Alle Artikel in: Inseln

Die Kronjuwelen der Königin: Das Rote Kliff

Wer einmal an einem sonnigen Tag am Roten Kliff spazieren ging, weiß, dass Sylt den leicht angestaubten Jetset-Mythos überhaupt nicht nötig hat. Nicht die Schönen und Reichen haben die Insel zur Königin der Nordsee gemacht. Selbst Marlene Dietrich und Thomas Mann sind ja hauptsächlich nach Kampen gekommen, um sich vor ihrer Schönheit zu verneigen. Schätze ich. Und wer aus anderen Gründen kommt, pardon, tut mir leid.

Orte, die man in- und auswendig kennt.

Gestern war alles wie immer, wenn wir nach Sylt fahren. Sogar unsere Dialoge haben sich mit den Jahren ritualisiert. Zum Beispiel gehe ich Volko regelmäßig ab der dänischen Grenze auf die Nerven. Weil ich minütlich in Frage stelle, dass wir die Fähre auf Rømø noch erwischen. Wir bekommen die Fähre jedes Mal. Ich atmete jedes Mal auf. Und Volko erst Recht. Jetzt beginnt der Urlaub, von dem wir im Voraus schon wissen, wie er ablaufen wird.

Drei echte Arne Jacobsens

Vor einiger Zeit schnappte ich irgendwo auf, dass die 3 Hochhäuser am Südstrand von Fehmarn von Arne Jacobsen stammen. Sie sind Teil eines Masterplanes, mit dem Jacobsen 1965 einen öffentlichen Ideenwettbewerb gewann. Ziel war, die schönste Nehrung der Insel in ein modernes Ostsee-Heilbad zu verwandeln. Heute würden wohl die wenigsten Menschen Burgtiefe als schön oder modern bezeichnen. Was hat Jacobsen sich also dabei gedacht?  Diese Frage interessierte uns schon seit längerem.

Ernst Ludwig Kirchner

Herrn Ks Gespür für Licht: der Ernst-Ludwig-Kirchner-Weg auf Fehmarn

Von Kunst habe ich im Grunde nicht besonders viel Ahnung, genieße sie aber sehr. Ähnlich geht es mir mit Natur. Man nennt so etwas wohl einen emotionalen Zugang. Verbinden sich Kunst und Natur, ist das für mich eine große Sache. Zumal wenn auch noch einer meiner Lieblingsmaler ins Spiel kommt. Wie auf dem Ernst-Ludwig-Kirchner-Weg auf Fehmarn.   3,5 km schlängelt sich der schmale Pfad zwischen dem Leuchtturm Staberhuk und Katharinenhof; immer dicht an der Steilküste entlang.     „Ostküstenpromenade“ nennen die Insulaner diesen Abschnitt, auf dem Ernst Ludwig Kirchner besonders viele seiner Werke schuf. Einige der wichtigsten sind auf Schautafeln abgebildet, so dass man Natur + Bild miteinander vergleichen kann. Mehr Infos hält die kleine Ausstellung in der Buecherhalle von Burg bereit. Dort ist auch eine Rad- und Wanderkarte zu allen wichtigen Inselmotiven erhältlich.     Kirchner gilt als einer der wichtigsten deutschen Expressionisten und ist Mitbegründer der Brücke-Künstlergruppe. Die Sommer von 1908, 1912, 1913 und 1914 verbrachte der Künstler auf Fehmarn. Er nannte die Insel ein „irdisches Paradies, mit der wundervollen Küstenbildung, manchmal von Südseereichtum“. …

Dunkler wirds nicht: Der 22. Dezember 2014

So, Kinder, da hätten wir es also mal wieder geschafft. Der längste Nacht liegt hinter uns. Ab heute wird es täglich etwas heller. Der kürzeste Tag des Jahres machte gestern auf Fehmarn seinem Namen alle Ehre. Dunkeldüster ist es geblieben, Bindfäden hat´s geregnet und stürmisch war´s, mein lieber Herr Gesangsverein. So gesehen schien der Tag ideal, um die Leuchttürme der Insel ins Visier zu nehmen.

Puttgarden

Kennst Du Spritbutiken?

Nirgendwo in Deutschland scheint die Sonne so häufig wie auf Fehmarn. Jedenfalls habe ich das schon etliche Male gelesen und plappere es jetzt mal einfach so nach. Ich will es gern glauben, seit uns die Insel gestern einen strahlenden Empfang bereitete. Und seit ich entdeckt habe, dass auf Fehmarn auch noch eine zweite Sonne lacht: die Säufersonne. 

Where to stay auf Fischland-Darß-Zingst

Im Sommer kann ich eigentlich überall in Norddeutschland zufrieden urlauben. Mir egal, wo ich dann übernachte – Hauptsache drumrum ist irgendwie Natur. Doch wenn es jahreszeitlich dunkel wird in Norddeutschland (und wie man weiß, kann es in Norddeutschland wirklich sehr, sehr dunkel werden), hüte ich mich vor der Architektur des Grauens (Hits aus den 70ern, 80ern, 90ern und das Übelste von Heute).

Ein Spitzenspaziergang: Rundweg um den Darßer Ort

Ich bin eine große Spaziergängerin. Vor allem liebe ich Rundwege. Am meisten liebe ich Rundwege, die durch einen Urwald führen, an einem Leuchtturm vorbei, über einen unberührten Strand, an einem Windwatt entlang (durch dessen Dünen Rehe ziehen), hin zu einem Nothafen, zurück in den Wald oder an den Strand – je nach Wind und Gemütslage. So ein Rundweg ist der Rundweg an der nördlichen Spitze der Halbinsel Darß.