagen und einer ausgemusterten Kneipe im Nebengelass hört man Vogelgezwitscher und verstecktes, heimliches Kichern. Da sind die lieben Kleinen also gut aufgehoben, während ihre Eltern einen weiteren, nervtötenden Strandspaziergang antreten. Oder von der Terrasse der Gaststätte Fördeblick den grandiosen Ausblick genießen.
Aktualisierung 2018: Aus der Spielscheune ist leider eine Event-Scheune geworden. Die Skurilität ist ein bisschen dahin, das Restaurant Fördeblick gibt sich nun allerdings geschmackvoller. Und der Fördeblick ist natürlich grandios geblieben, so dass sich ein Drink auf der Aussichtsveranda nach wie vor lohnt.
Weil da oben auf der Wik nun aber alles etwas glattgebügelt wurde, empfiehlt sich ein Spaziergang hinunter zum wilden Strand. Ruhig weitergehen, wenn man den Eindruck hat, dass es nicht weitergeht: im Siegumer Wald wird der Spazierpfad wieder erkennbar – und wirklich traumhaft schön.
5. Naturschutzgebiet Holnis
KM 22: Die Halbinsel Holnis trennt die Flensburger Außenförde von der Innenförde. Hier wird einem sehr klar, dass Naturschutzgebiete nicht nur für Pflanzen und Tiere ein Segen sind. Sondern auch für Menschen.

Die offiziellen Badestrände von Holnis gelten zwar als die schönsten Stände der Flensburger Förde, sind in den Sommerferien und an heißen Wochenenden aber überfüllt. Das gilt für ganz Holnis. Also besser einen Wochentag außerhalb der Stoßzeiten wählen, um das wunderschöne Naturschutzgebiet zu erwandern.
Speziell der Fontane-Wanderweg hat es mir angetan. Wie überall an der Flensburger Förde kann man ganz easy der Ausschilderung des Fördesteigs folgen.

Apropos Fördesteig: Sollte ich den einen Lieblingsplatz an der Flensburger Förde nennen, nähme ich den Fördesteig. Der Langstreckenwanderweg von Flensburg nach Kappeln ist ein einziges Vergnügen – genau wie das
6. Strandhotel Glücksburg
KM 30: Ein Ort, an den ich immer wieder gern zurückkomme, ist Glücksburg. Am Strand von Sandvig befindet sich etwas, das in Deutschland selten ist: Ein wunderbares Hotel, dessen Gäste entspannt genug sind, um auf den Fensterbänken zu sitzen, die Beine baumeln zu lassen und Champagner zu trinken. Sich eine Nacht im Strandhotel Glücksburg zu gönnen, ist definitiv eine gute Idee.
Bevor wir im Strandhotel logierten, war ich auch interessiert an einer Übernachtung nebenan. Ich hatte die Scheußlichkeit des ehemaligen Intermar-Komplexes falsch interpretiert. Ich dachte, der Klotz wäre vollkommen verlassen und verödet. Ist es aber gar nicht, wie ich dem feinen Blogbeitrag von Kaye entnommen habe: „Eine Nacht im Intermar. 110 Betten-Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.“
Aktualisierung 2019: Inzwischen wird am ehemaligen Intermar ordentlich gewerkelt. Das Restaurant Nobus im Erdgeschoss haben wir selbst noch nicht getestet – aber schon viel Gutes darüber gehört. Das bedeutet sicher auch, Glücksburg wird bald noch etwas voller werden. Durch die Nähe zu Flensburg gilt hier genau wie auf Holnis: Hightime meiden. Die Nebensaison ist nach wie vor superduper entspannt.
7. Letzter Strand vor der Grenze: Wassersleben
Das Beste am Jacke-an-Jacke-aus-Wetter in Schleswig-Holstein ist, dass es sich manchmal sehr überraschend in totales, beständiges Strandwetter verwandelt. Dann muss man Schluss machen mit dem Roadtrippen und die Handtücher rausholen. Der Plötzlichkeit sei Dank sind dann gar nicht viele Leute um einen herum. Und dem Himmel sei Dank ist es uns so in Wassersleben gegangen.
KM 45: Wassersleben. Schockverliebt. Feiner Sandstrand. Kristallklares Wasser. Und nach Dänemark sind es nur noch ein paar Schritte. Ein Plätzchen zum Bleiben. Und falls ich mich demnächst mal entscheiden kann, welche Fotos von Wassersleben die Schönsten sind, zeige ich den Strand auch mal in Gänze. (Edit: Geschafft)

Jenseits des Strandes von Wasserslebens sind unsere Lieblingsplätze nicht mehr chillig sonder hyggelig. Das dänische Ufer der Flensburger Förde ist aber einen eigenen Beitrag wert. Bis dahin: Ahoj.































































































