Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schwansen

Wo gibt es noch einsame Straende

Großenbrode oder (wo) gibt es noch einsame Strände? Ein Überblick

Heute beginnt für Misanthropen die ultimativ schlimmste Woche des norddeutschen Sommers: alle Bundesländer haben jetzt Ferien. Auf unserem Blog landen vermehrt Leute, die einsame Strände an der Ostsee in Schleswig-Holstein suchen.

Schnecke

Gestern war das Wetter super: eine Nacht im POD im Camp Langholz

Gesten war das Wetter ja super, sagt die gut gelaunte Frau, die uns zu unserem POD im Camp Langholz führt. Das ist nicht unbedingt mein Lieblingssatz. Aber er bringt den Sommer 2017 ziemlich perfekt auf den Punkt. Nach jedem sonnigen Tag scheint einer wie heute zu folgen. Der Himmel ist bedeckt und die Luft fühlt sich schwer nach Regen an. Doch es ist immerhin warm genug für Shirt und Flip-Flops. Eigentlich sogar wärmer. Und solange ich nicht frieren muss, will ich nicht meckern. Dafür freue ich mich auch viel zu sehr auf unsere zweite Glamping-Erfahrung.   Glamping: Bauwagen, Safarizelt & POD im Camp Langholz   Bei unserem ersten Glamping-Versuch – in einem Bauwagen im wunderbaren Nirgendwo von Norgaardholz – dachte ich noch, Glamping meint nichts als glamouröses Camping in schicken bis ultra-schicken Unterkünften und einem winzigen Quäntchen Luxusverzicht, so dass man sich ganz abenteuerlich fühlen darf. Aber Glamping meint mehr. Und „richtig“ glampen kann man im Norden nur im Camp Langholz.     Wir werden heute in einem POD übernachten; quasi die Economy Class im Glamping. …

Olpenitz

Jetzt komm ich noch einmal und dann nimmermehr: Olpenitz

In Olpenitz bei Kappeln entsteht seit einiger Zeit „Deutschlands größter Ferienpark“. So hab ich das neulich gelesen. Allein das Wort Ferienpark deprimiert mich. Beim Ostsee-Resort Olpenitz (noch so ein deprimierendes Wort) kommt hinzu, dass es meinen Lieblingsstrand tangiert. Im geradezu mathematischen – aber mehr noch ideellen Sinne. Das beobachte ich nun schon eine ganze Weile, doch ich kann und kann mich nicht daran gewöhnen.     Als meine Welt und ich noch klein waren, endete sie – also die Welt, am Strand von Weidefeld. Konkret an einer Mole, die sich weit in die Ostsee hineinstreckt. Das Dahinter blieb mir Jahrzehnte verborgen. War Marinegelände. Sperrgebiet.  Nicht, dass ich Militärisches so toll fände. Doch gerade, dass man nicht weiterkonnte, setzte ein I-Tüpfelchen auf das Gefühl, sehr weit weg von allem zu sein.     Zwischen Weidefeld und der nächsten Stadt liegen zehn Kilometer herrlichster Walachei. Kappeln ist selbst nicht gerade eine Metropole.  Daher war Weidefeld immer leerer als andere Ostseestrände in Schleswig-Holstein. Nicht so zugepflastert mit Strandkörben. Keine Kurtaxe. Richtig Meer eben. Ein sehr guter Ort.   …

Norddeutschland im Maerz

Und der Frühling so: Über-rasch-ung!

Irgendwann, wenn´s gut läuft im März, kommt dieser ganz besonders wunderbare Tag. Der Tag, an dem man zum ersten Mal ohne Jacke am Strand spazieren geht. Bei mir war es vergangenen Donnerstag soweit. Ich war in Schwansen unterwegs, der Landschaft zwischen Eckernförde und Kappeln. Zur Landseite grenzt sie sich durch die Schlei ab, so dass man von einer Halbinsel sprechen kann. Der Bezeichnung Schwansen leitet sich ab vom Schwansener See ; dänisch Svansø; also Schwanensee – und das passt viel besser zu dieser kleinen Schönheit. Nachdem ich erledigt hatte, was ich zu erledigen hatte, wollte ich unbedingt an den Strand. Das war aber auch ein Wetter! Und so bog ich nach Booknis ein; wo ich noch nie zuvor gewesen war. Ganz typisch für die Gegend musste ich das Auto ein paar Hundertmeter vom Strand entfernt abstellen. Was für ein Glück! Denn Strandwege sind ja was Großartiges.     Der Frühling in Norddeutschland ist alles andere als ein sanfter, grüner Schleier, der allmählich das Herz erwärmt. Der Frühling in Norddeutschland kommt plötzlich, unerwartet, ruckartig. Er springt …

Schwanenparadies Schönhagen

Man sagt, die Dinge werden kleiner, wenn man selber größer (älter) wird. Von der Steilküste in Schönhagen kann ich das aber nicht behaupten. Wir haben da Montag einen irrwitzig schönen Spaziergang unternommen. Und alles war viel gewaltiger als in meiner Erinnerung. Schönhagen liegt in Schwansen; im Dreieck zwischen Damp, Sieseby und Olpenitz. Kurz vorm Ortseingang befindet sich rechter Hand ein kleiner Parkplatz mit Ostseeblick. (Damit ist klar: Badesachen nicht vergessen).     Vom Parkplatz führt eine Straße in das Naturschutzgebiet. Sie ist Teil des Ostseeküstenradwegs und so gut wie autofrei (höchstens dass einmal am Tag ein Trecker oder Pferdetransporter auftaucht).     Das Besondere: Man hat von Anfang an nicht nur das Meer vor Augen sondern auch den Schwansener See. Er liegt etwa 2 km vom Parkplatz entfernt.     Und das sind 2 ganz wunderbare Kilometer. Besonders jetzt. Die Natur ist gerade so dermaßen verschwenderisch (was vermutlich am ewigen Regen liegt, der uns alle so genervt hat.)     Es kommt eben auf die Perspektive an. Oder wie man hier in der Gegend sagt: …

Mole

Von Häusern, Häusern und Häusern

Regen klopft an die Fenster und erinnert mich, dass der Sommer in Schleswig-Holstein nicht ewig ist. Das hatte ich beinahe vergessen. Scheint die Sonne doch in meinem Empfinden seit mindestens Februar. Jetzt aber ist der Himmel düster. Und an der Schlei kann das alles bedeuten. Mag sein, in einer Stunde ist der Himmel wieder blau. Mag genauso gut sein, dass er sich für die nächsten vier Wochen in eine Bleiplatte verwandelt. Eins steht fest: Der Norden ist nix für allzu wetterfühlige Seelen.