Ausgehen, Hamburg
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With Our Heads Up In the Clouds

Das Clouds ist Hamburgs höchstes Restaurant. Es befindet sich (an dieser Stelle werden die Frankfurter sich schieflachen) im 23. Stock der Tanzenden Türme. Für Hamburger Verhältnisse ist das hoch. Das kann man von der Rooftop Bar ganz gut erkennen.

Rooftop Bar Clouds

Heaven´s Nest

Bei der Bar im 24. Stock der Tanzenden Türme handelt es sich nicht um Hamburgs höchste Bar. Sie ist dennoch hoch genug, um sich weit, weit weg von Allem zu fühlen. Das Tor zur Welt ist nämlich traditionell niedrig gebaut. Über Jahrzehnte galt es quasi als Sakrileg, höher hinaus zu wollen, als die fünf Kirchtürme von Hamburg City. Es würde das typische Stadtpanorama zerstören. Sagte man.

Hafenblick Heavens Nest

Doch zum typischen Stadtpanorma gehören wohl längst nicht mehr für alle die Kirchtürme. (Wer schüttelt schon alle fünf Kirchennamen aus dem Ärmel?). Und Touristen verbinden mit Hamburg erst Recht in erster Linie den Hafen. Von daher habe ich nichts gegen das ein oder andere Hochhaus am Hafenrand einzuwenden.

Jedenfalls: das Heaven´s Nest ist ein schöner Ort für einen Apertif. Die Bar öffnet täglich um 17.00 Uhr; eine Stunde vor dem Restaurant. Die Getränke-Karte ist tiptop und dick wie ein Telefonbuch (falls noch jemand was mit dem Vergleich anfangen kann.)

Heavens Nest

Im Heaven´s Nest kann´s ziemlich stürmisch sein. Also Jacke nicht vergessen. Wir waren jedenfalls ganz schön durchgepustet, als wir das Restaurant betraten.

Restaurant Clouds

Laut eigener Auskunft liegt das Hauptaugenmerk im Clouds auf sehr gutem Fleisch und sehr gutem Fisch. Was wir so unterschreiben können. Das Angebot für Vegetarier und Veganer hingegen ist begrenzt.

Restaurant Clouds

Obwohl ich das Essen wirklich sehr genossen habe, tue ich mich mit einer Empfehlung schwer (weil ich die Preise doch recht heftig finde und irgendwie kein Maßstab bin: Ich esse nämlich fast alles gern. Außer Fischsuppe. Doch selbst die sah im Clouds köstlich aus).

Fischsuppe

Das Clouds ist nicht ganz billig. Bei den Vorspeisen kann man mit etwa 15 Euro aufwärts rechnen. Hauptspeisen kosten durchschnittlich 30 Euro. Wobei die Möglichkeiten nach oben unbegrenzt scheinen. (Günstiger geht´s von Montag bis Freitag beim Mittagstisch.)

Clouds Hamburg

Möchte man nach dem Essen an die Restaurant-Bar wechseln, muss man

  •  Glück haben, dass einer der zwei tollen Tische mit Ausblick noch frei ist (unwahrscheinlich) oder
  • einen der zwei tollen Tische mit Ausblick reservieren.

Um einen Tisch an der Bar zu reservieren, muss man einen Mindestumsatz von 150 Euro garantieren. (Auch wenn man im Restaurant schon ordentlich Umsatz generiert hat. Auch wenn man nur zu zweit ist.)

Bar Clouds

Einen noch besseren Ausblick hat man übrigens von der Damentoilette. Oder natürlich im Heaven´s Nest. Besonders wenn es dunkel wird. Aber – und das fand ich seltsam – da war später niemand mehr.

Haevens Nest Clouds

Aber Leute gucken wird ja eh überbewertet. Jedenfalls in Hamburg, wo die Leute seit mindestens 30 Jahren zu den immer gleichen „Damit-kann-man-nichts-falsch-machen“-Outfits greifen.

Deswegen finde ich es auch den Dress-Code auf der Seite des Clouds unnötig. O-Ton:

„Kleidung ist ein Ausdruck der Persönlichkeit. Im clouds können Sie sich von Ihrer besten Seite zeigen. Neben einem gepflegten Erscheinungsbild, begrüßen wir ein schickes Abend-Outfit. Auf zu sportliche oder legere Kleidung bitten wir zu verzichten.“

Dafür ist das Bar-Team übrigens erstaunlich sportlich und leger gekleidet. Ehrlich gesagt sogar zu sportlich und leger. (Normalerweise verschwende ich wenig Gedanken an Outfits. Aber wie es in den Wald hineinruft… usw.)

Rooftop Bar Heaven´s Nest

Ansonsten fanden wir´s im Clouds aber toll. (Da wir niemanden zu unnötigen Unkosten veranlassen wollen, sind gegenteilige Meinungen natürlich gern in den Kommentaren gesehen.)

Restaurant Clouds
Reeperbahn 1
Geöffnet täglich ab 18.00 Uhr
Reservierung in der Regel erforderlich

Tanzende Tuerme Reeperbahn

5 Kommentare

  1. Sehr schöne Fotos und danke für den interessanten Bericht, war sehr aufschlussreich (besonders zum Dresscode)! Da wollten wir auch unbedingt noch mal hin, nun können wir uns bestens vorbereiten;-).
    Übrigens, mein Lieblingssatz ist:
    Einen noch besseren Ausblick hat man übrigens von der Damentoilette.;-).

    Liebe Grüße Andrea

  2. Stefanie sagt

    Vielleicht wird es ja auch Dein Lieblingsausblick: Man kann ganz toll auf den Dom und zur Alster gucken 😉

  3. Vielen Dank für den tollen Tipp. Jetzt weiß ich endlich, was sich in diesem Gebäude befindet, das ich schon bei jedem meiner Hamburg-Aufenthalte gesehen habe!
    Und dank Deiner hilfreichen Informationen zu Dresscode und Geldbeutelinhalt werde ich mir einen Besuch dort beim nächsten Hamburg-Trip mal gönnen. Alternativ, falls ich bis dahin nicht genug Geld gespart habe, werde ich einfach nur im Heavens Nest einen Cocktail trinken und dann den Rest des Abends auf der Damentoilette verbringen, um von dort den Ausblick zu genießen. 🙂

    Herzliche Grüße,
    Nicole

  4. Stefanie sagt

    Die Damentoilette könnte sich zu einer In-Location entwickeln. Liebe Grüße, Stefanie

  5. Pingback: Zur Erholung auf St. Pauli (für Instagramer & Konsorten) -

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