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XIV Föhr: Friesische Karibik

Die erste Friesenwelle rollte im 7. Jahrhundert ein, als Föhr noch keine Insel war.  Als Utlande (Außenlande) bezeichneten die Seefahrer aus dem Westen das wild zerklüftete Gebiet am »Mare Frisicum«, dem friesischen Meer. Sie bauten Deiche, machten das Land durch Entwässerung urbar, errichteten Häuser auf Warften; sorgten unterm Strich also für all das, wofür Nordfriesland heute steht. Aber auch Wikinger hinterließen Spuren auf Föhr, etwa Burgen, Kultstätten und Runensteinen. Niederlande, Norwegen, Grönland, Dänemark – Föhrs feine Mischung Architektonisch ist die Insel vom »Goldenen Zeitalter« geprägt. Walfänger brachten im 17./18. Jahrhundert erheblichen Wohlstand von ihren Grönlandfahrten nach Föhr. Im 19. Jahrhundert schließlich avancierte die Inselhauptstadt Wyk unter dänischem Einfluß zum ersten Seebad der Schleswig-Holsteinischen Westküste. Heute eignet sich keine nordfriesische Insel oder Hallig besser für einen Inselhüpfer als Föhr. Für Föhr muss man nicht mal das Wetter oder den Fährfahrplan checken. Fast stündlich und tideunabhängig startet die Fähre in Dagebüll. Und wenn man dann 50 min später ankommt, ist man schon auf Inseltempo runtergefahren.     Zur vollständigen Aklimatisierung ist Föhrs erste Reihe ein guter Platz, …

Dagebuell Badebuden

XIII. Dagebüll: Nordfriesland längs

Dagebüll, die nördlichsten Gemeinde der deutschen Nordseeküste (die man hier Westküste nennt), gibt Antworten auf alle wichtigen Fragen zur Urlaubsplanung in Nordfriesland. »Gott schuf das Meer«, sagt man in Dagebüll, »der Friese die Küste«. Und weil er praktisch veranlagt ist, der Friese, schuf er neben der Küste auch noch den Deich. Wer die Westküste Schleswig-Holsteins mit dem Auto abklappert, sieht die Nordsee daher fast nie. Wer wandert oder Rad fährt, sieht sie hingegen fast immer. Denn der Friese schuf zwischen Deich und Wattenmeer auch noch den Deichverteidigungsweg. Er zieht sich als zumeist schnurgerade Teerpiste allein in Deutschland 930 km von der deutsch-dänischen Grenze bis zur deutsch-niederländischen. Manche Gemeinden nutzen ihn als »Strand« oder Promenade. Schafe legen sich gern mitten drauf. Und für Reisende ist er einfach wunderbar für kurze Spaziergänge oder lange Touren mit dem Rad. Es darf auch gern ein e-Bike sein, denn der Wind weht einem norddeutschen Gesetz nach immer von vorn. Und gerne tüchtig.   Was man in Dagebüll erleben kann: nächstes Mal Meer   Menschen, die es immer weiter zieht, schaffen …