Alle Artikel in: Ausgehen

Und zwischen den Meeren liegt eine Mühle am See

Wir sind aufs Land gefahren. Nicht an die Ostsee oder Nordsee – wie man das ja meistens tut, wenn man zwei Meere in Reichweite hat. Sondern aufs Land. Wir sind nicht aufs Land gefahren, um zu wandern. Oder eine Radtour zu unternehmen. Oder etwas anderes Zielgerichtetes zu tun. Wir sind einfach nur aufs Land gefahren. Um auf´s Land zu fahren. Und das war herrlich. 45 km nordwestlich von St. Pauli liegt Bokel. Ein Dorf, in dem man schon nach einer Viertelstunde jeden Storch kennt. Ich meine das wörtlich. Denn die drei Störche (auf den drei nebeneinanderliegenden Wiesen) stolzierten am ersten Tag genauso durch das Gras wie auch am zweiten und am dritten.     An der einzigen Kreuzung von Bokel zeigt ein Wegweiser zum „Naherholungsgebiet“. Ich fand das irgendwie witzig. Denn man kann in einem Radius von mindestens 10 km überhaupt nichts anderes machen, als sich zu erholen. Allerdings ist es so, dass man sich im Naherholungsgebiet Bokel besonders gut erholen kann. Denn dort gibt es etwas, von dem ich dachte, dass es soetwas überhaupt …

In Niedersachsen wird zusammengegessen: Verenas Flying Table

Vor ziemlich genau 4 Jahren erhielt ich eine E-mail mit dem Entwurf eines Entwurf eines Flyerentwurfs. Ob ich mal drüber schauen könnte, fragte Verena. Und was ich so ganz grundsätzlich von ihrer Idee eines Supper Clubs hielte. Das war im April 2011. In London und Berlin vermehrten sich Underground Restaurants, Home Bistros und Guerilla Diners gerade wie Mücken nach einem Sommergewitter. Dass die Leute Lust drauf hatten, wir mir schon klar. Doch Verena wollte das Ganze nicht in einer Großstadt aufziehen – sondern mitten in Niedersachsen. Ob das Konzept auch im ländlichen Raum aufgehen würde, schien durchaus ein paar Bedenken wert.   Verena ist aber nicht der Typ für Bedenken. Nur 3 Monate später ging My Flying Table in Wildeshausen an den Start. Und bis heute ist nicht ein einziger Platz frei geblieben. Seit 4 Jahren öffnet Verena 4 mal monatlich ihr Zuhause, um für 10 Gäste zu kochen. Eine Art analoger Food-Blog könnte man sagen. Verenas Dashbord – die Küche – öffnet sich zum Wintergarten, wo die Leute an einer langen Holztafel zusammensitzen. Manchmal …

With Our Heads Up In the Clouds

Das Clouds ist Hamburgs höchstes Restaurant. Es befindet sich (an dieser Stelle werden die Frankfurter sich schieflachen) im 23. Stock der Tanzenden Türme. Für Hamburger Verhältnisse ist das hoch. Das kann man von der Rooftop Bar ganz gut erkennen. Heaven´s Nest Bei der Bar im 24. Stock der Tanzenden Türme handelt es sich nicht um Hamburgs höchste Bar. Sie ist dennoch hoch genug, um sich weit, weit weg von Allem zu fühlen. Das Tor zur Welt ist nämlich traditionell niedrig gebaut. Über Jahrzehnte galt es quasi als Sakrileg, höher hinaus zu wollen, als die fünf Kirchtürme von Hamburg City. Es würde das typische Stadtpanorama zerstören. Sagte man. Doch zum typischen Stadtpanorma gehören wohl längst nicht mehr für alle die Kirchtürme. (Wer schüttelt schon alle fünf Kirchennamen aus dem Ärmel?). Und Touristen verbinden mit Hamburg erst Recht in erster Linie den Hafen. Von daher habe ich nichts gegen das ein oder andere Hochhaus am Hafenrand einzuwenden. Jedenfalls: das Heaven´s Nest ist ein schöner Ort für einen Apertif. Die Bar öffnet täglich um 17.00 Uhr; eine Stunde …