90 Jahre nachdem »Schleswig-Holstein meerumschlungen« auf dem Schleswiger Sängerfest erstmals zu hören war, wurde die Geltinger Birk unter Schutz gestellt. Seitdem sind wieder 90 Jahre vergangen. Das Schleswig-Holstein Lied ist zur offiziellen Hymne avanciert und die Birk hat sich von einer massiv (aus)genutzten Halbinsel zurück in ein Naturschätzchen gewandelt. Weiterlesen
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II. Maasholm: Morgen ans Meer
Wer »Schleswig-Holstein rund« reist, idealerweise zu Fuß an einem Morgen in Kappeln auf dem Schleisteig startend, könnte mittags ein Fischbrötchen im Hafen von Maasholm verspeisen, um am Nachmittag – auf gute Art etwas erschöpft – in einen Strandkorb an der Ostsee zu sinken. Doch das ist fast zu rasant für die Gegend. Weiterlesen
»Schleswig-Holstein rund«: I. Kappeln an der Schlei
Hans Friedrich (Fiete) Müller, Stadtführer und Organist aus Kappeln-Ellenberg, schreibt auf den Seiten des örtlichen Touristikvereins:
„Kappeln rund“ heißt ein liebenswürdiger Kappelner Ausdruck für einen Stadtbummel. Man schaut sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt an, nicht zuletzt um zu sehen und gesehen zu werden.
Kühle Wilde: Weitwandern im Nationalpark Thy
Thy ist der älteste Nationalpark Dänemarks. Das klingt verwunschener als die Realität sich darstellt. Das kleine Königreich ist nämlich echt spät auf den Trichter gekommen. Erst seit 2008 steht ein Küstenstreifen von etwa 70 km Länge und ein bis zwölf Kilometer Breite unter Schutz. Auf voller Länge wird er von einem Fernwanderweg, dem Rettungsweg, erschlossen.
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Tagundnachtgleiche
Nach einem dunklen Winter (ganz wortwörtlich oder metaphorisch) ist die Nordseeküste von Dänemark mal wieder eine meiner Lieblingsadressen. Ganz besonders wenn Ostern spät fällt – so wie in diesem Jahr. Ostern nämlich ist Saisonbeginn. Doch davon liegt im Moment nur eine Ahnung in der Luft. Weiterlesen
Stilles Wasser, tiefste Stelle: der Hemmelsdofer See
Zwischen Autobahnabfahrt Ratekau und Timmendorfer Strand gehört es zum Pflichtprogramm schneller zu heizen, als die Polizei erlaubt. Wer da nicht mitmacht, nervt zwar alle anderen zu Tode, sieht es aber kurz hinter dem Ortsschild von Hemmelsdorf für den Bruchteil einer Sekunde so wunderbar leuchten. Das ist der Hemmelsdorfer See. Weiterlesen
Am Salemer See
Noch nie ist ein Mensch am Verzehr eines Fliegenpilzes gestorben, lernte ich gestern am Salemer See. Dort startet am Bootshäuschen ein rollstuhlgerechter Uferweg, was ich zuvor allerdings nicht wusste. So wie ich überhaupt nicht besonders viel über das Herzogtum Lauenburg weiß. Es bleibt mir eine entfernte Bekannte. Und zwar eine, die ich sehr mag.
Kennengelernt habe ich die Region quasi als Arbeitskollegin; gleich bei meinem ersten Reisebuch. Und mit jedem weiteren Projekt habe ich ihre Verlässlichkeit noch ein bisschen mehr zu schätzen gelernt. Fast egal, wohin man sich wendet, es beginnt stets mit aufgeräumten Reetdach-Dörfchen oder winkeligen Altstädtchen, aus denen tiptop Wanderpfade und Radwege in minutenschnelle in verschwiegene Wälder und an verträumte Seeufer leiten.

Längst ist unsere Beziehung privat geworden. Nur eben auf andere Art als mit dem Rest von Schleswig-Holstein. Alles andere hier oben bezieht sich ja auf´s Meer und ist mir damit näher. Zu Nord- und Ostsee fühle ich keinerlei Distanz. Ich gehöre da nicht nur hin; ich bin das geradezu. Im Herzogtum Lauenburg bin ich zu Besuch. Und finde es wunderschön. So war das auch gestern in Salem.
Ich hatte eigentlich erwartet, den Herbst dort zu treffen. Er war aber gar nicht zugegen. Sicher, er hat wohl schon mal vorbeigeschaut und den Bäumen eine allererste leichte Färbung verpasst. Aber im Großen und Ganzen zeigte sich der Wald bei Salem viel grüner als die schwindsüchtigen Verwandten in Hamburg. Insbesondere die vielen Birken. Womit wir wieder beim Fliegenpilz sind.

Bis gestern wusste ich über den Fliegenpilz in etwa so viel, wie meine Märchenbücher eben so hergegeben haben und dass er in den 1970er Jahren ein extrem beliebtes Kostüm zur Kindermaskerade war. Jetzt bin ich dank QR-Codes an den Infotafeln des Salemer Uferweges schlauer.
Salemer Uferweg im Naturpark Lauenburgische Seen
Fliegenpilze schützen Birken vor Krankheiten und schädlichen Umwelteinflüssen; sind also echte Glückspilze. Das wussten schon etliche Völker zu schätzen – seit Urzeiten berauschen sie sich mit Fliengenpilzen. Manche in direkter Weise. Andere nutzen den Umstand, dass selbst Rentiere ganz verrückt auf Fliegenpilze sind. Trinkt man ihren Urin, ist der Absturz nicht ganz so gräßlich.

Allerdings scheint mir in puncto Berauschen der Salemer Uferweg viel empfehlenswerter als das Verspeisen eines Fliegenpilzes. Er verläuft entlang des Salemer Sees und des Pipersees auf guten drei Kilometern barrierefrei und weiter über Stock und Stein und wenn man mag (gute Idee) weiter entlang des Phulsees zum Schaalsee. Das Beste: bis in den November hinein färbt sich der Wald nun jeden Tag bunter.

Sylt im Oktober; vielleicht wird´s ja traumhaft?
Vor einigen Tagen hörte ich einen Mann etwas Verblüffendes zu seiner Frau sagen. Das war auf einem Holzbohlenweg irgendwo zwischen Wenningstedt und Westerland; an einem Tag wie er im Grunde nicht besser sein kann auf Sylt im Oktober. Ganz Heideduft & Schäfchenwolken, Blitzesbläue & Brandungskonzert. Weiterlesen
10 Dinge, die den norddeutschen Sommer ausmachen
Es ist Sommer in Norddeutschland. Fast unbemerkt hat er sich unter Regenschleiern angeschlichen. Und wenn man nicht aufpasst, ist er vorbei, bevor man ihn richtig bemerkt hat. Also, ab nach draußen! Es gibt da 10 Dinge, die man nicht aufschieben darf. Weiterlesen
Same same but Kegnæs
Gegenüber meiner Lieblingsbank, unter einer Kastanie an der Flensburger Förde, liegt Kegnæs. Bei guter Sicht lassen sich dort drüben ein Leuchtturm und zwei gewaltige Windräder ausmachen. Dazwischen sieht man nachts manchmal (sehr selten) die Scheinwerfers eines Autos über die Insel wandern. Weiterlesen














