Alle Artikel mit dem Schlagwort: Parks

Solange Plusgrade herrschen: Wilhelmsburger Loop

Loop ist plattdeutsch für Lauf (sagt Hamburg.de) oder englisch für Schleife (sagt der Loop selbst). Jedenfalls steht es in Lautschrift so auf den blauen Quadraten geschrieben, die den Freizeitkurs markieren. Wir loopten vergangenen Sonntag mit dem Rad und hatten durchaus Spaß. Gestartet sind wir an der S-Bahn Wilhelmsburg bzw im Inselpark, wo erstaunlich wenig los war. Wie überhaupt auf dem Loop ziemlich wenig Verkehr herrschte. Was man ja nicht für möglich halten sollte an einem knallblauen Sonntagmittag. Aber so war´s. Außer uns waren nur ein paar Skater und Jogger unterwegs.     Als (beinahe) einzige Fans der igs 2013 gucken wir im Inselpark gern und regelmäßig vorbei. Im Winter waren wir aber noch nie da. Und es war jetzt – so ganz ohne Blattwerk – witzig zu sehen, dass das Gelände viel kleiner ist, als ich glaubte. Gleichzeitig kann man sich mittlerweile vorstellen, dass der Inselpark irgendwann so schön & wichtig wird wie Planten & Blomen heute ist.     Der Loop hat einen sehr feinen Belag, auf dem es sich sicher gut im Irrsinnstempo …

Eutin

Stadtgeflüster und Landansichten: Landesgartenschau Eutin

Neulich besuchten wir die Landesgartenschau Eutin. Wir hatten meine Eltern dazu eingeladen, im Juni schon. Und seitdem nach einem Termin gesucht, der allen passte plus gutes Wetter prognostizierte. Unnötig zu sagen, dass es schwierig wurde. Es ist ja generell so, dass Ausflugsgeschenke die Gefahr in sich tragen, ewig aufgeschoben zu werden und am Ende nicht stattzufinden.     Also schraubten wir Mitte August unsere Ansprüche hinsichtlich der einzigen Variablen herunter. Dem Wetter. Wir enterten die Landesgartenschau Eutin bei grauem Himmel in der Hoffnung, die Wolkendecke würde noch aufreißen. Was sie nicht tat. Im Gegenteil. Doch sanfter Landregen passt auch irgendwie zum superromantischen Gelände. Und zum Ausgleich hatten wir ordentlich Platz für uns.     Meine Mutter, die jede Pflanze mit deutschem und lateinischen Namen kennt, begrüßte die Blumen wie alte Bekannte. (Gern auch mitten im Gespräch: Aaaah, da drüben ist Gaura Lindheimerii. Die mag ich so. Und schon hirscht sie davon). Der Rest von uns genoss eher das Zusammensein in wunderbarer Umgebung. So jedenfalls mein Eindruck.     Und ich glaube, zum Teil mag ich …

Der Pilgerweg im Hamburger Stadtpark

Vor 2 Jahren, als der Hamburger Stadtpark 100 wurde, schenkten ihm die umliegenden Kirchengemeinden einen Pilgerweg. Das Geschenk ist in erster Linie ideeller Natur, denn es wurden weder extra Wege angelegt noch die vorhandenen ausgeschildert. Materiell ist lediglich das kleine Begleitheft.     Die Broschüre liegt u.a. in den Kirchen rund um den Stadtpark aus und in der Hauptkirche St. Jacobi in der Innenstadt, denn das ist Hamburgs Pilgerkirche – mit Pilgerbüro, Pilgerkapelle und Pilgerpastor Bernd Lohse. (NDR-Zuschauer haben vielleicht schon mal was von ihm gesehen – er ist derjenige, der regelmäßig auf dem Olavsweg nach Trondheim pilgert und mit Franz Alt ein Buch übers Pilgern herausbrachte). Man bekommt das Heft auch an der 1. Station des Pilgerweges im Hamburger Stadtpark, der Trinkhalle, wo ich meine Pilgertour vorgestern begann und gleich wieder abbrach.     Der Pilgerweg führt über 22 Stationen auf 5,7 km rund um den Hamburger Stadtpark. Ist also mehr ein Pilgerwegchen, gerade richtig für zwischendurch. Einige Station sind im Winter nicht begehbar, andere nur zu gewissen (Öffnungs)-Zeiten und dann gibts es auch …

Der Moment ist das Ziel: Gartenrouten in Schleswig-Holstein

Als wir neulich aufs Land gefahren sind, war das Wetter nicht berauschend. Da man gewisse Dinge bekanntlich nicht ändern kann sondern nur die eigene Einstellung zu den Dingen, erklärten wir den Regen zum Konzept und nahmen die Sache quite british. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Regenschirm und Wachs-Jacke. (Jedenfalls ich). Der Weg zu unserem Landhotel verlief nämlich für einige Kilometer auf einer „Gartenroute zwischen den Meeren“. Und Blumengucken ist ja etwas sehr, sehr Englisches.     Die Gartenrouten zwischen den Meeren   Auf zehn regionaltypischen Routen stellt die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein die Gartenkultur zwischen Nord- und Ostsee vor. Sie tragen so nette Namen wie „Flanieren und Philosophieren in lieblicher Seenlandschaft“ oder „Aus blauer Blüte grüne Kunst.“ Die Gartenroute Nummer 4 verläuft durch den Kreis Pinneberg. 105 km lang und als Fahrradroute konzipiert erzählt sie „Von Baumschulbaronen und Pflanzenjägern“. Pinneberg ist eben nicht nur der Kreis, dessen Nummerschild nicht genannt werden darf. Sondern auch Europas größtes zusammenhängendes Baumschulgebiet. Wir hatten uns zwei Stationen ausgeguckt, die auch mit dem Auto angefahren werden können.  Die erste erreichten wir etwa 20 Minuten …

