Alle Artikel mit dem Schlagwort: Malente

Kellersee

Der Zaunkönig vom Kellersee

Um die Jahrhundertwende, als die Holsteinische Schweiz schwer en vogue war, kamen die Reichen & Schönen und errichten Sommerhäuser an den Seen. Wer konnte, baute am Kellersee, denn das war der Schönste von allen. Unter ihnen war auch ein gewisser Herr Eggersdorf aus Berlin.

5SeenFahrt

Kann man mal machen, meint Frau Z.: die 5-Seen-Fahrt

Auf einem Ausflugsbewertungsportal schreibt Frau Z. aus H. über die 5-Seen-Fahrt: „Kann man machen. Die Fahrt dauert zwei Stunden, eine hätte aber gereicht, denn viel gibt es nicht zu sehen, außer: Seen, Wälder, Wasservögel, Anleger und ein paar Villen.“ Dafür verteilt Frau Z. drei von fünf möglichen Sternen. Dem gibt´s auch gar nicht viel hinzuzufügen, denn so ist sie nun mal – die Holsteinische Schweiz. Nichts als Seen…     … Wälder …     … Anleger ….     … und Villen.     Maximale Villendichte herrscht am Edebergsee in Plön. Beim Ausflugslokal Fegetasche startet die Weiße Flotte stündlich auf kleine Fahrt. Die Fegetasche hat ihren Namen einer mittelalterlichen Zollstation zu verdanken; einst wurden Reisenden am Edebergsee die Taschen ausgefegt. Die 5-Seen-Fahrt ist mit 10 Euro allerdings erschwinglich.   Um eine Sache muss ich Frau Z.´s Aufzählung doch noch ergänzen: Bootshäuser. Sie präsentieren sich beinahe ebenso unterschiedlich wie die Seen der 5-Seen-Fahrt: Edebergsee, Höftsee, Behlersee, Langensee und Dieksee. Der flachste See ist 8 m tief, der Tiefste über 40. Der Kleinste erinnert an den …

Dieser Tag ein Leben: 24 h am Dieksee

Sonntags in Malente, einem kleinen Kurort gelegen zwischen Kellersee und Dieksee. Es hat sich nichts verändert, seit unserem letzten Besuch vor zwei Jahren. Genau genommen scheint sich seit 50, 60 Jahren nichts zu verändern. Einerseits ist uns das schleierhaft. Andererseits gerade Recht. Malente wirkt ein wenig müde, aus der Zeit gefallen, einen Tick zu leer. Und eben das löst eine bestimmte Unbeschwertheit in uns aus. So als wäre die echte, die ernste Welt weit weg. Alles ist sanft. Selbst der Landregen.   11.00 Uhr: Holsteiner Schinken statt Hamburger Brunch Im Räucherofen vor Petersens Schlachterei in der Bahnhofsstraße räuchert irgendwas extrem Leckeres vor sich hin. Gut, dass wir uns heute das Frühstück geschenkt haben. Jeder Ausflug, der was auf sich hält, beginnt mit einer landestypischen Speise. In Petersens historischer Kate baumeln die berühmten Holsteiner Schinken zu Hunderten unter der Balkendecke.     Das Brot zum Schinken wird in einem historischen Ofen gebacken; beheizt mit Buchenholz. Seit 100 Jahren stehen die Petersens für Katenrauchspezialitäten und „Eingewecktem nach Oma Ernas Rezepten.“ Alles selbstgemacht, alles aus der Region, versteht …

Immenhof

Sommer auf Immenhof

Anmerkung vorab: unser Beitrag zum Immenhof hat nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel und einiges hat sich inzwischen geändert auf Gut Rothensande bei Malente. Am Ende des Artikels findest Du aktuelle Infos. Aber jetzt erst mal Klappe für eine geführte Tour über den Immenhof. Den echten. 

Dieksee

Die Geister von Malente

Das erste, was wir über Malente lesen, ist eine Immobilienanzeige am schwarzen Brett eines Bistros in Eutin: Appartement direkt am Dieksee, 2 Zimmer, 54 qm, Loggia 6 qm, 15.000,– 15.000 Euro? Wir reiben uns die gentrifizierten Augen. Aber es geht wirklich um einen Kauf und nicht um Miete. In Malente ist die Zeit stehen geblieben Malente liegt mitten im Naturpark Holsteinische Schweiz. 100 km von der Hamburger Innenstadt entfernt. Die Bahnanbindung nach Kiel und Lübeck scheint bestens. An der Ostsee ist man in 20 Minuten. Wer das zu weit findet, kann in den Dieksee springen. Der Eintritt ins Strandbad ist frei. Es liegt nur einen kurzen Fußweg durch den Buchenwald von Malentes Promenade entfernt. Dort starten auch die Ausflugsdampfer zur 5-Seen-Fahrt Richtung Plön und Eutin. Ruhig ist es an der Promenade. Ein bisschen Zauberberg-Stimmung liegt in der Luft. Malente eignet sich bestens zum Nachdenken. Über das Wesen der Langeweile sind vielfach irrige Vorstellungen verbreitet. Man glaubt im ganzen, daß Interessantheit und Neuheit des Gehaltes die Zeit vertreibe, das heißt: verkürze, während Monotonie und Leere ihren Gang beschwere und hemme. Das ist nicht …

Kellersee

Im Epizentrum der Holsteinischen Schweiz

„Die Gäste, die drei Wochen bleiben, gibts nicht mehr“, sagt Elisabeth Scheer vom Ferienhaus Uklei in Sielbeck. Damals, als ihr Urgroßvater das Logierhaus von Witwe Brasch übernahm und zu einem Hotel ausbaute, sei das noch ganz anders gewesen. 1894 war das. Die Zeit, als die Holsteinische Schweiz noch als Touristenmagnet galt. Und ihr Herz am Kellersee schlug.