94 Suchergebnisse für: Und der Frühling so

Altonaer Balkon

Rundwanderung & Sightseeing zugleich: der Altonaer Balkon

Wenn Hamburger im Frühling (oder überhaupt) Besuch von auswärts erwarten, ist der Altonaer Balkon ein gutes Ziel. Denn Besucher von auswärts sagen ja immer das Gleiche. Sinngemäß: „Hamburg ist wirklich schön, aber das Wetter…“ Und da haben die Besucher natürlich Recht. Das Hamburger Wetter ist im Grunde unzumutbar. Wenn überall sonst im Land linde, laue Lüfte den Frühling einläuteten, ist es hier ehrlich gesagt noch immer ziemlich kalt.     Genau besehen, kann in Hamburg nur zufrieden existieren, wer einen Südbalkon besitzt. So einen geschützten Ort, an dem es – selbst bei niedrigen Temperaturen – wohlig warm wird. Und weil nicht jeder einen eigenen Balkon zur Sonnenseite hat, sind die Geesthänge an der Elbe eine feine Sache. Denn die funktionieren ganz genauso.

Amrum im Winter

Allein unter Insulanern: Amrum im Winter

Insel-Trilogie Teil 3; heute mal mit harten Fakten für einen Trip nach Amrum im Winter. Euren Kommentaren zu den ersten beiden Amrum-Beiträgen habe ich entnommen, dass ich längst nicht die Einzige bin, die schon ewig mal nach Amrum wollte. Und das ist zu Recht so. Die kleinste nordfriesische Insel lohnt sich maximal. Im Winter bloß eben nicht für jede/n.   Amrum im Winter – für wen ist das was?

Hafen List

12 ganz gute Ideen: in der Nähe bleiben 2017/ 2018

Seit wir in der Nähe bleiben, werden unsere Möglichkeiten seltsamerweise nie weniger sondern immer mehr. Das kann ich nach knapp 4 Jahren und genau 300 Blogbeiträgen wohl so sagen. Noch finden sich jede Menge weißer Flecken auf unserer Norddeutschland-Karte. Aber ich habe 2017 durchaus einiges kennen- oder überhaupt gelernt, woraus ich in 2018 meine Lehren ziehen möchte. Stichwort: Persönliches Wachstum usw. Die Rückschau kombiniert dieses Mal unsere Vorschau und 12 gute Vorsätze. Die funktionieren m.E. übrigens nicht nur im Norden  – sondern auch im Süden, Westen oder Osten. Natur ist ja überall super; und die Klammer lautet: Man muss raus. Mehr. Öfter. Länger. (Wenn man der Typ dafür ist.)   1) Entdecke eine Insel   Mein Januarziel lag 268 KM und eine ganze Tagesreise von Hamburg entfernt. Inseln sind eben schwer erreichbar. Man muss sie sich eroben. So auch Borkum. Der westlichste Punkt des Landes überraschte mich mit endlosen Stränden und superschöner Bäderarchitektur. So wunderbar hatte ich mir Borkum ehrlich gesagt gar nicht vorgestellt. Und so ist mir das bisher mit jeder Insel gegangen.   …

Stern

Gegessen wird um Zwölf: der Dithmarscher Gänsemarkt

Als wir zu bloggen begannen, glaubte ich noch, Ausflüge aufs Land würden generell in einem Landgasthof enden. Solche, über die man nach einem ausgedehnten Spaziergang ganz zufällig stolpert und wo einfaches, ehrliches, sauleckeres Essen serviert wird. Im besten Fall wären die Holztische mit rotkarierten Tüchern eingedeckt, dachte ich, es würde nach Rotkohl duften und ein Bullerjan-Ofen sorgte für heimelige Wärme. Aber das war – bis vergangenen Sonnabend – nur eine Phantasie.     In Wahrheit ist es nämlich so: überlässt man in Norddeutschland die Restaurantwahl dem Zufall, gerät man in der Regel in Touristenfallen und/oder pesthässliche Etablissements im 90er-Look und/ oder isst erstaunlich schlecht. Im Norden muss man einfach wissen, wo es gut ist. Besonders in Schleswig-Holstein. Und vor allem in Dithmarschen. Sonst fährt man an dem grünweißen Gebäude in Gudendorf vielleicht vorbei. Nur wenn man langsam genug ist, um die üppige, liebevolle Dekoration am Eingang der ehemaligen Eierverpackungsfabrik wahrzunehmen, erkennt man schon von Außen dass der Dithmarscher Gänsemarkt ein kleines Schmuckstück ist.   Gegessen wird um 12.00: der Dithmarscher Gänsemarkt   Wenn Hamburger um …

