Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ostsee

Wassersleben

X. Wassersleben: Grand Nothern Tours

Wassersleben. Letzter Strand vor der Grenze. Drehkreuz für alle, die sich aus eigener Kraft fortbewegen. Rund um die Bilderbuchbucht ziehen sich Spazierwege, Prädikatswege, Radwege, historische Wege und Fernwanderwege, auf denen man bis Italien laufen könnte, ganz wie die klassische Grand Tour (französisch für: große Reise) es vorsah, damals im 15. Jahrhundert, als Reisen noch dem Adel vorbehalten war. Später mischte sich das gehobene Bürgertum unter die Reisenden. Noch später folgten die Stände. Insbesondere in England war das angesagt, weshalb »Le Grand Tour« im 18. Jahrhundert zu »The Grand Tour« wurde, während in Deutschland die Cavalierstour in Mode kam. Ab 1900 schlossen sich immer breitere Schichten an und Erholungsreisen liefen der Grand Tour zunehmend den Rang ab. Daraus entwickelte sich im 20. Jahrhundert der Massentourismus. Im 21. steigerte er sich zum Übertourismus. Ein Zustand, mit dem auch Schleswig-Holstein heute zu kämpfen hat. Es ist nicht immer exakt vorauszusagen, wann, wo und warum es des Guten zuviel wird. In Wassersleben scheiden sich die Freigeister Mit Glück präsentiert sich Wassersleben gerade richtig belebt. Bei Pech hilft nur sanfter …

Maasholm

II. Maasholm: Morgen ans Meer

Wer »Schleswig-Holstein rund« reist, idealerweise zu Fuß an einem Morgen in Kappeln auf dem Schleisteig startend, könnte mittags ein Fischbrötchen im Hafen von Maasholm verspeisen, um am Nachmittag – auf gute Art etwas erschöpft – in einen Strandkorb an der Ostsee zu sinken. Doch das ist fast zu rasant für die Gegend.

Fehmarn

Sunny Side up – Fehmarn

Es hat gedauert, bis ich begriffen habe, warum derart Viele auf Fehmarn schwören.  Die einzige Ostseeinsel Schleswig-Holsteins war für mich lange eher schräg als schön (womit ich nichts gegen Schrägheit sagen will. Ganz im Gegenteil. Darum bin ich auch alle Jubeljahre mal hingedüst.)

Sehlendorf

Leichte Lockerungen

So leichtfüßig wie ich letzte Woche von Weißenhaus nach Sehlendorf spazierte, habe ich im vergangenen Jahr nicht immer gebloggt. Wozu von schönen Orten erzählen, wenn sie für so viele ja doch nicht erreichbar sind?! Mir war ein wenig der Sinn abhandengekommen. Aber wie es so oft beim Wandern ist, fand ich ihn unterwegs wieder.

Grömitz

Wintersonne

Irgendwo in Düsseldorf, auf einem Speicher vielleicht oder im hintersten Winkel eines Einbauschranks, archiviert möglicherweise ein Super-8-Film mein 5-jähriges Ich am Strand von Brodau. Mag auch sein, dass der Streifen inzwischen digitalisiert ist. Oder entsorgt. Aufgenommen jedenfalls hat ihn »die Verwandtschaft«, die über Jahrzehnte ihren Sommerurlaub bei meinen Großeltern verbrachte.

Elbe

Winterruhe

Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Manche verlassen alle paar Tage ihren Kobel, um auf Futtersuche zu gehen. Andere sind täglich ein, zwei Stunden wach. Letztes entspricht in etwa meinem aktuellen Leben. Es ist still geworden. Auch hier auf dem Blog.     Ich erlebe einfach nicht sehr viel zur Zeit. Das hat natürlich mit der Pandemie zu tun. Aber auch nicht nur. Als ich heute vor sieben Jahren meinen allerersten Blogbeitrag schrieb, gab es nicht nur etliche Regionen im Norden, von denen ich noch nie gehört hatte. Ich hatte auch eine ganz andere Beziehung zu Wetter und Klima.     Im Grunde stellte mich die Witterung hier oben höchstens mal zwischen Mai und September zufrieden. Und oft genug nicht einmal dann. Erst als ich genauer hinschaute, konnte ich mich auch für die Monate zwischen Oktober und April erwärmen. Alle haben mir etwas zu geben. Nur mit dem Februar habe ich mich nie wirklich anfreunden können.     Sicher, auch der Februar hat seine Momente. Doch noch habe ich keinen Ort im Norden gefunden, der …

Sierksdorf

Wandern mit Meerblick & Bahnanschluss – die ehemalige Vogelfluglinie

Bleibt man in Bewegung & am Strand, ist der norddeutsche Winter erträglich. So dachte ich neulich auf einer kurzen Wanderung von Sierksdorf nach Neustadt. Das war nicht an einem der zwei, drei Sonnentage zwischen Dezember und März oder in einem Jubeljahr mit Eis und Schnee. Sondern bei ganz normaler norddeutscher Winterwitterung, also nasskaltem Wetter.