Alle Artikel in: Februarfreuden

Sierksdorf

Wandern mit Meerblick & Bahnanschluss – die ehemalige Vogelfluglinie

Bleibt man in Bewegung & am Strand, ist der norddeutsche Winter erträglich. So dachte ich neulich auf einer kurzen Wanderung von Sierksdorf nach Neustadt. Das war nicht an einem der zwei, drei Sonnentage zwischen Dezember und März oder in einem Jubeljahr mit Eis und Schnee. Sondern bei ganz normaler norddeutscher Winterwitterung, also nasskaltem Wetter.

Fanoe im Winter

Was man in Sønderho im Winter nicht machen kann. Und warum das nichts macht.

Sønderho im Winter kennenlernen, heißt, Sønderho auf seine Sommerliste setzen. Nichts, was die Südspitze der dänischen Insel Fanø so beliebt macht, ist im Winter möglich. Für Minimalisten und Freunde von Einfachkeit ist die allerkälteste Zeit des Jahres jedoch perfekt, um mit Sønderho warm zu werden. Heiße Liebe nicht ausgeschlossen.

Elbe

Wie ich mich am Strand von Wittenbergen mit dem Februar anfreundete

Nie wieder werde ich den Februar vorverurteilen, dachte ich neulich am Strand von Wittenbergen. Das war 4 blitzeblaue Tage nach meinem Ausflug zum Elbstrand an der Hetlinger Schanze. Über die Kommentare zu diesem Beitrag war mir aufgefallen, dass ich meinen Lieblingselbstrand noch nie hier auf dem Blog gezeigt habe. Dabei ist er ein ganz besonders schönes Stück Hamburg.     Auf den schluchtartigen Wegen von Falkenstein hinunter zum Strand bin ich immer wieder hingerissen. Unten angekommen, fällt als erstes eine Gruppe Linden auf. Die Bäume wurden um 1900 gepflanzt und markierten die Sommerterrasse des Fährhauses Wittenbergen. Damals kamen die Hamburger in Scharen mit dem Dampfer. Es gab Badekabinen, Strandkörbe, einen Musikpavillon, Schießbuden und Karussells. Heute gibt es nur noch die Linden. Und die Leuchttürme, die ebenfalls um 1900 in Betrieb genommen wurden. Der erste steht direkt am westlichen Ende des Strandes; das Unterfeuer von Wittenbergen.     Wittenbergen gehört zu Rissen. Einem Dorf, in dem vielleicht die Gentrifizierung erfunden wurde. Es begann so um 1850, als wohlhabende Kaufleute aus der Stadt in großem Umfang Ländereien …

Seehundstation Friedrichskoog

Ausflugstipp für Wintertage: die Seehundstation Friedrichskoog

Neulich – bei sehr, sehr schlechtem Wetter – besuchten wir die Seehundstation Friedrichskoog, die einzige Stelle Schleswig-Holsteins, die zur Robbenaufzucht autorisiert ist. Friedrichskoog liegt an der Nordsee; kurz hinter der Elbmündung auf einer Halbinsel zwischen Brunsbüttel und Büsum. Also quasi am Ende der Welt.     Außerhalb der Saison präsentiert sich die Gegend so gut wie ausgestorben. 48 Einwohner pro Quadratkilometer verlaufen sich eben und besonders viele Ausflügler zieht es bei sehr, sehr schlechtem Winterwetter auch nicht in das Nordseeheilbad. So waren wir ungefähr zu zehnt, als in der Seehundstation die Fütterung der Heuler begann.     Da der Aufzuchtsbereich vom Publikumsverkehr abgetrennt ist, lässt sich die Fütterung ausschließlich von einem Seminarraum im 1. OG des Hauptgebäudes beobachten. Ich hatte das schon mal im Spätsommer erlebt. Bzw nicht erlebt. Denn damals wurden alle Fensterplätze von Kindern eingenommen und die kann man ja schlecht wegdrängeln, um selber etwas zu sehen. (Obwohl ich ich es gern getan hätte, denn was gibt es schon Niedlicheres als kleine Seehunde, bzw. Kegelrobben.)     Dieses Mal standen wir aber nun …

Schilf

Nur 28 Tage: Februar in Norddeutschland (and how to survive)