Badestelle Vollerwiek

Badestelle Vollerwiek und was für den November in Norddeutschland spricht

Der November in Norddeutschland ist besser als sein Ruf, dachte ich neulich, als wir jenseits des Eidersperrwerks die erste Abzweigung nahmen, um eine neue Badestelle zu entdecken. Allein dass wir – trotz Himmelsblau und Windstille und ganz kurz von St. Peter Ording – einen Umweg ins Unbekannte wagten, war schon mal bemerkenswert.     Im Sommer bin ich immer unruhig. Ich will so schnell wie möglich zum besten Strandkorb am besten Strand. Und ich checke während der Anfahrt permanent den Horizont, aus lauter Panik dort könnte eine Wolke auftauchen. Doch dafür gibt es ab sofort gar keinen Grund mehr. Mit dem November kommt die Ruhe. Sie nahm uns sofort gefangen, als wir in Vollerwiek den Deich erreichten.     Der schlechte Ruf unterscheidet den November vom März. Dabei ist der März unwirtlicher als der November. Vermutlich wirkt im Frühling das Prinzip Hoffnung. Auch bin ich ja nicht die Einzige, die uralte Vorurteile verinnerlicht hat. Die Vorstellungen gleichen kindlichen Bastelkalendern. Da wird der März mit hellen Farben, evtl. ersten, bunten Blüten visualisiert, in manchen Jahren auch …

Strandhotel

Ich hatte einen Balkon vor den Ochseninseln: Glücksburg im Herbst

Wir erreichten Glücksburg zeitgleich mit einem Wolkenbruch. Auf dem Förde-Boulevard hasteten die Leute zum nächsten Unterstand und im Strandhotel empfing uns gedämpftes Stimmengewirr. Männer in Anzügen schlängelten sich an Damen in Gummistiefeln vorbei. Hunde schüttelten sich den Regen aus dem Fell. Lobby und Restaurant waren bis auf den letzten Platz besetzt. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Schlüsselkarte erhielten und mit dem Fahrstuhl in die Stille des 3. OGs entschwebten. Auf dem Boden neben unserer Zimmertür lagen zwei zusammengeknüllte Faschingskostüme. Die Tür stand halboffen. Drinnen wurde noch allerletzte Hand angelegt. Als die Dame vom Housekeeping uns bemerkte, rief sie „ach, herrjeh“ und bat dann überschwänglich – jedoch nicht servil – um Entschuldigung. Das Hotel sei zwei Tage komplett von einer Hochzeitgesellschaft belegt gewesen. „Sie können sich gar nicht vorstellen, was hier alles los war.“     Und ich dachte: „das können Sie zweimal sagen.“ Denn wer kann sich schon vorstellen, was in diesem Haus alles los war, seit 1872 eine Gruppe von 80 Aktionären ein Curhaus mit 6 Gästezimmern am Strand von Sandwig errichten …

Neuwerk

Hamburgs stillster Stadtteil oder: Wie kommt man nach Neuwerk?

In meiner Vorstellung bin ich immer nach Neuwerk gewandert. Also, wattgewandert – von Cuxhaven über sandigen Boden – bei Sonnenschein versteht sich, mit kühlem Nordseewind im Gesicht. Aber so einfach ist das gar nicht. Das hatte ich schon letztes Jahr festgestellt, als ich mir zuerst einen Termin für den Kurztrip nach Neuwerk freischaufelte – und danach den Tidenkalender checkte, um festzustellen: jeden Monat ist die Insel für einige Tage unerwanderbar. Dieses Jahr stellte ich es schlauer an. Und wir wären auch ganz bestimmt nach Neuwerk gelaufen, hätte uns nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Regen & Kälte waren angesagt, was nicht so schön ist, weil der Wattwanderweg eben nicht über eine sandige, weite Fläche führt. Sondern durch schlickiges, schlammiges Gluckerwatt und durch Priele, in denen man schon mal bis zum Knie versinken kann. Dazu war ich zu schisserig. Und deswegen nahmen wir das Schiff.     Die Flipper braucht von Cuxhaven bis Neuwerk etwa 1,5 Stunden. Normalerweise. Bei uns war irgendwas mit dem Wetter. Zunächst bekamen wir davon nichts mit, außer dass …

