Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fehmarn

Fehmarnsundbruecke

Drüber, drunter und durch: die Brücke am Fehmarnsund

Kurz bevor es auf die Brücke über den Fehmarnsund geht, recke ich immer den Hals in alle Richtungen. Der Meeresarm besitzt eine ganz eigene Farbpalette und häufig funkelt die Ostsee hier in den erstaunlichsten Farben – selbst wenn das Wetter insgesamt gar nicht so gut ist. Besonders wunderbar wird es, wo die A1 endet und nahtlos in die B 207 übergeht. Erstaunlich viele Verkehrsteilnehmer ignorieren das Tempolimit, so dass man grundsätzlich zu schnell auf die Brücke gejagt wird. Und ist man erst mal drauf, gibt es kein Zurück. Dieses Mal nehmen wir uns daher extra Zeit. Wir biegen an der letzten Abfahrt Richtung Großenbrode ab und folgen der Alten Sundstraße nach Großenbroder Fähre. Die ungewöhnlichen Ortsbezeichnung passt zu dieser seltsamen, kleinen Zwischenwelt. Die äußerste Spitze der Halbinsel Wagrien ist an drei Seiten vom Wasser umgeben, zerschnitten von einer vierspurigen Straße. So haben beinahe alle Wege irgendwo ein Ende. Zum Beispiel am kleinen Parkplatz vor dem Sportboothafen.   Bester Fotospot für die Fehmarnsundbrücke: Großenbroder Fähre   Bis zum Bau der Brücke im Jahr 1963 war mehr …

Lolland

Mit´m Rad rüber nach Rödby: Mikroabenteuer auf Lolland

Zu einem Fehmarntrip gehört unbedingt ein Besuch bei den dänischen Nachbarn drüben auf Lolland. Ein Tagesausflug auf die viertgrößte dänische Ostseeinsel kann exakt der Definition eines Mikroabenteuers des Ober-Mikroabenteurers Alistair Humphrey entsprechen. So war es jedenfalls vorgestern bei uns; nämlich: easy, günstig, ein bisschen aufregend – und es hat uns ziemlich glücklich gemacht.   Ein günstiges Vergnügen: 12 Euro für Lolland   Günstig ist ja immer Ansichtssache. Deshalb vorab eine Kalkulation. Pro Person fallen an a) Leihrad: 6 Euro; erhältlich beim 2Rad-Freund, direkt in Puttgarden, nicht einmal 2 km entfernt vom Fährbahnhof. b) Tagesticket der Scandlines: 6 Euro (manche Sachen kosten eben doch weniger, als man glaubt.) Beim Ticketkauf wird es ein bisschen abenteuerlich, weil Scandlines nicht recht auf Radfahrer eingestellt scheint. Rein intuitiv steuerten wir zunächst den Fußgänger-Terminal an; wurden aber zurück zu den Kraftfahrzeugen geschickt, die sich in X Spuren vor den Kassenhäuschen einreihen. Es fühlt sich in etwa an, als würde man auf einer sehr breiten Autobahn im Stau stehen (mit dem Rad). Was aber noch nicht das Aufregendste war.     …

Drei echte Arne Jacobsens

Vor einiger Zeit schnappte ich irgendwo auf, dass die 3 Hochhäuser am Südstrand von Fehmarn von Arne Jacobsen stammen. Sie sind Teil eines Masterplanes, mit dem Jacobsen 1965 einen öffentlichen Ideenwettbewerb gewann. Ziel war, die schönste Nehrung der Insel in ein modernes Ostsee-Heilbad zu verwandeln. Heute würden wohl die wenigsten Menschen Burgtiefe als schön oder modern bezeichnen. Was hat Jacobsen sich also dabei gedacht?  Diese Frage interessierte uns schon seit längerem.

Ernst Ludwig Kirchner

Herrn Ks Gespür für Licht: der Ernst-Ludwig-Kirchner-Weg auf Fehmarn

Von Kunst habe ich im Grunde nicht besonders viel Ahnung, genieße sie aber sehr. Ähnlich geht es mir mit Natur. Man nennt so etwas wohl einen emotionalen Zugang. Verbinden sich Kunst und Natur, ist das für mich eine große Sache. Zumal wenn auch noch einer meiner Lieblingsmaler ins Spiel kommt. Wie auf dem Ernst-Ludwig-Kirchner-Weg auf Fehmarn.   3,5 km schlängelt sich der schmale Pfad zwischen dem Leuchtturm Staberhuk und Katharinenhof; immer dicht an der Steilküste entlang.     „Ostküstenpromenade“ nennen die Insulaner diesen Abschnitt, auf dem Ernst Ludwig Kirchner besonders viele seiner Werke schuf. Einige der wichtigsten sind auf Schautafeln abgebildet, so dass man Natur + Bild miteinander vergleichen kann. Mehr Infos hält die kleine Ausstellung in der Buecherhalle von Burg bereit. Dort ist auch eine Rad- und Wanderkarte zu allen wichtigen Inselmotiven erhältlich.     Kirchner gilt als einer der wichtigsten deutschen Expressionisten und ist Mitbegründer der Brücke-Künstlergruppe. Die Sommer von 1908, 1912, 1913 und 1914 verbrachte der Künstler auf Fehmarn. Er nannte die Insel ein „irdisches Paradies, mit der wundervollen Küstenbildung, manchmal von Südseereichtum“. …

Dunkler wirds nicht: Der 22. Dezember 2014

So, Kinder, da hätten wir es also mal wieder geschafft. Der längste Nacht liegt hinter uns. Ab heute wird es täglich etwas heller. Der kürzeste Tag des Jahres machte gestern auf Fehmarn seinem Namen alle Ehre. Dunkeldüster ist es geblieben, Bindfäden hat´s geregnet und stürmisch war´s, mein lieber Herr Gesangsverein. So gesehen schien der Tag ideal, um die Leuchttürme der Insel ins Visier zu nehmen.

Puttgarden

Kennst Du Spritbutiken?

Nirgendwo in Deutschland scheint die Sonne so häufig wie auf Fehmarn. Jedenfalls habe ich das schon etliche Male gelesen und plappere es jetzt mal einfach so nach. Ich will es gern glauben, seit uns die Insel gestern einen strahlenden Empfang bereitete. Und seit ich entdeckt habe, dass auf Fehmarn auch noch eine zweite Sonne lacht: die Säufersonne.