Norddeutschland, Nordsee, Schleswig-Holstein
Kommentare 19

Herbst in St. Peter Ording (Ortsteil Ording)

Wiedervorgeholt, weil´s so schön war: Ein Tag am Ordinger Strand im Oktober letzten Jahres. Wir empfehlen wärmstens, sich auf die Socken zu machen, falls der Wetterbericht blauen Himmel verspricht. Dann fühlt sich St. Peter Ording nämlich wie Sommer an. Auch im Herbst. 

Drachen

 

Erstaunt stellten wir neulich fest, dass wir noch keinen einzigen Sturm erlebt haben, seit wir in die Nähe reisen. Immerhin neun Monate bloggen wir mittlerweile über Norddeutschland. Und ständig haben wir schönstes Wetter.

Nun gut, dachten wir vergangenes Wochenende, das wird sich in St. Peter Ording sicher ändern. Denn man wird ja wohl Anfang Oktober an der Nordsee einen anständigen Sturmwind erwarten dürfen. Aber als wir beim Strandkaufhaus am Ordinger Beach aus dem Auto steigen….

 

Strandkaufhaus SPO

 

… schmeißen wir als erstes unsere Jacken weg. Es ist heiß in der „größten Sandkiste Deutschlands“. Wüstenartig.

 

SPO

Volleyballnetz

Nordseetraum

In der Ferne Westerhever

Blick von Ording nach Westerhever

Weiter Blick

St. Peter Ording (Ording)

 

Eigentlich ist Ording der Surfer-, Kiter- und Partystrand von St. Peter. An diesem Donnerstag im Oktober kann man das aber nicht gerade behaupten. 12 km lang und bis zu 2 km breit – die Weite des Strandes von SPO (wie der Insider sagt) haut uns immer wieder aus den Socken. Auch dass Ording ein Autostrand ist, fällt nicht im geringsten ins Gewicht. Höchstens insoweit, dass man so nicht 2 km zum Wasser marschieren muss sondern nur einen.

 

Autostrand St. Peter

Spo

Ich hab noch einen Koffer in St. Peter.

Strandbesucher mit Koffer

Strandbesucher mit Stuhl

Strandbesucher mit Stuhl

Nicht nur wir haben uns geärgert, dass wir keine Badeklamotten dabei hatten

Freestyler

 

Also wirklich; für Sturmbeobachter war das vergangene Wochenende mal wieder nix. Doch in Norddeutschland muss man das Wetter eben nehmen, wie es ist. Außerdem waren wir auch gar nicht auf reiner Sturmbeobachtungstour sondern konnten das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden und endlich mit dem Portrait der Kleffners beginnen.

 

Verena und Timo

 

Durch ihre Nebenjobs als Pilot und Stewardess können die 2 nicht ständig in der Nähe bleiben sondern müssen so ziemlich die ganze Welt bereisen. Und so konnten sie sich auch erst jetzt in SPO schockverlieben. Dabei wohnen Verena und Timo Kleffner beinahe in der Nähe. Nur 2,5 Stunden entfernt, in Wildeshausen bei Bremen, kocht Verena in ihrem Privatrestaurant. Timo geht als Sommelier zur Hand. Über den My flying table wollten wir eigentlich schon längst mal berichtet haben. Doch man kommt ja zu nix in diesem nicht enden wollenden Sommer. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als zu genießen und zu staunen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. (Was im Prinzip auch schon einen Abend am flying table auf den Punkt bringt. Aber ich erzähle es dennoch ein anderes Mal ausführlicher.)

 

Pfahlbauten Ording

 

Pünktlich zum Shooting-Ende trudeln gegen Nachmittag doch noch ein paar mehr Urlauber ein. Gerade mal so viele, dass es angenehm gefüllt ist auf den Sonnenterrassen der Bars und Restaurants in den typischen Pfahlbauten am Ordinger Strand. Man hätte ja ein wenig mehr Action erwartet – immerhin ist morgen Feiertag und St. Peter Ording weist die höchsten Übernachtungszahlen Schleswig-Holsteins auf – aber Herrgott man will ja nicht meckern, wenn man ganz ohne Reservierung einen Platz an der Sonne ergattert.

