Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nordfriesland

Ellenbogen Sylt

Der Himmel über dem Ellenbogen

Zu einer Syltreise gehört ein Ausflug zum Ellenbogen. Der obere Haken der Insel, den man ja zumindest der Form nach von Autoaufklebern kennt, ist der nördlichste Fleck Deutschlands. Für uns ist er auch der Schönste. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Dieses Jahr hat uns das Wetter echt umgehauen. Dass man an einem Tag vier Jahreszeiten erleben kann, wussten wir. Aber Sylt kriegt es auch im Viertelstundentakt hin. Darum der Hinweis – die Fotos sind nicht bearbeitet. Es sah wirklich genau so (unterschiedlich) aus. Um 11.00 Uhr kann sich der Tag noch immer nicht entscheiden, ob er der strahlendste oder düsterste unseres Urlaubs werden will. Also ist er einfach beides. Zur gleichen Zeit. Wir entscheiden uns, ausnahmsweise mit dem Auto zum Ellenbogen zu fahren. Das Wetter ist einfach unberechenbar heute und am Ellenbogen gibts keine Einkehrmöglichkeit. (Kleiner Exkurs: Eigentlich ist es schöner, den Ellenbogen zu Fuß zu umrunden. Die meisten Wanderführer empfehlen, in List zu starten. Aus dramaturgischen Gründen gehen wir allerdings lieber am Weststand los. Parken kann man an der Weststrandhalle, direkt beim Ellenbogenberg. Von dort hat man auch schon …

Seekuehe Blidselbucht

Spektakulär unspektakulär: Dämmerung in der Blidselbucht

Inzwischen sind wir zurück in Hamburg. Ganz schön wuselig kam´s uns anfangs vor nach der Stille von Sylt. War die Insel bei unserer Anreise am 4. Januar noch relativ gut besucht, leerte sie sich von Tag zu Tag zusehends. Am 15. Januar schließlich waren alle Bürgersteige hochgeklappt. Nun schläft die Schöne.

Kampen

Die Kronjuwelen der Königin: Das Rote Kliff

Wer einmal an einem sonnigen Tag am Roten Kliff spazieren ging, weiß, dass Sylt den leicht angestaubten Jetset-Mythos überhaupt nicht nötig hat. Nicht die Schönen und Reichen haben die Insel zur Königin der Nordsee gemacht. Selbst Marlene Dietrich und Thomas Mann sind ja hauptsächlich nach Kampen gekommen, um sich vor ihrer Schönheit zu verneigen. Schätze ich. Und wer aus anderen Gründen kommt, pardon, tut mir leid.

Orte, die man in- und auswendig kennt.

Gestern war alles wie immer, wenn wir nach Sylt fahren. Sogar unsere Dialoge haben sich mit den Jahren ritualisiert. Zum Beispiel gehe ich Volko regelmäßig ab der dänischen Grenze auf die Nerven. Weil ich minütlich in Frage stelle, dass wir die Fähre auf Rømø noch erwischen. Wir bekommen die Fähre jedes Mal. Ich atmete jedes Mal auf. Und Volko erst Recht. Jetzt beginnt der Urlaub, von dem wir im Voraus schon wissen, wie er ablaufen wird.

Strandkorb

Spätschwimmen in St. Peter-Ording (Ortsteil Bad)

Aktuell ist ordentlich was los im Norden. Alle, alle, alle Bundesländer haben jetzt Sommerferien. Und mit Abstand am liebsten urlauben die Deutschen noch immer in Deutschland. Dabei am allerallerliebsten am Meer. Wer in den kommenden Wochen ein wenig Stille zwischen Nord- und Ostsee sucht, muss sich also antizyklisch bewegen. Sich etwa bei Sonnenschein ins Landesinnere zurückziehen oder gerade bei Wind & Wolken-Wetter an den Strand gehen. Richtig prima ist es im August morgens an der Ostsee, bevor die Hamburger einfallen. Oder abends an der Nordsee, wenn die Hamburger ihre Sachen wieder einpacken. Ein Spitzenplatz dafür: St. Peter-Ording (Ortsteil Bad) ab ungefähr 17.00 Uhr.     Was uns wundert: Während man anderorts an der Nordsee, z.B. auf Sylt oder in Dänemark, den Sonnenuntergang regelrecht zelebriert, wird es in St. Peter-Ording (Bad) gegen 18.00 Uhr unheimlich leer am Strand. Dabei scheint die Sonne noch warm genug, dass es sich wie nachmittags anfühlt. Man zahlt keinen Eintritt mehr und (anders als an der Ostsee) werden die Strandkörbe auch nicht abgeschlossen. Also, man hat alles für sich und umsonst.     Nirgends sind die Tage länger als an der …