Alle Artikel in: Märzmomente

Fruehlingsspaziergang

Frühlingsspaziergang

Mein erster Frühlingsspaziergang in diesem Jahr fiel kurz aus. Zum einen weil ich noch am Tag zuvor (und am Tag davor und am Tag davor und am Tag davor) mit einer lästigen Erkältung auf der Nase gelegen hatte. Und zum anderen hatte ich nur einen sehr kleinen See zur Verfügung.

Flamborough

Die weißen Klippen von Flamborough Head

Einer Theorie (unter vielen) nach leitet sich der Name Flamborough vom sächsischem Begriff Flaen – für Pfeil – ab. Folgte man diesem in geradem Flug von der charakteristischen Landspitze 700 km über die Nordsee, würde man auf Helgoland treffen.

Husum

Übers Haff nun fliegt die Möwe: 3 Spaziergänge in Husum

Wenn der eine Husum sagt, zitiert der andere mit 95%iger Wahrscheinlichkeit Theodor Storms graue Stadt am Meer. Und fügt in geschätzten 70% der Fälle hinzu: soooo grau soll Husum ja gar nicht sein. Doch das kommt auf den Blickwinkel an. Wer (wie ich) zum Auftakt eines Tagesausflugs zunächst das Meer begrüßen möchte, muss durch den Außenhafen. Und bei dem handelt es sich um den hässlichsten Hafen von Schleswig-Holstein. Leider wirklich wahr. Mächtige, gewaltige, monströse, schmutziggraue Silos und andere Industrieanlagen versperren auf beiden Seiten der Husumer Au einerseits den Blick zur See, andererseits auf die kleine Stadt und drücken geradewegs aufs Gemüt.   Rund um die Dockkoogspitze: ein Dreiviertelstündchen   Viel fröhlicher wirds nicht auf dem weiteren Weg. Schnurgerade und baumlos führt die Dockkoogstraße knappe 3 km zur Dockkoogspitze. Dort liegt die Badestelle von Husum. Trist und verwaist. Wie es sich für die Nordsee gehört.     Zu Storms Zeiten war das Panorama von Husum natürlich noch nicht verschandelt. Dieses Jahr feiert die Stadt immerhin schon des Dichters 200. Geburtstag. Aber man weiß schon, wie Theodor …

Fischmarkt Hamburg

Was Du auf dem Fischmarkt über Dich selbst lernen kannst

Der Hamburger Fischmarkt ist laut Wikipedia „eine beliebte Touristenattraktion die auch heute noch eine wichtige wirtschaftliche und soziale Funktion für die ‚kleinen Leute‘ erfüllt.“ Groß bin ich ja nicht. Also war ich neulich mal wieder da. Und hab entdeckt, dass der Fischmarkt auch ein prima Ort der inneren Rexflexion kann.     Es sagt ja schon eine Menge über Dich aus, ob Du vor dem Schlafengehen auf den Fischmarkt gehst oder danach. Falls Du nämlich nicht vom Feiern kommst sondern extra früh aufgestanden bist, bist Du a) nicht mehr ganz jung oder b) dem Feiern abgeneigt oder hast c) Besuch von Außerhalb, der nicht mehr ganz jung oder dem Feiern abgeneigt ist.     Falls Du realisierst, dass die Jungs & Mädchen mit den zertanzten Schuhen um einiges frischer aussehen als Du (obwohl Du doch fast 8 Stunden geschlafen hast), bist Du: ganz und gar nicht mehr jung.     Und falls das kein Bedauern in Dir auslöst (falls Du vielmehr wahnsinnig froh bist über Deinen klaren Kopf, die bequemen Schuhe und die kuschelige Jacke), …

Early Birds & St. Bees

Tag 2 im Lake District: Der erste Morgen an einem fremden Ort, gehört für mich zu den schönsten Momenten auf Reisen. Kein vernünftiger Mensch springt so früh aus dem Bett wie ich. Darum kann ich das Neue meist ganz ungestört auf mich wirken lassen. In Bassenwaithe sieht vorm Fenster schon mal alles recht vielversprechend aus. Nix wie raus also in die Frühlingsfrische.

Kurhaus Grand Hotel Heiligendamm

Heiligendamm, die weiße Stadt am Meer

Ich bin in Schleswig-Holstein geboren und habe einen krötenartigen Instinkt entwickelt, der mich regelmäßig an die Strände meiner Kindheit und Jugend zieht. Das Unbekannte bleibt daher viel zu häufig auf der Strecke. Dazu gehörte bis heute Deutschlands 1. Seebad: Heiligendamm. Über die längste, älteste und schönste Lindenallee des Landes nähern wir uns der Stelle, an der Herzog Friedrich Franz I am 21. September 1793 das erste Badehaus Deutschlands gründete. Dazu inspiriert wurde er auf seinen Reisen nach England. Heute scheint Heiligendamm allerdings das genaue Gegenteil von beispielsweise Brighton. Denn Heiligendamm präsentiert sich uns nicht als turbulenter Badeort, nicht einmal als Dorf – sondern als ein mehr oder minder verlassenes Gesamtkunstwerk klassizistischer Bade-, Logier- und Gesellschaftshäuser an einem einsamen Strand der Mecklenburger Bucht. (Streng genommen ist Heiligendamm ein Ortsteil von Bad Doberan, aber dazu später.) Aber das ist ja gerade das Zauberhafte. Das Romantische. Hier meint man, allein auf der Welt zu sein. Und die Welt ist ein Caspar David Friedrich Gemälde.     Volko, der sich aus visuellen Gründen gern zu Äußerungen hinreissen lässt wie: „Vielleicht haben wir Glück …