 

spo pfahlbauten

abends ins spo

54 Grad St. Peter Ording

 

Während wir zum Dinner ins  54 Grad flanieren, fällt mir wieder der melancholische Surfer ein, den ich neulich bei meinem SUP-Anfängerkurs traf. (Davon wollte ich auch schon längst berichtet haben, aber wie gesagt, man kommt in Norddeutschland derzeit zu nix.). Er fasste die missliche Großwetterlage recht treffend (und im vorwurfsvollen Ton) zusammen: „Wir hängen seit Wochen am Strand rum und spielen Federball.“

 

Abendrot 54 Grad Nord

 

Als wäre das alles nicht herrlich genug gewesen, übernachten wir auch noch im zuckersüßen Hotel Zweite Heimat direkt am Deich. Wenn´s mal was Besonderes sein darf, eine wunderschöne Sache. Die Zimmer, die hier Stuben heißen, sind individuell gestaltet und fühlen sich wirklich wie Zuhause an.

 

Kleine Stube Zweite Heimat

Kleinste Stube

 

Nette Idee: Statt Minibar gibts in der zweiten Heimat „Gemeinschaftsküchen“ auf den Fluren – mit Kaffeeautomaten, eigener Bierzapfanlage und Getränken zu erstaunlich kleinen Preisen.

 

Pantry Zweite Heimat

 

Bei Sturm hätte man die Top-Location natürlich viel mehr genießen können. Aber man kann eben nicht alles haben auf der Welt.

 

Frauke Jensen

19 Kommentare

  1. Anita sagt

    Wunderbare hübsche Bilder, und die Beiträge sind ganz toll, der Sommer im Norden war dieses Jahr genial, unglaublich

  2. Liebe Stefanie,
    ich merke schon, wir sind Norddeutschland verbunden. 😉 SPO gehört mit zu unseren Lieblingsstränden. Dort ist es zu jeder Jahreszeit schön bzw. wir haben für jede Jahreszeit den passenden Strandabschnitt für uns gefunden.
    Sonnige Meeresgrüße,
    Claudia

  3. Stefanie sagt

    Ja, echt, St. Peter Ording ist so toll. Genau wie ganz Norddeutschland toll ist. Und am Schönsten ist Schleswig-Holstein, finde ich. Ist schon ein riesiger Luxus, immer zwei Meere in Reichweite zu haben. Liebe Grüße zurück, Stefanie

  4. Pingback: Das Wunderbare an St. Peter-Ording (Ortsteil Böhl)

  5. Mich ziehts ja meistens eher in den Süden. Nach dem Lesen dieses Posts habe ich trotz Herbst aber sofort Lust auf den Norden bekommen. Scheint sehr schön zu sein in St. Peter Ording. Danke für die Impressionen. Liebe Grüße -Sabrina-

    • Hallo Sabrina, vielen Dank für Deinen Kommentar. Mit St. Peter Ording kann man eigentlich nix falsch machen. Selbst wenn man nicht so ein Nordlicht ist. Vielleicht kommst Du ja mal?!Liebe Grüße, Stefanie

  6. Oh, so ein schöner Beitrag… ich war erst letztes Wochenende dort und bin nächstes Wochenende bin ich im Beach- Motel. SPO ist immer soooo erholsam…Seelenbalsam. Liebe Grüße Andrea

  7. Pingback: St. Peter-Ording (alle Wetter, Strände, Pfahlbauten)

  8. Pingback: Der Sommer ist vorbei: Abbaden in Böhl

  9. Heidrun Lehmann sagt

    Leute ich kann nur sagen St Peter Ording kenne ich seit über 50 Jahre, aber im Dezember war ich noch nie dort, es war genial. Weil man erwartet keine Hitze oder puren Sonnenschein, man nimmt das Wetter wie es ist. Und es war toll, der Wind das Rauschen des Meeres, usw. Ich habe niemals erwartet kurz vor Silvester so viele Menschen anzutreffen. Nun ist mein Kopf frei gepustet und ich kann mich auf 2017 einstimmen. Aber der nächste Urlaub steht schon in spo fest im März und zu Silvester 2017. In diesem Sinne guten Rutsch ins neue.

    • Hallo Heidrun, St. Peter Ording hat sich zum Alljahres-Mekka entwickelt, was? War ja früher überhaupt nicht so. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Dich gestärkt hat. Alles Gute für 2017, Stefanie

  10. Pingback: Kurtaxe in SPO oder: Was ein Sonnenuntergang kostet -

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.