Der Herbst steht ihr gut

Zu den Sachen, die ich noch nie gemacht habe, gehörte bis Sonntag eine Radtour entlang der Elbchaussee. Wer sie nicht kennt: Es handelt sich um die ziemlich laute und hoffnungslos überfüllte Hauptverkehrsader von Altona nach Blankenese. Die Radfahrer teilen sich viel zu schmale Spazier/Radwege mit viel zu vielen Spaziergängern. Und meistens ist sowieso alles zugeparkt. Besonders an Sonntagen schieben sich Horden von Ausflüglern wie ein einziger Strom zum Elbstrand hinunter.     Es spricht also eine Menge dagegen, mit dem Fahrrad die Elbchaussee runter zu gurken. Andererseits auch eine Menge dafür. Zum Beispiel: 8,5 km Elbblick am Stück. Villen und Herrenhäuser in parkähnliche Gartenanlagen. Und nicht zu vergessen, dieses innerliche „Hach„, während man sich stromabwärts bewegt. Das Gefühl liegt irgendwo zwischen Heimweh und Fernweh. Und wer es kennt, ist – ganz unabhängig vom Geburtsort – Hamburger. Würde ich mal so sagen.     Wir wollen aber schön hanseatisch bleiben und jetzt nicht von der schönsten Chaussee der Welt sprechen. (Darüber könnte man ansatzweise mal an einem Wochenvormittag nachdenken. Wenn man das Ganze mehr für sich hat.) An einem strahlenden Novembersonntag bei 19,7 Grad muss man sich …

Friedhof Ohlsdorf

In Hamburg sagt man Tschüß: der Friedhof Ohlsdorf

Gewisse Dinge durfte niemand so unverblümt aussprechen wie Heidi Kabel. „In Ohlsdorf wohnen die Hamburger, die nicht mehr einkaufen gehen“, ist einer dieser Schnacks, die nur sie bringen konnte. Bei jedem anderen hätte es pietätlos geklungen. Genau wie die Vorstellung zunächst einmal befremdlich scheint, dass durch den Ohlsdorfer Friedhof 17 km Verkehrsstraße führen und sich 22 Bushaltestellen über das Gelände verteilt finden. Doch darüber denkt man anders, wenn man selbst einmal da war.     Der Friedhof in Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt. (Nebenbei ist er auch noch der größte Park Hamburgs). Von Anfang an war er nicht nur als Begräbnisstätte sondern auch als Erholungsraum gedacht. Angelehnt an englische Landschaftsgärten mit ihren der Natur nachgeformten Wegeführungen, Gewässerformen und Bepflanzungen ist eine romantische Parklandschaft entstanden. Die historischen Gräber, Plastiken und Mahnmale machen den Friedhof zu einem sehr lebendigen Stück Hamburger Geschichte und Kultur.   Am Haupteingang befindet sich ein kleines Musuem. Hier gibts auch die Wegbeschreibung für drei besonders schöne Themen-Spaziergänge: Prominente, Plastiken und Parklandschaft Vom Kolumbarium zur Dichterecke Nordteich und Stiller Weg Wir sind sie alle gelaufen und fanden einen beeindruckender als …

Als ich einmal echt freudig überrascht war

Hinterher will es mal wieder Keine gewesen sein. Aber irgendeine muss ja den Harz vorgeschlagen haben, als wir Anfang des Jahres eine gemeinsame Kurzreise planten. Da konnte natürlich noch kein Mensch wissen, dass in Norddeutschland der Sommer des Jahrhunderts ins Haus steht. Sonst wäre man im Juli vermutlich lieber an die Küste gefahren. Aber nun ist es mal so: Wir fahren mit 4 Frauen in den Harz. Genauer: Nach Blankenburg im Nordharz. Ich habe den Harz aus Kindertagen als ganz nett, aber ein bisschen düster abgespeichert und hege weiter keine Erwartungen. Also frage ich kurz vorher mal bei meinen Mitreisenden nach: Worauf freut Ihr Euch? Was wollt Ihr im Harz sehen oder erleben?

Springbrunnen

Fotografieren für Anfänger: Feine Fotos von Pflanzen und Blumen

Planten un Blomen ist mein Lieblingspark in Hamburg. Meine Nachbarin Rita nennt ihn konsequent IGA. Schließlich hat sie alle drei Internationalen Gartenausstellungen mitgemacht.  1953, 1963 und 1973 wurden die ehemaligen Festungsanlagen und der alte Zoo der Stadt in eine „moderne Parklandschaft“ umgestaltet. Und so kann man bei Planten un Blomen entdecken, was man in den 50er, 60er und 70er Jahren im Bereich der Gartenbaukunst so richtig schick fand. Weil ich meine nächste Nahreise ohne meinen Lieblingsfotografen antreten werde, habe ich mir heute bei Planten un Blomen Anfängertipps geben lassen.  Ich wollte es wirklich ganz, ganz, ganz einfach, weil ich leider kein Händchen für Fotos habe. Ich knipse etwas Wunderschönes – und hinterher muss ich immer dazu sagen, dass es „in echt“ viel, viel schöner aussah. Gute Fotos gelingen mir nur durch Zufall. Wem das ähnlich geht, kann ich nun folgende Ratschläge geben: Halte die Kamera gerade. Such dir einen Mittelpunkt (Du darfst den Mittelpunkt später auch wieder verlassen, also den Sucher weiter nach links oder rechts schieben. Aber finde erst einmal die Mitte.) Weniger ist mehr (Lampen oder Mülleimer oder Passanten an den Seiten machen das …