Hej, hej – es ist Februar in Norddeutschland und wir gehen in unser viertes Bloggerjahr. Dreimal haben wir Frühling, Sommer, Herbst und Winter nun kommen und gehen sehen. Haben ganz genau hingeschaut und allmählich ein Gefühl dafür entwickelt, wo es wann am schönsten ist. Ab heute werden wir monatlich ein wenig resümieren – was lohnt sich unserer Meinung im Moment unbedingt im Norden, was eher nicht so. Und schwupps haben wir eine prima Überleitung zum Februar in Norddeutschland. Denn der lohnt sich insgesamt eher nicht so.     Dieser Monat tut nichts für das Land, würde Guido Maria Kretschmer sagen. Umrahmt von gepflügten Äckern (aka nackter, brauner Erde) büßen selbst die schönsten Aussichten ihren Zauber ein. Wenn die Stiefel mit jedem Schritt schlammschwerer werden, ist das nun auch nicht gerade jedermanns Lieblingsgefühl. Genauso wenig wie eisiger Schneeregen. Oder nur Regen. Denn das ist ja das Schlimme hier oben: Die Winter sind nasskalt und sehr, sehr bleich. (Nasskalt ist es zwar auch oftmals im Januar oder März. Doch im Januar haben wir den Winter noch nicht …

Moewe auf Gasthausschild

Dreieinhalb Stunden Urlaub in Finkenwerder

Zu den (zugegeben überschaubaren) Hamburger Februarfreuden gehören zart- bis knallblaue Tage, an denen die Dampfer nach Finkenwerder ausnahmsweise mal nicht vor Ausflugsreisenden überquellen. So ist das wochentags um 10.00 Uhr, wenn alle Hamburger bereits arbeiten, während alle Gäste noch im Hotel beim Frühstück sitzen.     Von den Landungsbrücken nach Finkenwerder   Der Stadtteil Finkenwerder liegt auf der südlichen Elbseite. Rüber gehts mit den Hadag-Schiffen der Linie 62. Exakt eine halbe Stunde dauert das ab der Landungsbrücke 3. Da Hafenfähren zu den Öffis gehören, ist die Passage nur ein HVV-Ticket teuer.     Der Dampfer hält an den Stationen Fischmarkt, Dockland und Neumühlen. Hamburgbesucher können dabei schon mal einen Blick auf den weiteren Sightseeing-Verlauf werfen, denn das sind die klassischen must-sees an der Elbe.     Hamburger befassen sich spätens ab Oevelgönne mit der Frage: Wieso mache ich das eigentlich nicht häufiger?     An wundervollen Orten frage ich mich oft, wie es sich wohl anfühlt, dort zu leben. Für St. Pauli kann ich sagen: schon schön, aber natürlich auch ganz normal. Auch wer in …

Westerland

Norden ist, wo man trotzdem rausgeht: 5 Wanderungen auf Sylt

Meine diesjährigen Wanderungen auf Sylt fanden bei Schnee statt, bei Nebel, bei Kälte, bei Regen; also ausschließlich unter grauem Himmel. An 9 von 14 Tagen schien die Sonne nicht. Das ist eine richtig schlechte Quote für Sylt. Aber was will man machen. In Norddeutschland ist das Wetter nun mal so. Und zwar ziemlich oft. Um es überhaupt zu ertragen, muss man trotzdem rausgehen. Sich meinetwegen auch zwingen. Das Graue fühlt sich nämlich a) besser an, als es aussieht. Und ordnet sich b) schön geschmeidig den eigenen Gedanken unter. Nur für den Fall, dass Du mal bei schlechtem Wetter auf Sylt sitzt, hier fünf Vorschläge zum trotzdem Rausgehen und la Paloma pfeifen.   Das Alljahreswetter zwischen Kampen und Braderup (ca. 10 km)   Wer nach Norddeutschland fährt, muss wissen: Hier gibt es  keine Jahreszeiten sondern eine Art Alljahreswetter. D.h.: Temperaturen zwischen 10 und 18 Grad plus bedeckter Himmel. Das ist im Januar genauso normal wie im Juli. Das allerschlechteste Wetter hat (glaub ich) Hamburg. An den Küsten ist es gefühlt etwas besser. Das beste Wetter gibts …