Nordseekueste

Einmal im Leben: die Nordseeküste von Schleswig-Holstein

Was würden wir jemandem empfehlen, der nur einmal in seinem Leben an die Nordseeküste von Schleswig-Holstein reist? Darüber haben wir neulich in Wales nachgedacht, als wir entscheiden mussten, wofür wir unsere knappe Zeit verwenden. Reisen ist ja ein bisschen wie das Leben selbst. Alles geht nicht. Immer wieder muss man wählen. Wo biege ich ab? Was lasse ich aus? Und wofür nehme ich einen Umweg in Kauf? Fragen, die schlecht im Voraus zu beantworten sind. Nicht immer ist das, was die Mehrheit hyped, das Allerbeste. Noch seltener erweisen sich Ratschläge von anderen als perfekt für einen selbst. Nehmen wir nur mal diesen Blog. Er ist vollkommen subjektiv in jeder Hinsicht. Genau wie unsere   Top Ten an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein – ein Roadtrip   Idealerweise machst Du Dich auf den Weg, wenn Du maximal gestresst bist. Also, so richtig in der Stimmung für Wind und Wetter und Wasser und Schafe auf dem Deich.     Tag 1: Dein Roadtrip beginnt ganz im Süden Schleswig-Holsteins, da wo die Elbe in die Nordsee mündet und ein …

Kronsgaard

Kräht der Hahn auf dem Mist oder der Wetterbericht für Kronsgaard

Neulich am Strand von Kronsgaard dachte ich darüber nach, warum ich eigentlich immer wieder dem Wetterbericht glaube, obwohl ich doch weiß, dass die Trefferquote bei etwa 50% liegt. Ich meine, da kann man ins Grübeln geraten. Wieso treffe ich Entscheidungen aufgrund von Informationen, die zu gleichen Teilen stimmen könnten oder auch nicht?! Das ist doch ziemlich seltsam. Zum Beispiel neulich: Ich hatte etwas in Angeln zu erledigen, einer Region an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins. Im Internet hatte man mir Sonnenschein versprochen. Ich hatte das über Tage auf verschiedenen Wetterseiten beobachtet. Alle waren sich einig: Das Wetter wird super! Und so fuhr ich nordwärts in der festen Überzeugung, mir nach meinen Erledigungen noch einen kleinen Strandspaziergang gönnen zu können. Allerdings schien die Sonne absolut nicht, als ich Hamburg verließ. Und auch nicht, als ich Angeln erreichte. NDR Info, ein Sender der Nachrichten im Viertelstundentakt bringt, hatte mir auf der Strecke acht Mal versichert, wie großartig das Wetter sei. Dabei war es kalt und der Himmel grau. Als ich eine gute Stunde später alles erledigt hatte, wofür ich …

Huettener Berge

Wandern wie auf Wellen: die Hüttener Berge & andere seltsame Dinge

Aufgrund von Sören Espersens trumpesquen Äußerungen sind wir schnell noch mal in die Hüttener Berge gedüst. Der dänische Rechtspopulist gab neulich in einem Interview zum Besten: „Ein Dänemark bis zur Eider ist Hoffnung und Traum zugleich. Selbstverständlich.“  Espersen muss das wissen – er ist immerhin Vorsitzender des aussenpolitischen Ausschusses des Folketing. Zwar will er ausdrücklich keine Panzer rollen lassen, um das nördliche Schleswig-Holstein heim ins Kongelige Danmark zu holen. Aber sicher ist sicher. Dieser Tage passieren ja die seltsamsten Dinge. Man könnte meinen, die Welt ist verrückt geworden. Nehmen wir nur mal das Outlet Neumünster.     Das ist jetzt ein krasser Themenwechsel, ich weiß. Aber das Outlet war der eigentliche Grund, warum wir uns vergangenen Freitag trotz Hamburger Ferienbeginn die A7 angetan haben. Ich brauchte neue Wanderschuhe. So was stellt für mich eine extreme Herausforderung dar, seit ich vor ca. 10 Jahren aufgehört habe, über den Bedarf hinaus zu konsumieren. Aber nun hatte ich ja einen Bedarf. Und einen Gutschein (in Gestalt meiner Ma) für´s Outlet Neumünster.   Danes have more fun (beim Shoppen …