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Als es noch Zäune gab: Dömitz

Die Kleinstadt Dömitz ist die südlichste Gemeinde Mecklenburg-Vorpommerns. Einer fünfeckigen Burg sei Dank tauften die Nazis die Stadt 1934 um: „Festung Dömitz“ hieß sie nun. Und eine Festung blieb die Stadt bis zum Mauerfall. Denn Dömitz liegt an dem Teilstück der Elbe, das 40 Jahre lang die deutsch-deutsche Grenze markierte.     Dömitz war bis zum zweiten Weltkrieg eine wohlhabende Stadt. Der Hafen galt als einer der wichtigsten Umschlagplätze zwischen Magdeburg und Hamburg. Die geschlossene historische Altstadt, viel Fachwerk und ein Ring aus Gründerzeitvillen erzählen von ihrer früheren Bedeutung.     Wie viele Grenzorte wurde Dömitz in der DDR-Zeit dem Verfall preisgegeben. Gleichzeitig war die Gegend besonders streng bewachtes Sperrgebiet. Konserviert, eingedost, luftdicht verschlossen. Oder vielmehr: wasserdicht. Denn das Regime tat das wohl Grausamste, was man einem Elbanwohner antun kann. Sie riegelten den Fluß ab.     Der Hafen von Dömitz liegt an der Elde, die hier in die Elbe mündet. Die Dömitzer konnten die Elbe zwar sehen. Aber sie durften nicht heran. Von der Galerie des Panorama Cafés  scheint das unfassbar. Die Elbe ist …