Wer Remmidemmi liebt, braucht keine Tipps für Büsum. Denn Remmidemmi findet man in Büsum immer und überall. Im Hafen, wo die bekannte Krabbenflotte vor Anker liegt. Im sehenswerten alten Dorfkern. Am Deich mit den schnurgerade ausgerichteten Strandkörben. In der Perlebucht, einer künstlichen Badelagune. Und überall dazwischen. Von morgens bis abends. Im Sommer wie im Winter.
In Büsum sind daher richtig:
1. Alle, die es mögen, wenn ordentlich was los ist.
2. »Schleswig-Holstein-rund«-Reisende, denn da liegt es nun einmal auf dem Weg.
3. Wissbegierige, die sich ein eigenes Bild von Büsum machen möchten. Sie erreichen das bekannte Seebad bequem mit dem Zug (ein sehr seltener Glücksfall an den weitgehend von der Bahn abgehängten Küsten Schleswig-Holsteins).
Stippvisite, Tagesausflug, Kurzurlaub in Büsum
Vom Bahnsteig bis zum Brunnenplatz sind es gerade einmal 500 Meter. Weitere 500 Meter zieht sich die mit Geschäften und Gastronomie gesäumte Alleestraße an den Hauptstrand. Falls irgendeiner vor Ort nun merkt, dass er nicht für das Spektakel gemacht ist, macht das gar nichts. Einen Ort mit besseren Fluchtwegen findet man in Dithmarschen nicht, vielleicht nicht mal in ganz Schleswig-Holstein.
(119) Stippvisite: Sandwatt voraus
Anders als im Rest von Dithmarschen stapft man in Büsum bei Ebbe nicht durch Schlickwatt sondern über Mischwatt bis zum Sandwatt, d.h. auf relativ festem Grund und irre weit hinaus. Vom Land gesehen wirkt es oft, als pilgerten Massen über den Meeresboden zum Horizont. In Wahrheit geht es aber schön luftig zu.
(120) Tagesausflug: Büsumer Deichhausen
Abgesehen von Büsum geht es an Dithmarschens Grünstränden entspannt zu. Wer Ruhe sucht, findet sie also in jeder Richtung. Toll spaziert man z.B. vom Fischereihafen auf dem Ostdeich nach Büsumer Deichhausen. Die kleine Gemeinde ist das Gegenteil liegt am nördlichen Ende der Meldorfer Bucht.
(121) Kurzurlaub: Hochseefahrt
Von Büsum startet die längste Schiffstour, die Schleswig-Holstein zu bieten hat. Mit dem traditionsreichen Seebäderdampfer Funny Girl dauert es zwar eine gute Stunde länger nach Helgoland als mit dem Katamaran. Dafür geht der dreistündige Slow-Trip auf Deutschlands einzige Hochseeinsel gerade noch als bezahlbar durch.
Dies ist ein Beitrag der Serie »Schleswig-Holstein rund«, die dicht an der Waterkant um das nördlichste Bundesland führt.
Aktuell befinden wir uns an Dithmarschens Küste. Sie reicht von der Eider bis an die Elbe. Achtzig Kilometer kurz ist sie prädestiniert für ein Mikroabenteuer mit dem Rad. Unterwegs bekommt man nur sehr selten ein Auto zu Gesicht, denn man rollt meist zwischen Nordsee und Deich. Wer die Tour an der nördlichsten Badestelle im Wesselburener Koog startet, hat in Büsum etwa 15 Kilometer Deichstille hinter sich und sechzig noch ruhigere Kilometer vor der Nase.

